Darauf kommt es bei der Auswahl eines Herds an

Wer ein Eigenheim baut, muss sich frühzeitig Gedanken über eine passende Küchenausstattung machen. Von Schränken über Besteck, Kühlschrank und Mikrowelle muss einiges gekauft und eingerichtet werden. Eine besonders wichtige Rolle spielt dabei der Herd. Doch worauf muss man bei der Auswahl eigentlich achten? Schauen wir einmal genauer hin.

 

Welcher Herd soll es sein? 

Wer sich nach einer Küche umsieht, hat heute die Wahl zwischen vielen verschiedenen Modellen. Dabei unterscheiden sich nicht nur die Preise, sondern auch die Ausstattungen erheblich voneinander. Zunächst einmal steht da die Frage nach dem passenden Kochfeld. Hier kann man sich zwischen vier verschiedenen Varianten unterscheiden:

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    Stahl 

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    Ceran 

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    Induktion 

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    Gas 

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Wenn man sich zwischen den vier gebräuchlichen Kochfeldvarianten entscheidet, spielt der Preis erst einmal die zentrale Rolle. Am günstigsten ist das klassische Stahl- oder Eisenkochfeld (auch Massekochfeld). Ein Problem gibt es bei dieser Fertigungsweise allerdings. Da die Felder erhöht stehen, sammelt sich schnell Schmutz darunter an. Die Reinigung ist entsprechend kompliziert. Auch lässt sich der Topf nicht ohne Weiteres verschieben.

 

Die Vorteile von Ceran-Kochfeldern

Ceran- bzw. Glaskeramik-Kochfelder haben unter diesem Gesichtspunkt einen großen Vorteil. Da die Felder eben sind, braucht man einfach nur darüber hinweg wischen, wenn man das Kochfeld reinigen will. Bei den Ceran-Kochfeldern unterscheidet man zwei Funktionsweisen:

                  



 

Wärmestrahlung 

 

Induktionsfeld 

 
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    Wärme wird durch Heizwiderstand erzeugt 

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    Wärme entsteht durch Magnetspulen und induzierten Stromfluss im Topfboden 

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    spezielles Kochgeschirr notwendig 

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Induktionskochfelder weisen eine Reihe von Vorteilen auf:

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    Hitze steht schneller in Töpfen und Pfannen zur Verfügung 

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    geringere Verbrennungsgefahr (Platte neben eigentlichen Kochfeld wird nur handwarm) 

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Ein Nachteil geht mit der Technik allerdings auch einher. Sie ist vergleichsweise teuer. Darüber hinaus können Folgekosten entstehen, weil man spezielles induktionsherdgeeignete Pfannen und Töpfe braucht und sein altes Geschirr nicht mehr verwenden kann.

 

Wann ist ein Gas-Kochfeld geeignet ?  

Das Gas-Kochfeld ist die dritte Art. Hier besteht die Besonderheit darin, dass man einen separaten Gasanschluss benötigt. Der große Vorteil dieser Variante besteht darin, dass die Hitze sehr schnell zur Verfügung steht und leicht dosiert werden kann. Die Bauweise bringt allerdings den Nachteil mit sich, dass die Reinigung relativ kompliziert ist.

 Hinweis: Moderne Gas-Kochfelder sind mit einem Sicherheitsmechanismus ausgestattet, der den ungewollten Austritt von Gas verhindert.

 

709432_web_R_by_flown_pixelio.deDie Energieeffizienzklasse – sparen Sie Folgekosten 
 

 

 

Neben der Funktionsweise ist die Energieeffizienz ein ganz wichtiger Faktor, wenn man einen Herd kauft. Das gilt besonders bei Backofen-Herd-Kombinationen. In vielen Haushalten gehören sie zu den größten Stromfressern. Sie erkennen die Energieeffizienz am EU-Energie-Label. Es zeigt Ihnen an, wie viel Strom der Backofen bei Ober- bzw. Unterhitze und bei Umluft pro Heizvorgang verbraucht. Nach Möglichkeit sollten Sie sich hier für eine Ausführung mit der Energieeffizienzklasse A++ oder besser noch A+++ entscheiden. Sie mögen in der Anschaffung teurer sein, dafür amortisieren sich die Kosten durch den geringeren Stromverbrauch schnell. Wenn Sie noch weiterführende Informationen zur Energieeffizienzklasse und zu Einsparpotenzialen benötigen, finden Sie auf dieser Informationsseite des Umweltbundesamtes alles, was Sie brauchen.

Kleiner Tipp: Die Energieeffizienz spielt beim Hausbau noch an vielen anderen Stellen eine Rolle. So kann man beispielsweise viel Geld sparen, wenn man seine Leitungen richtig dämmt und vor allem die Fenster gut abdichtet. Was es dabei zu beachten gibt, erfahren Sie im hausbau24-Ratgeber

 

Zu guter Letzt – Einbauherd oder freistehendes Modell  

Herde gibt es in Einbau-Ausführungen und freistehenden Varianten. Die Breite beträgt dabei meistens 50, 60 oder 90 cm. Freistehende Varianten haben den Vorteil, dass Sie bei der Positionierung flexibler sind. Dafür fügt sich ein Einbauherd üblicherweise harmonischer in eine bestehende Küchenzeile ein. Hier entscheiden der persönliche Geschmack und der zur Verfügung stehende Platz. Eine große Auswahl hochwertiger Standherde findet man z. B. bei ekinova. Achten Sie auch darauf, dass ein eingebautes Induktionsfeld viel Platz nach unten braucht. Hier können Sie dann z. B. keine Schublade mehr verbauen, wenn Sie eine Arbeitsplatte mit einer Breite von 3 – 4 cm Dicke verwenden. 
 
Bildquellen: 
RainerSturm_pixelio.de.jpg 
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