Einbruchschutz und Sicherheit: Schon beim Hausbau daran denken

Während des Hausbaus oder auch in der Planungsphase vor der Grundsteinlegung gilt es, viele Details zu berücksichtigen. Niemand denkt hier gerne daran, dass das neue Zuhause nicht sicher genug für die eigene Familie sein könnte. Das allerdings ist wichtig, denn nur so lässt sich ein solider Schutz vor Einbrechern schaffen. Die Suche nach neuralgischen Punkten und deren zusätzliche Absicherung sorgen dann dafür, dass Langfinger auch in der Zukunft keine Chance haben.

 

Warum ist Einbruchschutz so wichtig?

Wohnungseinbrüche kommen in Deutschland nicht selten vor. Laut Statistik wurden der Polizei in 2017 rund 116.570 Wohnungseinbruchdiebstähle gemeldet. Experten sprechen hier zeitgleich von höheren Dunkelziffern, denn nicht jedes Eindringen in eine Wohnung wird zeitgleich auch angezeigt. Dabei ist es dennoch so, dass sich die Einbruchzahlen in den vergangenen Jahren leicht gesenkt haben. Das allerdings liegt nicht daran, dass sich grundsätzlich weniger Kriminelle an Haustüren und Fenstern versuchen. Vielmehr ist das wachsende Bewusstsein der Bevölkerung für die Notwendigkeit von Einbruchschutz ein ausschlaggebender Punkt, der viele Einbruchsversuche scheitern lässt. Haus- und Wohnungsbesitzer selbst sind daher die Hauptpersonen, wenn es um gesteigerte Sicherheit geht.

Bild 1: Dass Einbrecher gefasst werden können, kommt selten vor. (Quelle: ROOKIE23 (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)

Wer versucht, in Wohnungen und Häuser einzubrechen, kann sehr individuell sein. Nicht selten handelt es sich bei den Kriminellen um Mitglieder organisierter Einbrecherbanden, die während nur einer Nacht mehrere Einbrüche begehen, um Deutschland dann möglichst schnell zu verlassen. Dass solche Banden häufig von Osteuropa aus agieren, erschwert eine Aufklärung von Einbruchdiebstählen. Viele Opfer müssen daher damit rechnen, dass sie ihre verlorenen Wertgegenstände nicht wieder zurückbekommen, weil Ermittlungen im Sande verlaufen.

Einbruchschutz darf daher nicht nur auf übliche Verhaltensregeln beschränkt werden, wenngleich diese ihre Daseinsberechtigung haben. Sich mit Nachbarn auszutauschen, in der Wohnung intelligentes Licht zu installieren und für eine zuverlässige Urlaubsbetreuung zu sorgen, sind Maßnahmen, die Einbrüche zusätzlich erschweren. Sie jedoch sollten nicht alleine stehen, sondern stets im Rahmen baulicher Maßnahmen erfolgen. Auf diese Weise wird das eigene Haus gleich doppelt vor Kriminellen geschützt.

 

Wichtige Maßnahme: Türen und Fenster vor Eindringlingen schützen

Alle Punkte, an denen ein Haus leicht mit der Außenwelt verbunden werden kann, sind theoretische Einstiegsstellen für Einbrecher. Das gilt daher sowohl für Fenster als auch für Türen. Und während kleinere Eindringlinge leicht mit Insektenschutzrollos ausgesperrt werden können, bedarf es beim Einbruchschutz umfangreicherer Maßnahmen. Hier haben Personen, die gerade ein Haus bauen, klare Vorteile, denn sie können von Beginn an zu sicheren Optionen greifen, ohne dabei eine kostspielige und umfangreiche Renovierung ihrer eigenen vier Wände in Kauf nehmen zu müssen.

