Checkliste für die perfekte Gartenhausplanung

Bodenabsenkung, Feuchtigkeitsschäden, Pilzbefall: Wer sein Gartenhaus im Hauruckverfahren baut und sich nicht ausreichend informiert, muss mit bösen Überraschungen rechnen. Damit Zeit und Geld also nicht umsonst investiert sind, ist die perfekte Planung beim Bau eines Gartenhauses das Wichtigste. Für einen ersten Überblick kann der motivierte Häuslebauer sich an folgender Checkliste orientieren: 

 

 
 

 

Schritt für Schritt: die Checkliste 

 

 
 

 

Noch bevor der Standort ausgewählt und das Holz bestellt wird, sollten ein paar grundsätzliche Überlegungen angestellt werden. Diese betreffen zunächst die intendierte Nutzung des Gartenhauses, die wiederum Einfluss auf alle weiteren Entscheidungen hat: Vom einfachen Gerätehaus über den Grillpavillon bis hin zum luxuriösen Wochenendhaus hat der Markt unter dem Sammelbegriff Gartenhaus alles zu bieten. Um einen Eindruck von den unterschiedlichen Modellen zu bekommen, empfiehlt sich der Besuch eines gut sortierten Händlers. Die Gartenhaus GmbH ist beispielsweise bekannt durch ihre Zusammenarbeit mit Herstellern wie Karibu und Palmako, die ausschließlich aus nachhaltiger Forstwirtschaft produzieren: im gartenhaus-gmbh.de Shop kann der Hobbygärtner sich zwischen Holzpavillons, Blockbohlenhäusern und Gerätelauben einen ersten Überblick verschaffen.  

 

 
 

 

Je nachdem, für welches Modell die Entscheidung ausfällt, müssen folgende Punkte bedacht werden: 

 

 
 

 

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

 
 
Punkt 1: Ist eine Baugenehmigung erforderlich?
 

 

 
 

 

Gartenhäuser, die ein Raumvolumen von 30 Kubikmetern nicht überschreiten, sind in Deutschland laut Baugesetzbuch genehmigungsfrei. Da in diesem Falle allerdings nicht das Baugesetzbuch allein, sondern auch die jeweilige Länderordnung gilt, empfiehlt sich vor der Planung in jedem Falle der Besuch beim zuständigen Bauamt. Dieser kann auch vor anderen bösen Überraschungen schützen. Möglicherweise liegt nämlich ein spezieller Flächennutzungsplan vor, von dem die Eigentümer nichts wissen. Auch Grundstücksgrenzen verlaufen häufig ganz anders, als es in der Urkunde steht. 

 

 
 

 

Punkt 2: Kriterien für die Standortwahl 

 

 
 

 

Besitzer von kleinen Grundstücken oder Pächter von Gartenparzellen haben, was den Standort des Gartenhauses betrifft, natürlich nicht sehr viele Möglichkeiten. Nichtsdestotrotz sollte die Stelle, an der später das Fundament entstehen soll, mit Bedacht gewählt werden.  

 

 
 

 

Folgende Kriterien sollten erfüllt sein, damit das Gartenhaus möglichst ideal positioniert ist: 

 

 
 

 

     
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    Der Standort muss möglichst eben sein, das heißt der Garten darf an der betreffenden Stelle kein Gefälle haben und keine Senkungen aufweisen - anderenfalls wird die Statik des Häuschens später negativ beeinflusst. 

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    Der Standort sollte möglichst trocken sein – und das zu allen Jahreszeiten; Stellen, die nach normalen Regenfällen schnell matschig werden, eignen sich grundsätzlich nicht. 

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    Der Standort sollte sich nicht direkt unter Bäumen befinden: Speziell Bäume, sie im Herbst viel Laub verlieren, sind auf Dauer ein Risiko, da das feuchte Blattwerk Feuchtigkeitsschäden begünstigt. 

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    Der Standort sollte von allen Seiten gut zugänglich sein, damit das Häuschen in regelmäßigen Abständen auf Schäden untersucht und etwaige Reparaturmaßnahmen unverzüglich durchgeführt werden können. 

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    Die Standortwahl sollte (speziell in kleineren Gärten) auf jeden Fall mit der direkten Nachbarschaft abgesprochen werden, da es anderenfalls zu unschönen Auseinandersetzungen kommen kann, die im schlimmsten Fall zu einem chronischen Nachbarschaftsstreit werden. 

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Punkt 3: Auswahl und Bau des geeigneten Fundaments 

 

Der Guss eines Betonfundaments ist normalerweise nur für Gartenhäuser notwendig, die als Wochenendhaus genutzt werden und daher die maximale baugenehmigungsfreie Größe von 3m x 3m überschreiten. Für alle übrigen Varianten genügt das sogenannte Plattenfundament, das in Eigenregie erstellt werden kann.  

 

Diese Faktoren müssen beim Fundament beachtet werden: 

 

     
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    An der geeigneten Stelle großzügig den Mutterboden abtragen. 

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    Die Mulde anschließend mit Kies oder verdichtetem Sand auffüllen. 

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    Dachpappe verlegen, um die Platten gegen Feuchtigkeit und Kälte zu isolieren. 

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    Gehwegplatten bzw. Betonplatten auf dem vorbereiteten Untergrund verlegen, Fugen mit Sand verschlammen. 

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Punkt 4: Materialwahl – Holz oder Metall? 

