Küchen – Praxistipps zur durchdachten Planung

Wenn es um die Kalkulierung der Kosten für die Innenausstattung einer Immobilie geht, spielt die Küche eine wesentliche Rolle. Je nach Marke, Größe und Material kann der Küchenpreis schnell in den fünfstelligen Bereich gehen. Doch nicht immer ist eine derartige Investition notwendig beziehungsweise realisierbar. Auch mit einem kleinen Budget lassen sich praktische und langlebige Küchen realisieren. Hier erfahren Sie, was bei der Planung des Mobiliars sowie der Anordnung der Gerätschaften wichtig ist. Darunter einige Hinweise zum Sparpotenzial. 

 

Küchen richtig planen 

 

Wer neu baut, hat die Möglichkeit eine Küche individuell nach dem eigenen Geschmack zu planen. Ein besonders wichtiges Merkmal ist der Platzbedarf. Er wird vielerorts trotz ausreichend Wohnfläche unterschätzt, sodass die Küche später zu wenig Bewegungsfreiraum oder Stauraum bietet. Um das zu vermeiden, ist eine frühzeitige und sorgfältige Planung unumgänglich. Zahlreiche Fragen müssen beantwortet werden. Um Ihnen die Vorbereitungen zu erleichtern, wurden in der folgenden Tabelle einige zentrale Fragen gestellt und mit Anregungen ergänzt. 

 

 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Soll eine Theke oder Kochinsel integriert werden? 

 

Derartige Elemente müssen, abhängig von der zur Verfügung stehenden Fläche clever geplant werden. 

 

Sollen Hängeschränke mit Jalousien, Schranktüren oder Falttüren ausgerüstet sein? 

 

Je nach Mechanismus gestaltet sich der Umgang in der Küche anders. Vorteilhaft an Jalousien und Falttüren ist der geringe Platzbedarf. Herkömmliche Schranktüren ragen weit in den Raum hinein. 

 

Welche Elektrogeräte werden benötigt? 

 

Zunächst sollten alle Geräte gelistet werden. Anschließend gilt zu klären, ob Marken-Modelle oder günstigere Alternativen gekauft werden.  

 

Aus welchem Material sollen Küchenmöbel bestehen? 

 

Die Materialfrage richtet sich nach dem individuellen Bedarf und Nutzerverhalten. Wer kleine Kinder hat, sollte zu robusten Oberflächen greifen, auf denen Handabdrücke nicht erkennbar sind. Bei Hochglanzfronten kann das der Fall sein. Hier wären matte Alternativen mit Struktur denkbar. Sämtliche Schränke sollten sich durch feuchtes Abwischen leicht reinigen lassen. 

 

Wird ein Essplatz gewünscht? 

 

Überlegen Sie, ob in der Küche ein Essplatz integriert werden muss oder ob ein Essbereich in einem angrenzenden Wohnraum besser wäre. Kann in der Küche auf den Tisch verzichtet werden, bleibt mehr Platz für Arbeitsfläche und Stauraum. 

 

Wie werden Fenster integriert? 

 

Der Lichteinfall muss optimal genutzt werden. Tageslicht gewährleistet ein angenehmes Arbeiten und lässt Küchen auf natürliche Art ausleuchten. Es muss entschieden werden, welche Bereiche, wie zum Beispiel die Spüle, unter den Fenstern platziert werden. 

 

Wo und wie lässt sich Stauraum schaffen? 

 

Stauraum ist in Küchen unverzichtbar. Töpfe, Teller und vieles mehr ist sinnvoll zu verstauen. Es gibt verschiedenste Schubladen- und Schranksysteme für jeden Geschmack. 

 

Wie werden Arbeitsflächen gestaltet? 

 

Nicht nur die Anordnung von Spüle, Herd und Backofen beeinflusst das spätere Kocherlebnis markant. Damit Kochen und Backen Freude bereitet und die Küche den Alltag vereinfacht, muss die Arbeitsfläche in Höhe, Tiefe und Länge ideal auf das Kochverhalten abgestimmt sein. 

 

  

 

Diese Tabelle ist längst nicht vollständig, aber die ausgewählten Fragen können als Anregung und Inspiration für eine umfangreiche und möglichst detaillierte Planung herhalten. Bezüglich des Platzbedarfs ist es ratsam stets etwas mehr Stauraum einzuplanen, als auf den ersten Blick benötigt wird. Dieses Küchenelement wird fast immer unterschätzt-  

 

Stauraum schaffen 

 

Stauraum sollte generell nicht nur ausreichend zur Verfügung stehen, sondern auch intelligente Lösungen zum Aufbewahren von Küchenutensilien beinhalten. Während beispielsweise herkömmliche Küchenschränke den Nachteil mit sich bringen, dass einzelne Dinge nur mühsam hervorgeholt werden können, weil das voreinander Abstellen den Zugriff erschwert, garantieren Küchenauszüge ein komfortables Hantieren. Auszüge ermöglichen einen sofortigen Überblick und dank des Zugriffs von oben fällt das Aus- und Einräumen besonders leicht. Nicht weniger prädestiniert für komfortablen Stauraum sind Apothekerschränke. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass auf engstem Raum eine Vielzahl an Dingen untergebracht werden kann. Die Schrankelemente sind von flexiblen Auszügen geprägt, die sich vollständig nach vorne ausziehen lassen und von beiden Seiten den Zugriff erlauben. 

