Brauch ich eine Genehmigung für einen Wintergarten?

Wer sich mit dem Thema Wintergarten beschäftigt, stellt sich früher oder später die Frage, ob er für den gläsernen Hausanbau denn eine Baugenehmigung benötigt. Und wie so häufig in Deutschland, ist dies eine Frage, die leider nicht ganz einfach zu beantworten ist.

Baurecht – in Deutschland auch für Wintergärten Landessache

In Deutschland ist das Baurecht auf Landesebene geklärt. Wer in welchem Umfang wo bauen darf, muss also mit der Kommune geklärt werden. Jedoch gibt es, je nach Region und Bundesland, in dem man sich befindet unterschiedliche individuelle Reglungen.

So kann es durchaus sein, das man in einem Bundesland ohne Probleme ein kleines Gartenhaus im Hinterhof errichten darf, während schon eine Kommune weiter nördlich dies nur mit vorheriger Genehmigung erlaubt ist.

Wie aber sieht das mit Wintergärten aus?

Eine Frage der Größe? Wintergärten in Deutschland bauen

Generell ist es so, das man, bevor ein Bau in Deutschland errichtet wird, gewisse Regeln eingehalten werden müssen. Diese Baurichtlinien dienen der Sicherheit, der allgemeinen gerechten Baugrundsätze und dem nachbarlichen Frieden. Jedoch gibt es in einigen Bundesländern innerhalb dieser Regeln einige Sonderreglungen. Das bedeutet, dass man für manche Bauten an, neben und für das eigene Gebäude keine explizite Genehmigung oder Vorabprüfung des Bauvorhabens benötigt.

Abhängig ist dies in den meisten Fällen von der Größe der An- und Umbauten. Das heißt, das auch die Größe des Wintergartens sich aus dem regional geltenden Baurecht bestimmt. So kann man zum Beispiel in Bayern Gebäude auf dem eigenen Land ohne Genehmigung bauen, welche bis zu 75 m³ umschließen. Dies reicht durchaus, um einen sehr komfortablen Wintergarten zu erschaffen.

Die Bauordnung bestimmt die Regeln – und die Form des Wintergartens

Solche „Freibriefe“ finden sich in vielen Bauordnungen. Es ist ratsam, ihre regionalen Bestimmungen vor dem Bau zu lesen. Dann können sie auch innerhalb dieser Freigrenzen einen Wintergarten ohne eine Baugenehmigung anbauen lassen, ohne Gefahr zu laufen, diesen im Nachgang wegen einer Prüfung wieder abreisen oder baulich verändern lassen zu müssen.

Das Zauberwort für genehmigungsfreie Wintergärten heißt: Freistellungsverfahren

Das Freistellungsverfahren kommt dem Bauen ohne schriftliche Genehmigung gleich. Ganz ohne schriftliche Verständigung geht es aber auch hier nicht. Das Freistellungsverfahren besagt lediglich, dass kein komplexes, schriftliches Baugenehmigungsverfahren notwendig ist. Es ist unbedingt angeraten, vor dem Bau Ihres Wintergartens, in ihre zuständige Behörde zu gehen und mindestens das Freistellungsverfahren sich schriftlich bestätigen zu lassen. Mit diesem haben Sie die Erklärung in der Hand, das keinerlei weiteres Antrags- und Genehmigungsverfahren für ihren zu bauenden Wintergarten entstehen wird und Sie sofort mit dem Bau ihres Wintergartens beginnen dürfen – sofern Sie innerhalb der regional geltenden Baurichtlinie hinsichtlich Form, Größe und Position bleiben.

 

Braucht man also eine Genehmigung für den Wintergarten? Die Antwort müsste wohl „JEIN“ lauten. Die Einholung einer schriftlichen Bestätigung für das Freistellungsverfahren ist in jedem Fall ratsam. In Abhängigkeit von ihrem Standort kann eine Baugenehmigung erforderlich sein.

 

Bilder von Masson-Wintergarten
 

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