 

Die meisten Hobbygärtner greifen bei der Materialwahl für ihr Gartenhaus auf den Naturbaustoff Holz zurück, da dieser langlebig ist, sich perfekt in die Gartenharmonie einfügt und ein angenehmes Raumklima erzeugt. Darüber hinaus lässt sich der Naturstoff deutlich besser verarbeiten als die Alternative aus Metall, wodurch ein individuelles Design ermöglicht wird. Speziell für Gartenhäuser, die eine Art Wohnraumverlängerung sein sollen, eignet sich Metall nur bedingt. Es ist grundsätzlich zwar kostengünstiger und pflegeleichter, da u.a. auf den Holzschutz verzichtet werden kann, doch Gartenhäuser aus Metall haben so gut wie keine Wärmedämmung und werden daher spätestens zur kälteren Jahreszeit recht ungemütlich. 

 

Wenn die Wahl auf ein Holzhaus fällt, sollte zudem auf die ökologische Nachhaltigkeit geachtet werden – denn Holz ist nicht gleich Holz. Viele Fertigbausätze sind aus Tropenhölzern gefertigt, da diese sich durch besondere Dauerhaftigkeit auszeichnen. Allerdings bedeutet ein Gartenhaus aus Tropenhölzern wie Teak oder Bangkirai Raubbau an der Natur. Die Alternative sind heimische Hölzer wie Fichte und Eiche aus regionaler Forstwirtschaft, wie es etwa die Hersteller „Palmako“ und „Karibu“ verarbeiten. Die ökologische Nachhaltigkeit entsprechender Produkte ist mit dem PEFC-Siegel (Programme for the Endorsement of Forest Certification Scheme) bzw. der FSC®-Zertifizierung (Forest Stewardship Councils) ausgezeichnet. 

 

Die Wandstärke eines Blockbohlengartenhauses beträgt minimal 28mm und maximal 70mm. Je stärker die Wände desto besser ist selbstverständlich auch die Wärmedämmung des fertigen Gartenhauses. Für das normale Gartenhaus, in dem zwar nicht geschlafen, aber doch der eine oder andere gemütliche Nachmittag verbracht wird, empfiehlt sich die goldene Mitte mit einer Wandstärke zwischen 40 und 45mm. Bei der Wahl der Dachform spielt die Wetterregion eine gewisse Rolle: In besonders schneereichen Gegenden empfiehlt es sich, das Dach nicht zu flach zu wählen, da die Schneemassen anderenfalls nicht abrutschen können. Ein Pult- oder Satteldach wäre in diesem Fall also besser geeignet als ein Flachdach. 

 

Punkt 5: Auf Wetterfestigkeit achten – Holzschutz und Holzpflege 

 

Da Gartenhäuser keinen extremen Belastungen ausgesetzt sind, ist ein Holzschutz mit chemischen Inhaltsstoffen nicht unbedingt notwendig. Notwendig ist hingegen der physikalische Schutz vor verschiedenen Witterungseinflüssen wie extremer Hitze oder Kälte, Feuchtigkeit und UV-Strahlung. Daher ist es wichtig, das Holz vor dem Verbauen gut zu pflegen und es anschließend durch einen entsprechenden Farbanstrich vor der Witterung zu schützen. Gepflegt wird das Holz durch die Behandlung mit einem Pflegeöl: Dieses erhält den natürlichen Holzton und bildet einen wasserabweisenden Schutzfilm auf dem Holz. Außerdem bindet es die Feuchtigkeit und hält sie auf einem konstanten Niveau, wodurch das Holz flexibel und belastbar bleibt, ohne zu reißen. 

 

Was den Witterungsschutz betrifft, ist dieser bei Weichhölzern wie Fichte und Kiefer notwendiger als bei Eichen und Edel-Kastanien, die zur Klasse der Harthölzer zählen und daher von Natur aus resistenter sind (siehe: Weich- und Harthölzer: Darrdichte verschiedener Hölzer). Bei dieser Holzart genügt in der Regel eine Lasur, bei der auch die natürliche Maserung sichtbar bleibt. Weichhölzer hingegen sollten nach der Behandlung mit dem Pflegeöl minimal mit einer Schicht Lack oder einer ölhaltigen Holzfarbe gestrichen werden, um sie vor Nässe und UV-Strahlung zu schützen. Wichtig ist es vor allem, den Anstrich regelmäßig (spätestens alle zwei Jahre) zu wiederholen, da sich anderenfalls unschöne Flecken und Risse bilden, durch welche Feuchtigkeit in das Holz eindringen kann. 

 

 
 

 

Ein Tipp: Geschicktes Planen erspart Ärger! 

 

 
 

 

Die Langlebigkeit des Gartenhauses kann schon dadurch deutlich heraufgesetzt werden, dass beim Aufbau ein paar Kleinigkeiten Beachtung finden: 

 

 
 

 

     
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    Ausrichtung: Das Gartenhaus sollte mit der Seite zur Wetterseite stehen, auf der sich weder Türen noch Fenster befinden; diese stellen eine geeignete Angriffsfläche dar, die durch die Witterungseinflüsse besonders schnell zermürbt wird. 

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    Anstrich: Der Anstrich sollte grundsätzlich vor dem Verbauen des Holzes erfolgen, da kritische Stellen anderenfalls nicht mehr erreicht werden - besonders bei Verbindungsstellen lohnt es sich sogar, einen doppelten Anstrich vorzunehmen.  

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    Pragmatik: Nach dem Aufbau sollte das Gartenhaus mit Regenrinnen und einer Wassertonne ausgestattet werden. Das minimiert nicht nur das Risiko von Feuchtigkeitsschäden am Dach, sondern das Regenwasser kann (im Sinne eines natürlichen Wasserkreislaufs) auch zur Gartenbewässerung genutzt werden. Ist die Planung abgeschlossen, geht es an den Aufbau. 

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Das folgende Video zeigt eine der vielen Möglichkeiten, den eigenen Garten durch ein entsprechendes Häuschen zu berreichern: 
 
 

 
 
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Bild-Copyright: Holzpflege © fotoknips 

 

 
 

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