Fensterbänke im Innenraum

Fensterbänke sind von baulicher Seite aus meistens unumgänglich. Im Außenbereich schützen sie die Flächen vor den Fenstern vor Witterungseinflüssen aller Art. Hier ist es besonders wichtig, auf robuste Materialien zu setzen. Aber wie sieht es im Innenbereich aus? Dort lassen sich die Mauerabschlüsse geschickt in die Raumgestaltung integrieren.

 

Wofür ist die Fensterbank im Innenraum da?

Das Fensterbrett ist der Abschluss der Mauer unterhalb der Öffnung nach draußen. Das ist die sogenannte Brüstung. Sie ist im Hausinneren hauptsächlich für einen optisch stimmigen Übergang zuständig. Blumen oder Dekoartikel können darauf platziert werden.

 

Materialien für die Fensterbank

Besonders Natur- und Kunststein, Holz oder kunststoffbeschichtete Paneele eignen sich hervorragend als Materialien für Fensterbretter. Der persönliche Geschmack entscheidet hierbei in vielen Fällen. Auch das generelle Design des Hauses spielt eine Rolle bei der Auswahl. Fensterbänke tragen entscheidend zum Gesamtbild bei. Diese Materialien gibt es im Fachhandel zu kaufen:

  • Naturstein wie robuster Granit: Bei diesem Stein ist allerdings eine Versiegelung gegen Flecken notwendig. Der Kostenpunkt liegt bei circa 50 Euro je laufendem Meter.

  • Kunststein: Dieses Material ist Natursteinen nachempfunden. Kunststein besteht aus Gesteinssplittern oder feinem -mehl mit Bindemittel. Beispiele sind Agglo-Marmor oder Quarzwerkstoff. Ein Vorteil der künstlichen Steinbänke ist die Fähigkeit kaum Wärme zu leiten. So geht wenig Energie verloren, da keine Kältebrücke entstehen kann. Kosten pro laufende Meter etwa 16 Euro.

  • Holz-Fensterbretter: Sie sorgen vor allem für eine heimelige Atmosphäre. Auch bei dieser Art des Abschlusses ist eine Versiegelung mit Harz oder Ölen nötig, um sie beständiger zu machen. Die Kosten fallen mit etwa 100 Euro je laufendem Meter allerdings ins Gewicht. Meist sind hier Sonderanfertigungen nötig.

  • Holzpressplatten mit Kunststoffbeschichtung: Sie bestehen zum großen Teil aus komprimierten Holzsplittern oder -spänen und einem Überzug. Es gibt sie in vielen verschiedenen Farben und unterschiedlichen Oberflächendekoren, zum Beispiel die Werzalit Fensterbank. Kostentechnisch fällt diese Variante mit etwa 11 Euro je laufendem Meter am günstigsten aus.

  • Fliesen als Mauerabschluss: Besonders in Küche und im Badezimmer wird oft auf Kacheln zurückgegriffen. Auch hier gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten angefangen bei der Oberfläche bis hin zur Farbgebung.

 

Die Maße bestimmen

Die Tiefe des Abschlusses richtet sich nach der Dicke der Hauswand. Auch die Position des Fensters, also an welcher Stelle es auf der Mauer steht, ist entscheidend. Je weiter es nach Außen platziert ist, desto tiefer muss das Fensterbrett im Innenbereich sein. Für ein optisch ansprechendes Ergebnis werden zusätzlich 3 bis 5 Zentimeter seitlicher Überstand hinzugerechnet. Auch in der Tiefe können ein paar Zentimeter extra den Raum visuell erweitern.

 

Der richtige Einbau

Fensterbänke im Inneren des Hauses können selbst eingebaut werden. So können bei Renovierungen und beim Hausbau schnell viele Kosten eingespart werden. In der Regel wird Montageschaum zur Befestigung genutzt. Es gibt verschiedene Vorgehensweisen zur Befestigung:

  • 1. Variante: Zunächst muss die Oberfläche der Mauer geputzt und befeuchtet werden. Danach wird der Montageschaum etwa 1,5 Zentimeter dick gleichmäßig aufgetragen. Der Abschluss wird dann unter den Fensterrahmen geschoben. Die Fensterbank wird mit der Wasserwaage gerade ausgerichtet und beschwert. So kann sie vom quellenden Montageschaum (dieser wächst beim Antrocknen bis zum dreifachen seines Volumens) nicht verschoben werden. Nach zwei Stunden ist der Schaum ausgehärtet. Überstände werden mit dem Cutter-Messer entfernt. Die Fugen rundherum müssen dann noch abgedichtet werden.

  • 2. Variante: Hierbei wird die Fensterbank mit Hilfe von kleinen Unterlageklötzen ausgerichtet. Ist sie gerade, werden die Zwischenräume mit Montageschaum ausgefüllt. Wichtig sind eine gute Verspreizung und das richtige Beschweren des Fensterbretts. Ist zu wenig Druck auf dem Material, wird es nicht gerade bleiben. Ist der Kleber getrocknet werden Überreste entfernt und die Fixierung gelöst. Auch hier müssen alle Fugen noch ausgefüllt werden.

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