Energetische Modernisierung der Stegerwaldsiedlung reduziert die Betriebskosten für die Wärmeversorgung (Heizung und Warmwasser) auf EURO 0,55 pro Quadratmeter und Monat

 

Die Stegerwaldsiedlung in Köln-Mülheim (514 Wohnungen in 62 Häusern) wurde von der Deutschen Wohnungsgesellschaft mbH (www.die-dewog.de) in den 50er und 60er Jahren errichtet. Die erste Beheizung erfolgte über Kohle- und Ölöfen in den einzelnen Räumen. In den 80er Jahren installierte man Gasetagenheizungen, die 25 Jahre später erneuert werden mussten.

 

Bei der 2010 unumgänglichen Modernisierung wurde im Rahmen der bautechnischen Maßnahmen ein Vollwärmeschutz der Fassaden, Kellerdecken und Speicherböden umgesetzt und die Erneuerung der Dacheindeckung vorgenommen. Die Fenster als KST-Isolierglasfenster aus den 90er Jahren wurden beibehalten, da ihre Einbausituation dies ermöglichte und eine Erneuerung trotz möglicher Zuschüsse einen zu hohen Kapitalbedarf bedeutet hätte.

 

Bei der Energieversorgung wurden drei unterschiedliche Konzepte realisiert, die alle sehr günstige Betriebskosten für die Heizungs- und Trinkwarmwasserversorgung erzielen:

 

1. Hybrid-Gasabsorptions-Wärmepumpe für Außenaufstellung mit Gasbrennwertspitzenlastkessel, zentrale TWW-Bereitung über Frischwassertechnik mit Heizungswasserspeicher im Keller.

 

2. Hybrid-Gasabsorptions-Wärmepumpe für Außenaufstellung mit nebenstehendem Gasbrennwertspitzenlastkessel, zentrale TWW-Bereitung über TWW-Speicher im Keller.

 

3. Hybrid-Gasabsorptions-Wärmepumpe für Innenaufstellung in der Dachspitze, Speicher mit Gasbrennwertspitzenlastkessel, zentrale TWW-Bereitung über TWW-Speicher, die ebenfalls in der Dachspitze aufgestellt ist.

 

Bei allen drei Varianten sind die Heizkörper der ursprünglich vorhandenen Gasetagenheizungen erhalten geblieben. Die Einspeisung der Heizenergie erfolgte am ursprünglichen Thermenanschluss über Regulierventile zum hydraulischen Abgleich.

 

Bei den Siedlungshäusern Ulitzkastraße 12 bis16 und 36 bis 42 entschied sich das federführende Ingenieurbüro Rolf Lautenbach (www.lr-lautenbach.de) für die Variante 1, also eine Gasabsorptions-Luftwärmepumpe, eine Gasbrennwerttherme zur Spitzenlastdeckung und die sogenannte Frischwassertechnik von varmeco (www.varmeco.de) zur Warmwasserbereitung.

 

Die Frischwassertechnik versorgt 24 Wohneinheiten mit hygienisch einwandfreiem Warmwasser und liefert (für die Wärmepumpe) schmeichelhaft niedrige Rücklauftemperaturen. Es handelt sich dabei um das Gerät „VARIO fresh-nova 50“, das als zentraler Durchlauferhitzer die Wärme aus einem Pufferspeicher (der nur Heizungswasser speichert) bezieht und über einen Edelstahl-Plattenwärmetauscher das frische, kalte Leitungswasser „just in time“ auf die gewünschte Warmwassertemperatur erhitzt. Eine bedarfsabhängige Zirkulationspumpensteuerung hält die Leitungsverluste auf dem abgeglichenen Wasserversorgungsnetz so gering wie möglich.

 

Das Ergebnis der Modernisierungsmaßnahme: Es wurden Betriebskosten für die Wärmeversorgung (Heizung und Warmwasser) von 0,55 Euro pro Quadratmeter und Monat abgerechnet! Zum Vergleich: der aktuelle Betriebskostenspiegel des Deutschen Mieterbundes für ganz Deutschland weist hierzu mittlere Kosten von 0,99 Euro pro Quadratmeter und Monat aus. Dieses Ergebnis wird in den kommenden Jahren mit steigenden Preisen für fossile Energien noch an Wert gewinnen. Weitergehende Informationen unter www.varmeco.de
 

 

Fotos:

 

Hausanlage „Ulitzkastraße“ der Stegerwaldsiedlung vor und nach der energetischen

 

Modernisierung

 

 

 varmeco Frischwassertechnik „VARIO fresh-nova 50“

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