Das Rohrsystem eines Hauses - ein häufig unterschätzter Faktor beim Immobilienkauf

Wer sich beim Immobilienkauf vom äußeren Schein blenden lässt, kann unter Umständen böse Überraschungen erleben. Denn nicht nur die äußere Substanz des Hauses, auch die Haustechnik muss gewissen Standards entsprechen. Gerade bei älteren Immobilien sind die sanitären Anlagen, Heizungs- und Abwasserrohre, teilweise auch die elektrischen Leitungen nicht mehr zu 100 Prozent funktionstüchtig oder sogar stark beschädigt. Insbesondere für die Wertermittlung einer Immobilie ist das Rohrsystem ein nicht zu unterscheidender Faktor. Worauf sollten Immobilienkäufer also diesbezüglich achten?

Schäden oft nicht ersichtlich

Nicht selten sind es Immobilienkäufer, die sich bei besonders günstig erscheinenden Preisen für den Kauf eines Objektes entscheiden, in der Hoffnung, die vermeintlich kleineren Mängel ließen sich unkompliziert und kostengünstig beheben. Hierbei kann gerade das Rohrsystem eine Stolperfalle darstellen. In den meisten Fällen kann man diese Rohrsysteme nicht sehen, und somit auch keine Rückschlüsse auf deren Zustand ziehen. Auch wenn sich das Rohrsystem in einem intakten Zustand zu befinden scheint, kann es sein, dass gravierende Mängel zu einer weiteren Verschlechterung des Zustands sorgen können. Rohrbrüche und überlaufende Rohre können nicht nur schnell enorme Kosten verursachen, sondern die Wohnsituation im schlimmsten Fall auch unmöglich machen.

Weiteres Problem: Altlasten

Nicht nur defekte Rohrsysteme stellen ein Problem bei älteren Immobilien dar, auch Altlasten können die Kosten der Immobilie schnell unerwartet in die Höhe treiben, wenn diese beseitigt werden müssen. Früher wurden für die Abwasserrohre zumeist Zink- oder Bleirohre verwendet, die gesundheitlichen Schäden durch Bleirohre sind heute hinlänglich bekannt und diese werden heute auch kaum noch zu finden sein. Zinkrohre hingegen sind durchaus oft in älteren Immobilien zu finden. Das Problem: Bei hartem Leitungswasser setzten sich Zinkrohre schnell zu und verkalken mit der Zeit. In jedem Fall ist es zu empfehlen, vor dem Kauf sicherzugehen, dass der Zustand des Rohrsystems ordnungsgemäß ist. Im besten Fall wendet man sich an ein professionelles Unternehmen aus der Region, wie etwa Rohrreinigung München (für die Region München und Umgebung) und lässt das Rohrsystem vollständig untersuchen.

Heizungsrohre prüfen und Rohrsystem regelmäßig warten

In modernen Bauten werden meist Mehrschichtverbundrohre für die Heizungsrohre eingesetzt, diese sind nahezu unbegrenzt haltbar. Bei älteren Immobilien wiederum sind auch heute noch teilweise Stahlrohre zu finden, die sich im Laufe der Zeit gänzlich auflösen können. In diesem Fall sollten die Heizungsrohre vollständig ausgetauscht werden. Wer also vor der Entscheidung steht eine Immobilie zu erwerben, sollte insbesondere dem Rohrsystem besondere Aufmerksamkeit widmen. Indem man alle Wasserhähne im Haus aufdreht, lässt sich schnell überprüfen, ob der Wasserdruck in allen Räumen stimmt. Dennoch lohnt es sich im Zweifel einen Profi zur Seite zu nehmen, der mit geschultem Blick erkennt, wie der Zustand des Rohrsystems beschaffen ist. Wer sichergeht, dass sich das Rohrsystem in einem Einwand freien Zustand befindet, erspart sich viel Ärger im Nachhinein. Um den Substanzwert einer Immobilie zu erhalten, sind zudem regelmäßige Wartungen und Inspektionen des Rohrsystems unumgänglich, damit unentdeckte Schäden nicht schnell zum großen Problem werden. Wer im Vorhinein ein wenig Geld in professionelle Gutachten investiert, geht kein Risiko beim Immobilienkauf ein und ist somit auf der sicheren Seite.

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