Außenanlagen – Kosten und Möglichkeiten

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Abbildung : Eine gut gepflegte Außenanlage ist das Aushängeschild des Grundstücks.
 

 

 
 

 

Wer ein Haus baut, hat bei der Kostenaufstellung viele Faktoren einzubeziehen. Neben den Grundkosten kommen Grundstückspreise, Notarkosten, Steuern und Anschlusskosten dazu, sowie einer Reihe von Nebenkosten, die sich erst im Laufe des Bauvorgangs ergeben. Ein großer Teil kann dabei die Außenanlage ausmachen, was bei der Planung zu berücksichtigen ist. Unter anderem können folgende Bereiche anfallen: 

 

 
 

 

     
  •  

    Garten 

  •  

  •  

    Terrasse 

  •  

  •  

    Einfahrt/Carport 

  •  

  •  

    Garagen 

  •  

  •  

    Befestigte Wege 

  •  

  •  

    Grenzeinrichtungen 

  •  

  •  

    Anschlussleitungen 

  •  

  •  

    Pool 

  •  

 

 
 

 

 
 

 

Je nach Größe und Ausstattung beträgt die Außenanlage meist acht bis zwölf Prozent des Gesamtwertes der Immobilie. Bei den Kosten sollten Hausbauer allerdings nicht zu sparsam sein, denn bei einem Einfamilienhaus im Wert von 250.000 Euro kann die Erstellung der Außenanlage zwischen 30.000 und 45.000 Euro betragen. 

 

 
 

 

Bürgersteig und anliegende Straßen 
 
 
 
 

 

 
 

 

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Abbildung : Nicht überall ist ein leichter Zugang zum Grundstück gegeben.
 

 

 
 

 

Wer bei seinem Grundstück zur Straßenseite hin einen Bürgersteig vorliegen hat, muss in der Baugenehmigung auf die Richtlinien achten, die eine Beschädigung verhindern soll. In einigen Fällen sind Schutzfolien mit Teer anzubringen, damit die schweren Baufahrzeuge die vorliegenden Gehwege nicht zerstören. Dies kann Kosten von bis zu 1000 Euro mit sich führen. Bei Veränderungen von Bürgersteigen und Randbefestigungen ist eine Absprache mit dem Bauamt notwendig, da viele Gemeinden mit landtechnischen Firmen zusammenarbeiten, die sich um Instandhaltung von Wegbegrenzungen und Bürgersteigen kümmern. Diese sorgen für Sicherheit und können auch bei Schotterwegen die Bedingungen für die Verkehrssicherheit herstellen. Landbau Koch – Ihr kommunaler Dienstleister befasst sich beispielsweise unter anderem mit Schotterwegen, Pflasterreparatur, Grabenregulierung oder Bankettsanierung. Ist das Grundstück beispielsweise nur über Wiesen oder unbefestigte Wege zu erreichen, benötigen die Bauherren Baustraßen, die zur Baugrube führen, damit die schweren Geräte und Fahrzeuge sicher dorthin gelangen. Darüber hinaus sind bei einigen Bauarbeiten die Straßen abzusperren, wenn es sich um eine stark befahrene Straße handelt oder die Durchfahrt aufgrund der schmalen Fahrbahn nur einseitig möglich wäre. Diese Kosten lägen im Schnitt bei rund 300 Euro. 

 

 
 

 

 
 

 

Grundstück freimachen 

 

Handelt es sich bei dem Grundstück nicht um eine freie Fläche, so ist dieses oft erst einmal freizumachen. Baumfällungen, Fräsen der Stümpfe und Abtragen der alten Erdschicht können bis zu 5000 Euro zusätzliche Kosten bedeuten. Nicht vergessen, sollten Hausbauer den Ausgleichsboden als Vorbereitung für den zukünftigen Mutterboden für Garten und Rasen. Die alte Schicht sollte um 20 Zentimeter abgetragen sein, damit ein vollständiger Neustart für das Gelände erfolgen kann. Wichtig dabei ist es, Höhenunterschiede zu meiden, damit eine gerade Fläche entstehen kann. Rasenwalzen können dabei eine große Hilfe sein, wenn kein professionelles Unternehmen die Aufgaben übernimmt. Die Gestaltung und Bebauung des Gartens sollten Hausbesitzer bereits während der Hausbauphase in Angriff nehmen, da viele der Maschinen bereits vor Ort sind und bei einer späteren Umgestaltung ansonsten zusätzliche Kosten aufkommen könnten. 

