Die Wahl der Heizung und die Folgekosten - ein Überblick

 
 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

Gasheizungen spielen eine zentrale Rolle in deutschen Haushalten. Eine Statistik des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft zeigt, dass der Anteil an Gasheizungen in deutschen Wohnungen zwischen 1975 und 2013 um etwa 25 Prozent zunahm, während in immer weniger Fällen Heizöl Anwendung findet. Das liegt nicht zuletzt an den relativ stabilen Gaspreisen. 

Aber auch erneuerbare Energien gewinnen zunehmend an Bedeutung. Einer Prognose des Bundesverbands Erneuerbare Energien (BEE) nach wird der Anteil der Wärmepumpen, die Erdwärme für die Heizung nutzen, in den nächsten Jahren stark ansteigen. Vielen Menschen mag dieses Prinzip noch neu sein, dabei stellt es bereits heute eine Alternative zu anderen Heizungsarten dar. Bei der Neuinstallation einer Heizungsanlage sollten die jeweiligen Vor- und Nachteile gut abgewogen werden. Dabei spielen neben den Kosten für die Installation die Folgekosten eine zentrale Rolle. Dazu gehören die Kosten für den Betrieb ebenso wie die für eine eventuell anfallende Wartung und Pflege. Gas- und Erdwärmeheizungen unterscheiden sich in dieser Hinsicht deutlich. 

 

Heizen mit Gas - welche Folgekosten sind zu beachten? 

 

Wer sich für eine Heizung mit Gas entscheidet, sollte am besten eine Anlage mit Brennwertkessel wählen. Denn diese ist zwar deutlich teurer in der Anschaffung, aber langfristig billiger. Etwa 40 Prozent an Wärmeenergie werden dadurch gespart, das rechnet sich schnell. Auch dann kommen aber natürlich Folgekosten auf den Nutzer zu, die im Voraus kalkuliert werden sollten. 

 

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    Die laufenden Heizkosten lassen sich nur bedingt prognostizieren. Experten gehen aber davon aus, dass die Preise für Gas auch in der nahen Zukunft recht stabil bleiben werden. Der Preisanstieg in den letzten Jahren lag nur knapp über der Inflationsrate und gerade in der jüngsten Vergangenheit wurden neue Vorkommen an Erdgas gefunden, die starke Preissteigerungen zunächst einmal unwahrscheinlich machen. Allerdings sind die Unterschiede zwischen den einzelnen Anbietern groß. 

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    Dazu kommen die Kosten für Pflege und Wartung. Während erstere in vielen Fällen von den Anbietern übernommen wird, sollte mindestens einmal im Jahr eine Überprüfung der Heizanlage durch einen Schornsteinfeger stattfinden. Dafür fallen aber nur geringe Kosten an. Mit etwa 50 Euro pro Überprüfung ist derzeit zu rechnen. 

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Kosten senken, lässt sich bei der Installation einer neuen Heizung manchmal durch die Inanspruchnahme von Förderprogrammen. Das gilt vor allem, wenn eine alte Ölheizung durch eine moderne Gasheizung ersetzt wird. Aber auch während des Betriebs können Kosten gesenkt werden und das nicht nur durch sparsames Heizen. Mittlerweile gibt es eine große Zahl von verschiedenen Anbietern auf dem Markt, die miteinander konkurrieren, genauer gesagt sind es 70 unterschiedliche Gasanbieter im durchschnittlichen Postleitzahlgebiet. Durch einen Anbieterwechsel wird das Heizen in vielen Fällen deutlich billiger. Dafür bietet sich im Vorfeld ein Anbietervergleich wie hier an. So ist ein schneller Überblick möglich. Der Wechsel selbst ist in der Regel unkompliziert und schnell bewerkstelligt. 
 
 
 

 

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 
 

 

 
 
 
  
 

Erdwärme als Heizquelle - die Folgekosten im Überblick
 

 

Erdwärme hat zunächst einige große Vorteile gegenüber Gas oder Öl: Sie ist umsonst, überall und zu jeder Zeit verfügbar und produziert keine Emissionen. Allerdings ist der Einbau einer entsprechenden Anlage sehr teuer. Vor allem die notwendige Bohrung für eine Erdwärmesonde fällt ins Gewicht – wie stark im Einzelnen hängt auch davon ab, wie der Boden an der betreffenden Stelle beschaffen ist. Entscheiden sich Nutzer für Erdwärmekollektoren ist keine Bohrung notwendig. Dafür fallen die Stromkosten langfristig teurer aus.  

