Hitzeschutz wird immer wichtiger

Was unserer subjektiven Wahrnehmung entspricht, wurde nun auch von renommierten Wissenschaftlern nachgewiesen: Die Sommer in Mitteleuropa werden im Schnitt deutlich heißer. Bis ins Jahr 2020 wird sich die Anzahl der Tage mit über 30 Grad Celsius verdoppeln. Dies wird in Zukunft nicht nur unsere öffentliche Infrastruktur vor Herausforderungen stellen, auch der menschliche Organismus kommt bei derart gehäufter Hitze schnell an seine Grenzen. Typische Symptome sind dann im besten Fall eine verminderte Leistungsfähigkeit und im schlimmsten Fall ernsthafte Kreislaufbeschwerden. 
 
Es empfiehlt sich also bereits beim Hausbau auf die Implementierung von Hitzeschutzmechanismen zu achten um teure Nachrüstungen zu verhindern. Man unterscheidet zwischen passiven und aktiven Hitzeschutzmechanismen. 
 
Passiver Hitzeschutz 
Die beste Methode, zu hohe Innentemperaturen zu vermeiden, ist es, die Hitze erst gar nicht eindringen zu lassen. Die Ausrichtung des Hauses sollte deshalb idealerweise so gewählt werden, dass große Glasflächen südseitig ausgerichtet sind. Auf der Ost- und Westseite ergeben sich im Tagesverlauf wesentlich höhere Einstrahlungswerte, weshalb sie sich für große Glasflächen unter dem Gesichtspunkt des Wärmeschutzes nur schlecht eignen. 
 
Im Bereich des Mauerwerkes und Daches wird der Wärmeschutz durch entsprechende
von Profis ausgeführte Dämmung bewerkstelligt. Bei großen Fensterflächen sind Jalousie- oder Rollolösungen das Mittel der Wahl zur Hitzevermeidung. Idealerweise werden diese an der Außenseite der Fenster angebracht, um eine Absorption der Wärmestrahlung an den Glasflächen zu verhindern. Moderne Steuersysteme ermöglichen es, die Beschattung nicht nur elektrisch zu bedienen, sie wird durch die Integration ins Netzwerk auch smart. Automatisierte Steuerung durch etwa Helligkeitssensoren ist so ebenso möglich, wie die Fernsteuerung mittels Smartphone. 
 
Aktiver Hitzeschutz 
Aufgrund der kommenden Klimaänderung werden auch in unseren Breiten aktive Hitzeschutzmechanismen in Form von Klimaanlagen an Bedeutung gewinnen. Ordnungsgemäß installierte Klimaanlagen sorgen nicht nur für konstant angenehme Temperaturen, sie ermöglichen auch einen effizienten Luftaustausch und halten die Luftfeuchtigkeit im Wohlfühlbereich. Die positiven Effekte gut klimatisierter Häuser sind weiteres steigende Leistungsfähigkeit und eine Verbesserung der Schlaftiefe und Schlafqualität. 
 
Beim Einbau von Klimaanlagen ist allerdings unbedingt auf die korrekte Durchführung der Arbeiten zu achten. Schlecht eingebaute Anlagen können im schlimmsten Fall zu Schimmelpilzbefall führen. Auf jeden Fall tragen sie zur Verbreitung von gesundheitsschädlichen Bakterien und Mikroorganismen bei und stellen so einen belastenden Faktor für das Immunsystem dar. 
 
Sowohl passiver als auch aktiver Hitzeschutz haben ihre spezifischen Vor- und Nachteile. Wichtig ist eine gute Planung bereits vor dem Hausbau. Nur so ist man für ein sich änderndes Klima gerüstet und vermeidet weit kostspieligere Nachrüstungen. 
 
Bild: Bernd Kasper  / pixelio.de 
 

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