 

 
Garten anlegen 

 

Wichtig ist die Einteilung in Rasenbereiche, Blumenbeete und Bewirtschaftung. Es gibt die Möglichkeit, Fertigrasen anliefern und einbauen zu lassen, doch wer selbst Hand anlegt, kann viel Geld dabei sparen. Für die Kosten können 30 bis 100 Euro pro Quadratmeter notwendig sein, je nach Ausstattung und Umfang. Je nach Preisen der Baumaterialien, Pflanzengrößen, Eigenleistung und zusätzlichen Elementen wie Teich, Gartenhäuser oder Sichtschütze steigt entsprechend der Gesamtpreis. Viele Hausbauer unterschätzen die Kosten bei großen Höhenunterschieden auf dem Grundstück. Ebenerdige Flächen sind einfacher zu bearbeiten und leichter zugänglich, als Grundstücke am Hang oder in Schräglage. Zusätzliche Treppen oder Stützmauern können mit bis zu 250 Euro pro Quadratmeter in den Gesamtpreis hineinfallen. Weitere Hinweise für die anfallenden Kosten gibt es auf folgender Seite. Eine Gartenterrasse verursacht Kosten bei Pflasterung von 20 bis 40 Euro pro Quadratmeter und ein Gartenteich veranschlagt von 4000 Euro bis 10.000 Euro Gesamtkosten, je nach Größe der Anlage. 

 

 
 

 

 
 

 

Befestigung der Wege 
 
 
 

 

 
 

 

 

 

 
 
Abbildung : Kurvige Wege können die Optik aufwerten, benötigen jedoch eine größere Fläche
 

 

 
 

 

Bei der Einfahrt sollten Hausbauer Wert auf eine gepflegte Optik und einen ansprechenden Stil legen, der zu der neuen Immobilie passt. Schotter, Kies, Splitt, Pflastersteine oder Asphalt besitzen unterschiedliche Pflege- und Bearbeitungsansprüche. Schottersteine oder Kies haben den Vorteil, dass Regenwasser leicht versickert und die Arbeiten der Anlage sehr schnell beendet sein können. Mit einer schicken Randbefestigung können sich ansprechende, rustikale Stile gestalten lassen. In kälteren Jahreszeiten ist der lose Belag allerdings schwerer von Laub oder Schnee zu beseitigen und die Steine können Kratzer im Auto hinterlassen. Einige Pflastersteine können in geometrischen Mustern gelegt sein, sind leicht zu bearbeiten und sorgen ebenfalls dafür, dass das Regenwasser abfließen kann, zum Beispiel durch Rasenkammersteine. Diese Steine benötigen ein Fundament, meist eine Schicht aus Feinsplitt und Kies und sollten mit großzügigen Fugen verlegt sein, damit Gräser und Pflanzen dort wachsen können. Die Pflege kann dabei sehr aufwendig sein. Preislich gibt es Pflastersteine ab acht Euro pro Quadratmeter in vielen Baumärkten zu erhalten. Natursteinplatten sehen meist sehr edel und ansprechend aus und sind sehr widerstandsfähig. Der Preis ist jedoch um einiges erhöht, meist gibt es Platten ab 30 Euro pro Quadratmeter zu erwerben. Weitere Tipps zur Pflege und Befestigung gibt es bei gartendialog.de. 

 

 
 

 

Wer die Außenanlage gut kalkuliert und entsprechende Finanzen zurücklegt, muss nicht mit Überraschungen rechnen, die den Preis des Hausbaus weiter in die Höhe treiben können. Bei entsprechender Vorbereitung und eigenem Mitwirken kann so eine stilvolle und persönliche Anlage entstehen, die allen Vorschriften und Vorlieben entspricht. 

 

 
 

 

Bildquellen: 

 

 
 

 

Abbilung 1: Wikimedia.commons.org © Jbergner (CC BY-SA 3.0) 

 

Abbildung 2: Pixabay.com © pilostic (CC0 1.0) 

 

Abbildung 3: Pixabay.com © samslens (CC0 1.0) 

 

 
 

*Bitte beachten Sie das Copyright und die Urheberrechte! Keine Rechtsberatung! Keine Steuerberatung!
Keine Gewähr für Angaben, Preise sind unverbindlich und direkt beim Hersteller zu überprüfen.
Akzeptieren

Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden. Mehr erfahren