Einbau von Fenstern

Wenn Sie mit dem Gedanken spielen, Ihr Haus zu sanieren, dann werden Sie bestimmt auch die Fenster austauschen wollen, um eine bessere Energiebilanz zu erzielen. Beim Austausch sollten Sie sich die Größe der zukünftigen Fenster gut überlegen, weil in diesem Bereich auch viele Gestaltungsmöglichkeiten geboten werden.

Falls Sie die Größe der Fenster beibehalten möchten, dann sollten Sie beachten, dass bei einer Dreifachverglasung der Tageslichtanteil um 30 bis 50 % verringert wird, weil die Lichtdurchlässigkeit durch die Verglasung reduziert wird und die Fensterrahmen breiter geworden sind, um das Gewicht der Glasscheiben halten zu können.

Die einfachste und schnellste Möglichkeit, ein Fenster zu vergrößern, ist die Entfernung der Fensterbrüstung. Somit kann die verglaste Fläche um bis zu 70 % vergrößert werden. Bei einer solchen Vergrößerung kann man bis zu ⅓ mehr Tageslicht erzielen.

Falls das Gebäude eine neue Außenfassade bekommen soll, dann wäre auch eine Verbreiterung der Fenster möglich. Um diesen Schritt jedoch zu machen, müssen Sie beachten, dass neue Träger gesetzt und neue Leibungen erstellt werden müssen. Auch wenn sich die Kosten nahezu verdoppeln, wird die Wohn- und Lichtqualität deutlich erhöht. Dann haben Sie freie Wahl, wie Sie Ihre Fenster gestalten möchten. Es gibt viele Möglichkeiten und Varianten der Größe, Farbe, Flügel, verschiedene Fensterelemente etc.

Sie sollten jedoch beachten, dass eine größere Öffnung aus konstruktiven, ökonomischen und energetischen Gründen zu bevorzugen ist. Der Rahmenanteil nimmt bei größeren Fenstern deutlich ab und die flächenbezogenen Konturen lassen sich um das Wesentliche senken.

Um den Energieverlust möglichst gering zu halten, sollte nicht nur das Fenster einen guten energetischen Standard haben, sondern auch bei dem Einbau sollte man eine wärmebrückenreduzierte Anschlussfuge zwischen Wandöffnung und Fensterrahmen schaffen. Dieser Schritt wirkt sich positiv auf das Fenster aus und bringt damit eine höhere Funktionstüchtigkeit und Dauerhaftigkeit.

Die Anschlussfuge muss auch Schlagregen, Temperaturunterschieden und Tauwasserbildung standhalten sowie als Wärme- und Schalldämmung dienen. Sie muss also sehr widerstandsfähig sein. Damit innerhalb dieser Konstruktion keine Schäden entstehen, sollten Sie bedenken, dass die Temperatur nicht geringer als 12°C sein sollte, da sonst Kondenswasser aufgrund der Innen- und Außentemperatur an der Anschlussfuge entsteht. Daher sollten Sie die Fugen mit Wärmedämm-Materialien gut ausstatten.

Sie können zusätzlich ein luftdichtes Fensterband verwenden. Von außen sollte ebenfalls ein vorkomprimiertes Dichtungsband eingelegt werden, um vor Schlagregen zu schützen. Die verrottungsbeständige Fuge muss so eingesetzt werden, dass diese Hohlräume und Unebenheiten füllt und Bewegungen standhalten kann.

Die Fugendichtheit ist ein Koeffizient, welcher durch die Fuge vom Blendrahmen und Flügel eines Fensters gelangt. Dieser Fugendurchlasskoeffizient gibt an, wie viel m3 Luft durch 1 Meter Fuge gelangt. Eine hohe Fugendichte erzielt auch einen besseren Schallschutz.

Bei den Fenstern gibt es auch eine Schalldämmung, die den Luftschall von außen absorbieren kann. Es spielt nicht nur die Einbauart, der Abstand oder die Dicke eine Rolle, sondern die Fugendichtigkeit ist sogar abhängig von den zwei Glasscheiben. Die Glasscheiben sollten nicht die gleiche Dicke aufweisen, weil diese die Schwingungen nur noch zusätzlich unterstützen.

Eine Verbesserung der Energiebilanz und der natürlichen Belichtung innerhalb der Räume kann durch die Himmelsrichtung der Fenster und der Größe wie auch durch die Proportionen beeinflusst werden. Es ist ebenfalls mithilfe von Ornamentverglasung möglich, den Sichtschutz zu erhöhen.

Foto: https://pixabay.com/de/bl%C3%BCte-dekoration-flora-blumen-glas-1866982/

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