Darum lohnt sich energieeffizientes Bauen: Der Energieausweis

Die meisten Bauherren und Eigentümer kennen den Begriff „Energieausweis“. Aber was genau hat es damit auf sich? Handelt es sich einfach um ein weiteres Dokument, um das man sich kümmern muss? Dieser Artikel zeigt kompakt auf, was man unter dem Energieausweis genau zu verstehen hat und wer welchen Ausweistyp wann braucht. Immer wichtiger: der Energieausweis, ® fotokalle, fotolia.com 

Sinn und Zweck des Energieausweises 

Stichwort Energiewende: Deutschland will fossile Energiequellen reduzieren und bis 2022 auch ganz ohne atomare Energie auskommen. Das funktioniert nur, wenn einerseits die Gewinnung erneuerbarer Energien vor allem aus Wasser- und Windkraft massiv ausgebaut und andererseits an allen Ecken und Enden Energie gespart wird. Vor diesem Hintergrund ist das Energieausweis-Obligatorium im Zuge der neuen Energieeinsparverordnung (EnEV) von 2014 verschärft worden. Der Energieausweis zeigt das energetische Gesamtbild eines Gebäudes mit seinen Stärken und insbesondere Schwächen auf und vermerkt, wie effizient Ressourcen genutzt werden. Zusätzlich enthält er Empfehlungen für sinnvolle Sanierungsmaßnahmen Auf diese Weise sollen Fragestellungen der Energieeffizienz ins Bewusstsein von Eigentümern und Bauherren gerückt und entsprechende Bau- und Sanierungsstrategien gefördert werden. 

Wer braucht welchen Ausweis? 

Grundsätzlich sind zwei Typen des Energieausweises zu unterscheiden. Der einfache Energieverbrauchsausweis zeigt eine oberflächliche Einschätzung der energetischen Qualität eines Gebäudes auf Grund des Wärmeverbrauchs der letzten drei Monate, ist also abhängig vom individuellen Verhalten der Bewohner. Er ist erforderlich für Altbauten (vor 2008 erbaut), die die Wärmeschutzverordnung einhalten und kostet zwischen 70 und 100 Euro. Der Energiebedarfsausweis hingegen ist deutlich anspruchsvoller in der Erstellung, insofern er einen Expertenbesuch vor Ort notwendig macht. Obligatorisch ist er für Häuser, die nach 2008 entstanden sind und für Altbauten mit sehr schlechter Wärmeschutzdämmung. Der Energiebedarfsausweis gibt detailliert den theoretischen Energiebedarf eines Hauses basierend auf Dämmung und Gebäudetechnik wieder und kostet je nach Aufwand zwischen 300 und 1000 Euro. Sowohl Energieverbrauchs- als auch Energiebedarfsausweis dürfen nur von qualifizierten Energieberatern und fachnahen Experten ausgestellt werden. 

Wann wird ein Energieausweis benötigt? 

Die im Energieausweis enthaltenen Informationen sind folglich für Hausbesitzer interessant, die wissen möchten, wo Energiekosten reduziert werden können. Unverzichtbar sind sie hingegen für eine Immobilienvermietung und für den Immobilienverkauf, denn der Energieausweis muss dem Käufer oder Mieter vor dem Vertragsabschluss in jedem Fall vorgelegt werden. Sebastian Wagner, Geschäftsführer der unabhängigen Immobilienberatung talocasa zum Thema Energieausweis: „Eigentümer, die ihre Immobilie verkaufen oder vermieten wollen, müssen Interessenten einen gültigen Energieausweis vorlegen. Das regelt die neue Energieeinsparverordnung (EnEV) von 2014. Auch in Immobilienanzeigen müssen zentrale Daten aus dem Ausweis genannt werden, sonst drohen hohe Geldstrafen.“ Folgende Informationen sind bereits in der Immobilienanzeige obligatorisch: 

     
  • Art des Energieausweises (Bedarfsausweis/Verbrauchsausweis)
  •  

  • Höhe des Energiebedarfs/Energieverbrauchs
  •  

  • Angaben zu Wärme-Energieträgern
  •  

  • das Baujahr der Immobilie
  •  

  •  
  •  

  • die Energieeffizienzklasse des Wohnhauses (bei Energieausweisen, die nach dem 1. Mai 2014 ausgestellt wurden)
  •  

Viele Immobilienbesitzer sind laut Wagner in Bezug auf die neue Gesetzgebung zum Energieausweis verunsichert. Eine professionelle Beratung schafft da Abhilfe. „Wer einen Energieausweis für den Immobilienverkauf benötigt, kann diesen ganz einfach bei talocasa beantragen“, so der Immobilienexperte. 

Energieeffizient Bauen von Anfang an 

Die für die Energiewende so wichtige Wärmewende lässt noch auf sich warten, zu viele alte Heizanlagen sind nach wie vor in Betrieb, zu viele Gebäude lassen in Sachen Wärmedämmung zu wünschen übrig. Der Energieausweis macht solche Mängel gnadenlos sichtbar und motiviert dazu, diese zu sanieren. Wer neu baut, sollte sich von Anfang an für energieeffizientes Bauen entscheiden, um am Ende mit einem einwandfreien Energiebedarfsausweis aufwarten zu können. Ein solcher ist aus vielerlei Gründen erstrebenswert: 

     
  • Vielen Bauherren ist das Energiesparen nur schon aus Gewissensgründen ein Anliegen. Im umweltschonenden Haus wohnt es sich einfach noch schöner.
  •  

  • Die Kosteneinsparungen gerade durch eine effiziente Heizanlage können enorm sein. Wer energieeffizient baut, wohnt später deutlich günstiger.
  •  

  • Im Falle eines Immobilienverkaufs oder einer Vermietung erzielt man mit ressourcenschonenden Häusern wesentlich bessere Preise.
  •  

  • Bauherren können von zahlreichen Förderprogrammen und Zuschüssen profitieren, wenn sie sich für energiesparende Baulösungen entscheiden. 
  •  

*Bitte beachten Sie das Copyright und die Urheberrechte! Keine Rechtsberatung! Keine Steuerberatung!
Keine Gewähr für Angaben, Preise sind unverbindlich und direkt beim Hersteller zu überprüfen.
Akzeptieren

Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden. Mehr erfahren