Fünf Tipps für freie Rohre im Haus

Verstopfte Rohre gehören zu den mit Abstand unangenehmsten Dingen, die einem beim eigenen Haus passieren können. Nicht nur die Geruchsbelästigung ist übel, sondern auch die Folgen nicht reparierter Rohre können immens sein. Wenn dann womöglich auch noch eine halbe Wand eingerissen werden muss, um ein Leck im Rohr zu dichten, wird aus einer kleinen Nachlässigkeit beim Bau ein teures Unterfangen, das nicht nur Geld, sondern auch Zeit und Nerven kostet. Mit unseren fünf Tipps können Sie diesem Ärger so gut wie möglich vorbeugen.

1. Unbedingt Experten ranlassen

 

 

(Foto: ROHREXPERTEN)

Der erste ist gleich der mit Abstand wichtigste Tipp: Lassen Sie ausschließlich Experten an Ihre Rohre! Nicht wenige Bauherren und Hausbesitzer überschätzen die eigenen Fähigkeiten im Sanitärbereich und wollen wo es nur geht Geld sparen, indem sie in Eigenleistung Rohre verlegen und anschließen. Leider bereuen nicht wenige Leute das früher oder später bitter. Falsch verlegte oder ungenau zusammengefügte Rohre und Leitungen mögen anfangs funktionieren, nutzen aber schnell ab, brechen oder schlagen Lecks. Das austretende Wasser oder Abwasser sickert in das Fundament oder die Wände und schon drohen horrende Sanierungskosten. Professionelle Fachbetriebe verfügen über das nötige Wissen und das Werkzeug, um Rohre fachmännisch zu verlegen, zu inspizieren sowie zu warten und zu reparieren.

2. Rohre schon bei der Planung berücksichtigen

Wo die notwendigen Rohre verlaufen sollen, muss natürlich schon vor dem Hausbau feststehen. Allerdings sollten dabei nicht nur rein praktische Erwägungen eine Rolle spielen, sondern man darf ab und an auch „um die Ecke denken“. Ein gerades Rohr von A nach B erscheint zunächst praktisch und günstig im Einbau und die Materialkosten betreffend. Doch was ist, wenn später ein Anbau hinzukommt und ein Gästebad angeschlossen werden muss? Oder wenn ein Teilstück repariert werden muss, man aber aufgrund der Rohrlage kaum ohne viel Aufwand herankommt? Am besten sprechen Sie den Rohrverlauf nicht nur mit der Baufirma und dem Architekten, sondern auch mit einem Sanitärfachmann ab. Dieser eröffnet meist einen ganz anderen Blickwinkel auf das Rohrsystem im Haus.

3. Das richtige Material verwenden

Moderne Rohre sind heutzutage nicht mehr aus schwerem Metall, sondern fast immer aus Kunststoff. Doch auch hier gibt es Unterschiede. Für den Innenbereich werden in der Regel schmalere Rohre aus Polypropylen verwendet, die sich besonders durch ihre Flexibilität und Hitzebeständigkeit auszeichnen. Außerdem ermöglichen sie durch zahlreiche Verbindungsstücke einen leichten Zugang von Waschbecken, Badewannen und anderen Anschlüssen aus. Die Verbindung zur Zisterne oder zum städtischen Wassernetz wird hingegen mit dickeren Rohren aus PVC hergestellt. Diese verlaufen unter dem Keller und durchs Erdreich und ermöglichen mehr Volumen bei konstantem Druck auf das Haussystem.

4. Vorsorgen ist besser als reparieren

Es gibt einige Dinge, die man im Alltag beachten sollte, wenn man eine Rohrverstopfung vermeiden will. Das klingt selbstverständlich, ist es aber nach den Erfahrungen der Sanitärfachleute oft leider immer noch nicht. Viele Menschen missbrauchen zum Beispiel ihre Toilette nach wie vor als Müllschlucker, obwohl bekannt ist, dass viele Küchenabfälle die Rohre verstopfen – etwa bei hohem Fettgehalt. Auch stehendes Wasser im System führt zu Fehlfunktionen. Vor allem bei längeren Urlauben kann das im Anschluss teuer werden. Besser ist es da, die Rohre regelmäßig zu reinigen oder professionell warten zu lassen.

5. Tipps, falls es doch mal nicht abfließt

Sollte doch einmal der Fall eintreten, dass ein Abfluss verstopft ist, so ist dies allein noch kein Grund zur Panik. Zwar helfen viele der gutgemeinten Hausmittel nicht wirklich oder zögern den Defekt nur ein wenig hinaus, doch einige industriell hergestellte Reiniger sind stark genug, um Verstopfungen aufzulösen. Ansonsten ist die gute alte Handarbeit angesagt. Mit Pümpel, Rohrreinigungsspirale und Drahtbürste können Sie zumindest die Verstopfungen entfernen, die nicht zu tief im System sitzen. Notfalls müssen Sie einzelne Teile wie etwa den Siphon abmontieren. Andernfalls ist anzuraten, möglichst schnell einen Rohrexperten zu Rate zu ziehen, ehe man das Problem mit alten Hausmittelchen noch verschlimmert.

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