Die Terrasse im Selbstbau: Holz- oder Steinterrasse?

Eine Terrasse lädt vor allem im Sommer zum gemütlichen Verweilen ein und kann fast schon als eine Art Erweiterung des Wohnraums angesehen werden. Der ambitionierte Heimwerker, der eine Terrasse in Eigenregie errichten möchte, sollte einige Dinge beachten, damit das Projekt auch gelingt. Wie überall kommt es auch hier vor allem auf eine gründliche Vorbereitung und Planung an. Was gibt es also für verschiedene Arten von Terrassen, welche Dinge sollte man bei der Planung beachten, und welche handwerklichen Fähigkeiten sollte man mitbringen?

Vorbereitung

Sofern man die Wahl hat, muss man sich zunächst für die Positionierung und Dimensionierung der geplanten Terrasse entscheiden. Eine Südterrasse ist das A und O für Sonnenanbeter, eine Westterrasse erlaubt es hingegen nach Feierabend entspannt den Sonnenuntergang zu genießen. Wer schon am Morgen seinen Kaffee beim Sonnenaufgang auf der Terrasse zu sich nehmen möchte, sollte über eine Ostterrasse nachdenken. Weiterhin muss die Größe der geplanten Terrassenfläche festgelegt werden. Eine Terrasse passt theoretisch auch in den kleinsten Garten, um sie jedoch auch optimal nutzen zu können, sollte man schon zwischen 15 und 30 Quadratmeter einplanen. Nach oben hin sind selbstverständlich kaum Grenzen gesetzt.

Terrassenart wählen

Spätestens jetzt sollte man sich für eine Terrassenart entscheiden. Jede hat dabei ihre ganz eigenen Vor- und Nachteile. Ob die Terrasse schließlich einen Holz- oder Steinboden erhält, hängt nicht zuletzt auch vom persönlichen Geschmack ab. Neuerdings werden auch oft Kunststoffmaterialien für den Terrassenbau verwendet. Materialien wie etwa WPC versuchen dabei die Vorteile von Holz und Stein zu kombinieren. Derartige Konstruktionen sind jedoch noch recht kostenintensiv.

Die Holzterrasse

Die Optik ist wohl der häufigste Grund für eine Entscheidung für eine Holzterrasse. Bei der Auswahl des Holzes sollte man jedoch aufpassen, nicht jedes Holz eignet sich für einen dauerhaften Einsatz unter freiem Himmel. Weiche Hölzer neigen zum Splittern, Harthölzer hingegen sind oft nicht ohne Probleme zu bearbeiten. Wind, Wetter und Sonne wirken zudem über die Jahre auf das Holz ein und können für Verfärbungen sorgen. Regelmäßiges Einölen ist daher Pflicht, wenn man den Charakter des Holzes so lange wie möglich erhalten möchte. Das Wichtigste bei einer Holzterrasse ist die Unterkonstruktion. Auf diese Unterkonstruktion werden anschließend die Holzdielen verlegt.

Die Steinterrasse

Eine Steinterrasse ist zunächst einmal langlebiger und darüber hinaus einfacher zu bauen als eine Holzterrasse. Eine Unterkonstruktion wie bei der Holzterrasse ist hier nicht notwendig, lediglich ein fester Untergrund ist Voraussetzung für diese Konstruktion. Es lässt sich aus einer Vielzahl unterschiedlicher Steinarten wählen (Beton, Pflastersteine, Terrassenplatten, Granit oder andere Natursteine), diese sind, sofern sie ordnungsgemäß verbaut werden, besonders pflegeleicht. Auch die Kosten halten sich in einem überschaubaren Rahmen, so sind Terrassenplatten schon ab 20 Euro pro Quadratmeter erhältlich. Für eine Steinterrasse muss zunächst der Untergrund ausgekoffert werden. Hierfür ist es notwendig, Erdreich auszuheben. Auf diese Auskofferung wird eine Trägerschicht aus Kies eingebracht, mindestens 20 cm hoch. Es macht Sinn frostfreien Kies zu verwenden, um spätere Probleme zu vermeiden. Auf diese Tragschicht werden nun etwa 5 cm Verlegesand aufgebracht, anschließend kann mit dem Verlegen der Platten begonnen werden.

Weiterführende Informationen zum Thema findet man unter terrasse-bauen.org. Der eigentliche Bau der Terrasse hängt immer von der jeweiligen Einzelsituation ab. Ist das Gelände eben oder ist eine Steigung vorhanden, wie ist der Untergrund Beschaffen, benötigt man eventuell Einfassungen, Borden oder Treppen? Ohne eine gründliche Vorplanung sollte das Projekt Terrassenbau nicht begonnen werden.

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