Heizsysteme im Vergleich: Pellets, Öl oder Gas?

Die Heizkosten belasten Jahr für Jahr den Geldbeutel. Das Statistische Bundesamt geht davon aus, dass mehr als 80 % des gesamten Verbrauches eines Privathaushaltes auf das Warmwasser und die Raumwärme entfällt. Zum Glück gibt es inzwischen eine Reihe von Sparmöglichkeiten. Der Aufwand, der teilweise mit dem Umstieg auf eine alternative Heizmethode bzw. einen anderen Brennstoff verbunden ist, rechnet sich im Laufe der Jahre. Das legt auch der Vergleich der Heizsysteme Pellets, Öl und Gas nahe, bei dem die jeweiligen Vor- und Nachteile beleuchtet werden. 

 

 
 

 

Worauf kommt es bei den Heizsystemen an? 

 

 
 

 

Betrachtet man Heizsysteme im Vergleich, geht es nicht einfach nur um die Kosten. Vielmehr spielt zunehmend auch der Umweltschutz eine Rolle. Je mehr CO2 ein Brennstoff freisetzt, desto bedenklicher ist das – damit verbunden ist der Brennwert. Daneben ist es von Bedeutung, ob der Rohstoff in großen Mengen – und möglichst im Inland – vorhanden ist. Eben jene Faktoren und die Nachfrage nach dem Brennstoff wirken sich wiederum auf die Preise aus. Zu guter Letzt geht es auch darum, wie unkompliziert das Heizsystem im täglichen Gebrauch ist. 

 

 
 

 

Brennstoff 1: Mit Öl heizen 

 

 
 

 

Braunkohle ist am umweltschädlichsten, denn laut einer Erhebung der GEMIS Österreich (siehe Infografik; Quelle: Statistik-Portal de.statista.com) setzt der fossile Brennstoff bis zu 7.000 kg CO2-Äquivalent pro Kilowattstunde an erzeugter Wärme frei. Bei Heizöl sieht der Brennwert schon besser aus, liegt aber mit knapp 2.800 kg / kWh immer noch vor dem von Gas und den Pellets.  

 

 
 

 

Dabei ist die Ölheizung in der Bundesrepublik nach wie vor der Klassiker, der am häufigsten vorkommt. 2012 sollen laut Bundesverband des Schornsteinfegers etwa 5,8 Millionen Ölheizungen in Betrieb gewesen sein. Über eine Million davon waren schon seit mehr als zwei Jahrzehnten in Betrieb und damit kristallisiert sich ein Vorteil von Heizsystemen mit Öl heraus: Sie sind ausgesprochen langlebig. Der Nachteil daran: Schätzungen zufolge ist jeder fünfte Brennkessel so veraltet, dass er Energie vergeudet. Aufgrund der 2014 in Kraft getretenen Energiesparverordnung steht nun eine Erneuerung oder ein Ersatz an. Moderne Heizsysteme haben sich als effizient erwiesen. Wer sich auf eine Heizanlage mit Brennwerttechnik verlässt, der mindert die Umweltbelastung. Hierbei wird die in den Abgasen enthaltene Wärmeenergie erneut in den Heizkreislauf geleitet, bevor sie über den Schornstein nach draußen abzieht. Setzt man hierauf und stellt den Brennkessel entsprechend ein, kann man mit einer neuen Ölheizung gegenüber den alten Modellen zwischen 10 und 40 Prozent Energie und Heizkosten sparen. 

 

 
 

 

Brennstoff 2: Gas-Heizung 

 

 
 

 

Gas schafft es auf einen Brennwert von circa 2.400 kg CO2-Äquivalent pro kWh an Wärme und damit ein klein wenig umweltfreundlicher als Öl (siehe Infografik). Für Gasheizungen spricht, dass die Anschaffung der Brennkessel nicht besonders teuer ist und dass die Heizungen sehr platzsparend sind. Der Brennstoff wird über Gasleitungen nämlich direkt ins Gebäude geleitet, sodass man keinen Keller benötigt. Wie der Brennstoff-Vergleich auf Test.de vor Augen führt, liegt zudem der Gaspreis unter dem Ölpreis, unterliegt jedoch ebenfalls deutlichen Schwankungen. Es lässt sich beobachten, dass die Gasheizung bei den Deutschen der Favorit ist. Sie kommt bei etwa 50 % der Neubauten zum Einsatz. Ein weiterer Vorteil ist, dass man freie Wahl beim Gasversorger hat und sich so für den günstigsten Anbieter entscheiden kann. 

 

 
 

 

Brennstoff 3: Pellets – Heizen mit Holz 

 

 
 

 

Bei den Pellets handelt es sich um sogenannte Biomasse, also um pflanzliche Erzeugnisse zur Gewinnung von Bioenergie. Holzpellets bieten sich aufgrund von günstigen Brennstoffpreisen und so gut wie keinen Preisschwankungen als Alternative zu Gas und Öl an. Einen Überblick über die Vorteile des Brennstoffes und seine Bestellung samt Preisvergleich für alle Bundesländer gibt es auf www.pelletsbestellung.de/pelletslieferanten. Pelletheizungen sind zwar eine kostspielige Investition und müssen aufwändig gewartet werden, doch langfristig ist das Heizen damit billiger. Pro Jahr lassen sich laut Stiftung Warentest zwischen 400 bis 500 Euro sparen (hängt von den Preisen und der Nutzung ab). Hinzu kommt, dass Pelletheizungen vom Staat finanziell unterstützt werden. Am besten eignen sich Pellets als Brennstoff für Gebäude mit hohem Wärmebedarf, denn bei intensiver Nutzung rechnet sich der Kauf. Wie bei Öl wird jedoch reichlich Platz für den Brennkessel und den Vorrat an Holzpellets gebraucht. Ein Argument für Pelletheizungen ist, dass sie beinahe CO2-neutral sind. Je Kilowattstunde Wärme entstehen nur bis zu 430 kg CO2-Äquivalent. Die Menge an freigesetztem CO2 wird dadurch ausgeglichen, dass die Bäume Kohlendioxid aus der Atmosphäre entnehmen. Klimafreundliche Pellets sind zudem in riesigen Mengen vorhanden, da Deutschland über ein ausreichend hohes Vorkommen an Bäumen als Holzlieferanten verfügt. 

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