 

Dazu kommen natürlich noch die Wärmepumpe selbst und das notwendige Zubehör. Die Preise dafür variieren. Auch hier kann durch eine überlegte Wahl des Anbieters Geld gespart werden. Außerdem bieten sich auch bei der Neuinstallation einer Wärmepumpe staatliche Förderungen an. Schließlich ist diese Art zu heizen besonders umweltfreundlich. 

 

Im Betrieb fallen Stromkosten an, die wiederum vom jeweiligen Tarif abhängen. Wer sich für eine Erdwärmeheizung entscheidet, sollte deshalb auch gleich einen Stromanbietervergleich durchführen. Viele Anbieter haben spezielle Tarife für den Betrieb einer Wärmepumpe im Angebot, die günstiger ausfallen als die normalen Tarife. Dann ist nur noch die Installation eines eigenen Zählers für die Erdwärme notwendig. Die Kosten für den Schornsteinfeger können sich Besitzer einer Wärmepumpenanlage übrigens sparen. 

 

Die Fakten zur Erdwärme im Überblick: 

 

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    Die Wärme selbst muss nicht produziert werden. 

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    Hohe Kosten in der Anschaffung und Montage (Bohrung) 

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    Stromkosten für die Erdwärmepumpe 

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    Sehr umweltfreundlich in der Unterhaltung 

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Welche Wahl ist die interessantere? 

 

Bei der Wahl zwischen Erdgas und Erdwärme kommt es auf verschiedene Faktoren an. In vielen Fällen wirken die vergleichsweise hohen Kosten für die Installation einer Erdwärmeheizung sicher abschreckend – wobei diese auch von den örtlichen Gegebenheiten abhängen. Langfristig spart Erdwärme jedoch Geld, denn im Verbrauch fallen nur Stromkosten an. Die Erdwärme selbst ist umsonst und kann deshalb auch nicht im Preis steigen. Es kann allerdings etwas dauern, bis sich Wärmepumpen rentieren. Einige Jahre Geduld sollten Betreiber in jedem Fall haben, bis sie schwarze Zahlen schreiben. Ist dies einmal erreicht, hat man sich selbst von der Entwicklung der energiekosten ein Stück weit abgekoppelt. 

 

Auch ist es wichtig, die Stromkosten möglichst gering zu halten. Das beginnt bereits bei der Wahl des Anbieters. Wer sich für einen günstigen Tarif für Erdwärme entscheidet, profitiert schneller finanziell von dieser umweltfreundlichen Art des Heizens. Zusätzlich hat es sich bewährt, einen Teil des Stroms selbst über Solaranlagen zu gewinnen. Eine gute Wärmedämmung tut ihr übriges, um die Kosten langfristig zu senken. Wer alle diese Maßnahmen miteinander kombiniert, ist mit einer Erdwärmeheizung gut bedient. Außerdem dient er damit der Umwelt. Dies ist ein Faktor, der über Kostenrechnungen heute nicht mehr vernachlässigt werden sollte.  

 

Fazit 

 

Die Zukunft wird auch im Heizungsbereich viele Neuerungen mit sich bringen. Erneuerbare Energien werden eine immer größere Rolle spielen, darin sind sich Experten einig. Schon heute stellen sie Alternativen zu gängigen Heizungsarten dar, die zwar oftmals teurer in der Installation, aber billiger im Betrieb sind. Wer sich für Erdwärme statt Erdgas entscheidet, sollte langfristig denken. Vor allem wenn es gelingt, den Strompreis niedrig zu halten, freut sich nicht nur die Umwelt, sondern auch der eigene Geldbeutel über diese Art zu heizen. Gasheizungen haben vor allem kurzfristig die bessere Kostenstruktur und bieten dank Brennwertkessel heute auch eine gute Energieeffizienz. Für was sich Interessenten letztlich entscheiden, hängt stets von den persönlichen Gegebenheiten ab. 
 
 
Abbildung 1: Geothermie, Quelle: werner22brigitte (CC0-Lizenz)/ pixabay.com 
 
Abbildung 2: Fernwärme durch Gas, Quelle: Structuro (CC0-Lizenz)/ pixabay.com
 
 

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