Gaspreise bleiben konstant: Lohnt sich eine Gasheizung?

Seit die Ölpreisbindung aufgehoben wurde, sind die Gaspreise in Deutschland relativ konstant geblieben. Doch lohnt sich eine Gasheizung im Zeitalter der Plusenergiehäuser überhaupt noch? Die eindeutige Antwort ist: Ja.

Die Entwicklung des Gaspreises in Deutschland

In den 60er Jahren wurde der Gaspreis erstmals an den Erdölpreis gekoppelt. Damit sollten die bis dahin üblichen starken Schwankungen des Erdgaspreises reduziert werden. Zu Beginn des neuen Jahrtausends explodierten die Erdölpreise jedoch regelrecht durch eine Mischung aus steigender Nachfrage, reduzierter Förderung, der Angst vor "Peak Oil" und den nicht enden wollenden politischen Krisen in den Hauptförderländern im Nahen Osten. Obwohl Erdgas eigentlich nichts damit zu tun hatte, stiegt der Erdgaspreis aufgrund der Kopplung an den Ölpreis ebenfalls stark an, so dass die Ölpreisbindung 2010 für unzulässig erklärt wurde. Seither hat sich der Markt beruhigt und der Gaspreis ist in den letzten Jahren sogar gesunken. Für Endverbraucher bedeutet dies, dass auch die Gasheizung-Kosten zumindest geringfügig gesunken sind. Da es keine Lieferengpässe gibt und das Gas vor allem aus politisch stabilen Ländern wie Großbritannien, Norwegen und Russland bezogen wird, dürfte es auch zu keinen großen Preisexplosionen wie beim Öl kommen.

Welche Vorteile hat eine Gasheizung?

Eine moderne Gasheizung ist ausgesprochen effizient, da sie auf einer Brennwerttherme beruht. Dies bedeutet. dass der Energiegehalt des Gases optimal ausgenutzt wird. Im Vergleich zur Ölheizung ist die Gasheizung emissionsärmer und umweltfreundlicher. Da Gas direkt über im Boden verlegte Leitungen geliefert wird, entfallen außerdem die gefährlichen Transporte per Öltanker und Öltankwagen, die schon oft genug für Naturkatastrophen gesorgt haben. Gasthermen nehmen im Haus obendrein weniger Platz weg als der Öltank.

Natürlich ist Gas als fossiler Brennstoff nicht ganz so umweltfreundlich wie erneuerbaren Energien. Allerdings lässt sich eine Gastherme sehr gut mit erneuerbaren Energiequellen wie der Solarenergie kombinieren. So kann die Sonne Strom und Wärme liefern, wenn sie in ausreichender Menge scheint. Im Winter und in längeren Schlechtwetterphasen übernimmt dann die Gasheizung.

Was ist bei der Gasheizung zu beachten?

Derzeit werden Gasheizungen (und Ölheizungen) noch von der Bundesregierung gefördert. Allerdings soll die Förderung fossiler Brennstoffe bis 2020 auslaufen. Dies bedeutet, dass reine Gasheizungen dann nicht mehr gefördert werden. Für sogenannte Hybridlösungen, das heißt einer Kombination aus Gasheizung und Solaranlage oder einer anderen nachhaltigen Energiequelle, sollen jedoch weiter Gelder fließen. Außerdem sollte langfristig natürlich stets daran gedacht werden, dass es sich bei Gas um einen fossilen, also einen endlichen, Brandstoff handelt. Gehen die Vorräte irgendwann zur Neige, wird der Preis vermutlich stark steigen.

Bild: ©istock.com/deepblue4you

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