Bauentwicklung 2018 in Berlin: leichtes Wachstum auf hohem Niveau

Die Baubranche boomt in Berlin. Die entstehenden Neubauten decken die anhaltende Nachfrage im Wohn- und Gewerbesegment auch 2018 noch nicht. Der Bauindustrieverband Berlin-Brandenburg geht im laufenden Jahr von einem Wachstum von +3,2 % bei einem Bauvolumen von 2,83 Mrd. € aus. Besonders der Wohnungsbau gilt als Konjunkturmotor in Berlin: mit einem Umsatzvolumen von etwa 1,2 Mrd. € wird er 2018 voraussichtlich eine Steigerung von +7 % erfahren. Etwa 18.000 Wohnungen könnten 2018 in Berlin fertiggestellt werden. Bei einem jährlichen Zuzug von derzeit etwa 40.000 Menschen sind allerdings mindestens 20.000 neue Wohnungen pro Jahr erforderlich. Doch auch für Erhalt und Sanierung von Straßen, Brücken, Radwegen, Schulen, Kitas, Kanal- und Rohrleitungssystemen sind in Berlin Milliardensummen nötig.

Arbeitsmarkt im Bauhauptgewerbe ist leergefegt

Der Anteil öffentlicher Bauten am Berliner Bauvolumen wird mit 530 Mio. € voraussichtlich um +1,7 % steigen. Der Wirtschaftsbau wird sich 2018 absehbar mit etwa 1,1 Mrd. € Umsatz auf dem hohen Niveau von 2017 bewegen. Derzeit arbeiten laut dem Amt für Statistik Berlin-Brandenburg etwa 23.229 Beschäftigte in 2.199 Betrieben des Bauhauptgewerbes (+7,2 % gegenüber 2016), dazu kommen nochmal 23.981 Beschäftigte in 845 Berliner Ausbaubetrieben (+7,3 %). Bis Ende 2018 wird mit einer weiteren Steigerung um +3 % gerechnet.

Auch im Berliner Umland boomt das Baugewerbe

Die anhaltende Attraktivität Berlins strahlt weit ins Brandenburger Umland aus. Auch in der Region Berlin-Brandenburg wird 2018 mit einem Gesamtwachstum der Bauindustrie von +2,4 % auf 5,59 Mrd. € gerechnet. Mit einer Steigerung von 1,1 % werden für 2018 durchschnittlich 40.280 Beschäftigte im Baugewerbe der Region Berlin-Brandenburg erwartet.

Bauindustrie ist ein bundesweiter Konjunkturmotor

Dabei ist der Berliner Baumarkt keineswegs der Leuchtturm in einer Wüste: bundesweit geht der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) 2018 sogar von einem Umsatzplus von +5,5 % im Bauhauptgewerbe aus. Besonders der Wohnungsneubau von bundesweit etwa 350.000 Einheiten und öffentliche Investitionen im Verkehrswegebau von über 14 Mrd. € stärken 2018 die deutsche Baukonjunktur.

Kapazitätsgrenzen werden immer häufiger erreicht

Mittlerweile gehen dem Baugewerbe die Fachkräfte aus, wegen Überlastung kann nicht mehr jeder Bauauftrag übernommen werden. Die Berliner Bauverwaltung kommt mit der Bearbeitung der Bauanträge kaum noch nach. Die Preise für das immer knapper werdende Bauland im Zentrum der Hauptstadt sind teilweise astronomisch gestiegen. Die Folge ist ein Rückgang der Auftragseingänge 2017 um -10,8 %, während erteilte Baugenehmigungen von 2 auf +5,8 % zunahmen.

2018: stabile Auftragslage mit moderaten Steigerungen

Für 2018 bedeutet dies, dass das Baugewerbe in und um Berlin absehbar bis etwa 2020 auf ähnlich hohem Niveau wie heute florieren wird, allerdings ist aus Kapazitätsgründen nicht mehr mit größeren Steigerungen zu rechnen. Limitierende Faktoren sind hier der Fachkräftemarkt und die Bauverwaltungen. Zudem kalkulieren Bauunternehmen wie Investoren langfristig: sie arbeiten lieber mehrere Jahre auf hohem Niveau an der Belastungsgrenze, als weitere Kapazitäten aufzubauen, die vielleicht in fünf Jahren nicht mehr gefragt sind. Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe von Berlin-Brandenburg von über 200 Mio. € 2018 und eine wachsende Zahl von Baugenehmigungen lassen auch mittelfristig eine rege Bautätigkeit erwarten, schließlich herrscht in Berlin in vielen Bausegmenten Nachholbedarf.

Über den Autor

Tino Falkowski ist Mitgründer und Co-Geschäftsführer der Hochbau Falkowski/HF Bau GmbH aus dem brandenburgischen Luckau. Hochbau Falkowski ist ein erfolgreiches Familienunternehmen, dass sich seit 2006 besonders im Hochbau, Tiefbau und im Spezialtiefbau in Berlin und Brandenburg etabliert hat. Zum Portfolio von Hochbau Falkowski zählen Micro-Apartments, Mehrfamilienhäuser, Villen und Townhäuser, gewerbliche und öffentliche Gebäude. Die Mehrzahl der Bauprojekte realisiert Hochbau Falkowski in Berlin.

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Bildernachweis:
Bild 1: In Berlin boomt die Baukonjunktur auch 2018, Fotolia ©sveta
Bild 2: Tino Falkowski ©HF Bau GmbH

 

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