Das Duell: Laminat vs. Parkett

Laminat oder Parkett – das ist hier die Frage. Und diese Frage stellen sich Häuslebauer spätestens dann, wenn es um die Auswahl der Bodenbeläge geht. Meist heißt es dann: Fliesen für die Funktionsräume, Laminat oder Parkett für die Wohnräume. Teppich darf – wenn überhaupt – noch in die Schlafräume einziehen. Doch das ist die klassische Sichtweise. In der modernen Praxis ziehen robuste Laminatböden auch in der Küche und im Badezimmer ein. Wer die Nase vorn hat beim Laminat-vs-Parkett-Duell soll in diesem Beitrag skizziert werden.

Laminat holt auf der Beliebtheitsskala auf

Im Jahr 2009 zeigte ein Blick in die Statistik noch dieses Bild: 32,2 Prozent der deutschen Wohnungen sind mit Parkett ausgestatten. 20 Prozent sind mit Laminat bestückt. 18,5 Prozent der Bewohner laufen auf Fliesen und nur 14,4 Prozent haben einen Teppichboden. Damals also war Parkett noch hoch im Kurs, Teppichboden bildete indes schon das Schlusslicht. Diese Gründe sprechen allerdings dafür, dass Laminatboden enorm aufgeholt hat:

  • Laminatboden trägt dem Wunsch nach einem stylischen Zuhause Rechnung. Laminatboden besteht aus einer Holzspann- oder Holzfaserplatte, auf die eine dünne Dekorschicht aufgetragen wurde. Der Effekt: Laminat bietet grenzenlose Gestaltungsmöglichkeiten.
  • Laminatboden ist günstiger in der Anschaffung, weil nicht das gesamte Paneel aus echtem, teurem Holz besteht, sondern nur das Dekor der gewünschten Holzart entspricht.
  • Laminat wird vor allem von Häuslebauern mit Kindern geschätzt, denn: Laminat ist robuster als Parkett. Und das minimiert auch den stets als Nachteil ins Feld geführten Punkt, dass ein kaputter Laminat bleibt, Parkett hingegen abgeschliffen werden kann.
  • Strapazierfähiges Laminat wartet noch mit weiteren Vorteilen auf, wie etwa der rutschhemmenden und wasserabweisenden Oberfläche sowie der antistatischen Wirkung. So wird Laminat zum pflegeleichten und stapazierfähigen Bodenbelag.

Allerdings soll nicht verschwiegen werden, dass ein echter Konkurrent im Bodenbelag Vinyl zu finden ist. Er ist vom Dekor her ebenfalls sehr vielseitig, er ist haltbar und strapazierfähig. Ob Holz oder Vinyl oder doch lieber Laminat, das ist  wahrlich eine Frage des Wohngefühls - und des Geldbeutels.

Parkett bleibt die noble und naturverbundene Variante

Wer sich nicht vom Dekor auf dem Laminat-Paneel blenden lassen möchte und das wahre Naturfeeling auf dem Boden haben möchte, der setzt auf Parkett. Ein Parkettpaneel ist durch und durch das, wonach es äußerlich auch aussieht: Holz. Häufig wird Parkett auch als Echtholzparkett bezeichnet und vertrieben, um genau diese Komponente stärker zu betonen. Aber Achtung: Bei Fertigparkett kann auch einmal nur die Laufschicht aus Vollholz sein, während die unteren Schichten aus Holzwerkstoffen oder Sperrholz bestehen.

Wer Fertigparkett verlegt, hat zumindest in der Anfangszeit den Vorteil, kleinere Dellen, Ecken und Macken im Boden schnell ausmerzen zu können. Bei Parkettboden lässt sich die Lauffläche abschleifen, allerdings im Falle von Fertigparkett weitaus weniger als bei Echtholzparkett. Der Grund: Abgeschliffen werden darf nur die Vollholzschicht, die je nach Parkettart und auch je nach Preis unterschiedlich dick ausfallen kann. Zudem spielt der Preisfaktor eine nicht unerhebliche Rolle, denn Parkett ist teurer als Laminat. Hier bestimmt die Holzart maßgeblich den Preis.

Fazit: Laminat gewinnt durch Flexbilität

Laminat zählt zu den absoluten Gewinnern unter den Bodenbelägen. Die Dekorschicht ermöglicht es, den Boden an den Wunsch-Stil anzupassen, der sowohl im Vintage-Look sein kann als auch in Farbe erwerbbar ist. Zudem hat sich bei der Oberflächenstruktur von Laminat einiges getan. Die elektrostatische Aufladung wurde minimiert – und damit kann auch einer der häufigsten Negativfaktoren vom Tisch gefegt werden. Auch das Argument, Laminat fühle sich im Vergleich zu Parkett kalt an, kann mit Verweis auf die Integration einer Fußbodenheizung enthebelt werden. Zudem kann – je nach Holzboden – das Abschleifen und Einlassen des Parkettbodens mitunter auch ganz schön ins Geld gehen. Eine Parkettbehandlung kann dann so viel kosten, wie ein komplett neuer Laminatboden. Und was spricht dagegen, nach einigen Jahren den Look zu verändern und sich für einen neuen Laminatboden zu entscheiden? Laminat verspricht Flexibilität und ist auch langfristig eine sinnvolle Entscheidung.

Bilder:

  • Abbildung 1: pixabay.com © Counselling (CC0 Public Domain)
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