Bild 2: Fenster und Türen sollten so gut wie möglich abgesichert werden. (Quelle: fbhk (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)

Fenster, die vor Einbrechern schützen, sollten stets abschließbar sein. Sie lassen sich dann schwerer aufhebeln, was einen Einbruchsversuch deutlich in die Länge zieht. Und verliert ein Krimineller schon bei der Öffnung eines Fensters viel Zeit, wird es möglicherweise von seinem ausgewählten Objekt ablassen. Doch Abschließbarkeit alleine reicht nicht aus. Auch die Installation zusätzlicher Sicherheitsriegel an Fensterrahmen ist nur zu empfehlen. Sie werden so angebracht, dass sie die Öffnung des Fensterflügels selbst dann verhindern, wenn Bewohner einmal vergessen haben, das Fenster abzuschließen. Eine Übersicht zu verschiedenen Möglichkeiten im Bereich der Sicherheitstechnik und auch Riegel für Fenster lässt sich online finden.

Fenster lassen sich außerdem auch mit soliden Rollläden zusätzlich absichern. Die Auswahl von Modellen mit stabilem Panzer ist hier die wichtigste Maßnahme. Widerstandsklassen sind hier eine sinnvolle Richtschnur, an der sich künftige Hausbesitzer orientieren können. Wie die Deutsche Handwerks Zeitung berichtet, sind Modelle ab der Widerstandsklasse RC 2 empfehlenswert. Außerdem sollte ein Rollladen niemals von außen hochgeschoben werden können.

Was Türen betrifft, muss ein solider Einbruchschutz nicht nur an der Haustür selbst, sondern auch an Kellertüren und Zugängen zu Balkonen oder der Terrasse gewährleistet sein. Modelle mit eingebauten Sicherheitsmechanismen sind eine gute Wahl, denn sie machen Einbrechern das Leben auch ohne Zusatzmaßnahmen schwer. Auch hier empfiehlt es sich jedoch, weitere Sicherungen wie Riegel und Türbänder zu installieren. Wer sich unsicher ist, welche Maßnahmen am sinnvollsten sind, kann sich schon vor dem Hausbau bei der zuständigen Polizeidienststelle melden und um einen Beratungstermin bitten. Im Gespräch mit einem Experten für Einbruchschutz werden dann alle entscheidenden Aspekte thematisiert, was die Wahl passender Schutzvorrichtungen erleichtert.

 

Und wenn es doch passiert: Sichere Orte für Wertgegenstände schaffen

Ein gut geschütztes Haus bietet größtmögliche Sicherheit vor Einbrüchen. Während der Planungsphase nach Optionen zu suchen, die Langfinger effektiv aussperren, ist daher nur richtig. Und doch kann es passieren, dass ein versehentlich offen gelassenes Fenster oder eine angelehnte Tür zur Sicherheitslücke werden. Einbrecher können dann ohne große Anstrengungen in das Haus eindringen und dort nach Wertgegenständen suchen. Auf zusätzliche Absicherung sollten Hausbesitzer daher keinesfalls verzichten.

Bild 3: Wertvoller Schmuck ist auch bei Kriminellen beliebt. (Quelle: nuzree (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)

Wertgegenstände oder Geld innerhalb des Hauses zu verstecken, ist dabei keine gute Idee. Einbrecher nämlich sind laut eines Berichtes in der Westdeutschen Zeitung äußerst erfahren im Aufstöbern klassischer Verstecke und benötigen nur wenig Zeit, um wertvolle Dinge zu finden. Wer Geld unter einer Matratze versteckt und Schmuck in Keksdosen verwahrt, spielt erfahrenen Langfingern damit sogar in die Hände. Eine deutlich sicherere Option ist die Integration eines modernen Tresors. Dies lässt sich während des Hausbaus besonders gut bewerkstelligen, denn hier kann ein Tresor auch in eine Wand eingelassen werden und fügt sich so stimmig in die Wohnumgebung ein. Ein fest eingebauter Tresor kann außerdem nicht einfach mitgenommen werden, was eigene Wertgegenstände und wichtige Dokumente zusätzlich sichert.

 

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