 

Einzelne Elemente zur Küche vereinen 

 

Aufgrund der Individualität, die sowohl vom Grundriss eines Raums als auch von den Ansprüchen der Bewohner ausgehen kann, greifen nur wenige zu Standardküchen aus dem Prospekt. Oft ist das nicht möglich, weil es die Raumverhältnisse nicht zulassen. Da maßangefertigte Einbauküchen vom regionalen Fachhändler für viele Haushalte wegen des hohen Preises nicht in Frage kommen, hat sich der Küchenkauf ins Internet verlagert. Online gibt es mittlerweile eine große Auswahl an Shops mit preiswerten Angeboten. Die im Vergleich zum stationären Handel attraktiven Preise sind deshalb realistisch, weil die Unternehmen wesentlich geringere Personal- und Raumkosten haben und somit weniger Ausgaben über die Verbraucherpreise kalkulieren müssen. Soll die Küche durch das Arrangieren von Einzelteilen auf den persönlichen Anspruch abgestimmt werden, könnte der Möbel-Onlineshop smartmoebel.de die Lösung sein. Dort finden Sie von günstigen Apothekerschränken über Hängeschränke und Arbeitsplatten bis hin zu Armaturen und Elektrogeräten diverse Küchenbestandteile, um sich das Interieur zusammenzustellen. Derartige Händler gibt es bereits in großer Zahl, sodass es sich durchaus lohnt einen Blick ins Internet zu werfen. Möglicherweise finden Sie dort die ideale Küche zum weitaus niedrigeren Preis als beim lokalen Fachmarkt. Sie müssen hierfür zwar mehr Aufwand in Kauf nehmen und selbstständig planen, doch angesichts des Sparpotenzials sollte diese Alternative zumindest in Erwägung gezogen werden. 

 

Tipps zur Arbeitsfläche 

 

Verursacht die Küchenarbeit regelmäßig Rückenschmerzen wurde die Arbeitshöhe falsch geplant. Sie muss optimal auf die Körpergröße der Bewohner angepasst werden. Sollten mehrere Personen mit unterschiedlicher Größe täglich in der Küche arbeiten, sollten entsprechend der Aufgaben unterschiedlich hohe Zonen eingebaut werden. Zwischen Arbeitsplatte und waagerechtem Unterarm sollten rund zehn Zentimeter Freiraum bestehen. Dieses Maß garantiert eine gesunde Körperhaltung. Um das Verletzungsrisiko zu mindern und das Hantieren bequemer zu machen, werden tiefergelegte Herde angeboten. Mit einer Vertiefung zwischen den danebenliegenden Arbeitsflächen fällt es wesentlich leichter das Kochgut zu beobachten und in Kochgefäßen zu rühren. 

 

Küchengeräte - Platzierung und Energiebedarf 

 

Neben der Anordnung der Arbeitsflächen müssen sämtliche Elektrogeräte zugeordnet werden. Damit die Geräte Kochen und Backen sinnvoll fördern, müssen ergonomische Gesichtspunkte in die Planung einfließen. Backöfen werden heutzutage in Arbeitshöhe eingebaut, um den Rücken zu schonen und das Risiko für Verbrennungen zu minieren. Auch Familien mit Kleinkinder sind damit gut beraten, da der Zugriff der Kleinsten verhindert wird. Gleichzeitig kann der Stromverbrauch durch eine clevere Platzierung reduziert werden. Ein Kühlschrank sollte beispielsweise von sämtlichen Wärmequellen wie Backöfen, Spülmaschinen oder ähnlichem ferngehalten werden. Durch die Erhitzung der Umgebung müssen die Kühlgeräte vermehrt kühlen, um im Inneren die gewünschte Temperatur zu halten. Das kostet unnötig Energie, die sich auf der Stromrechnung bemerkbar macht.    Empfehlenswert in Beug auf Küchengeräte ist der bedarfsgerechte Kauf. Keinesfalls sollten Kühlschrank, Backofen und Co. überdimensioniert gekauft werden. 

 

Um neben den Anschaffungskosten laufende Ausgaben des Haushalts in Grenzen zu halten, lohnt sich die Investition in besonders effiziente Küchengeräte. Insbesondere bei Kühlschränken, Backöfen, Spülmaschinen und Herden ist ein niedriger Energiebedarf entscheidend. Diese Geräte sind ständig im Einsatz. Der Energiebedarf ist daher hoch, sodass sich sparsame Systeme beim Verbrauch bemerkbar machen. Achten Sie beim Kauf auf das Energielabel und die darauf angegebene Effizienzklasse. Sämtliche Geräte werden anhand ihrer Energieeffizienz Klassen zwischen A bis G zugeteilt. In gewissen Kategorien wurden die Klassen bereits auf D beschränkt. Bei einigen Küchengeräten ist die Effizienzklasse A+++ derzeit die beste. Dass die jährliche Ersparnis beim Einsatz effizienter Neugeräte immens sein kann, zeigt der Ratgeber zum Energieverbrauch von Spülmaschinen, der von der Verbraucherzentrale Rheinland-Platz gemeinsam mit dem Öko-institut e.V. erarbeitet wurde. Eine Übersicht zu den verschiedenen Energielabels  wurde unter stromeffizienz.de veröffentlicht. Dort finden Sie für verschiedenste Haushaltsgeräte weiterführende Informationen und Hinweise zum Kauf.  

 

Planerstellung 

 

Steht fest welche Elemente die Küche vorweisen muss und welche Küchengeräte benötigt werden, ist ein detaillierter Plan zu erstellen. Selbst wenn Sie keine Einbauküche kaufen, die vom Fachmann eingebaut wird, ist dies entscheidend. Haben Sie keine Küchenberater zur Hilfe, ist ein Plan womöglich noch elementarer, um eine erfolgreiche Realisierung überhaupt zu gewährleisten. Besonders leicht fällt das Vorhaben mit einem virtuellen Küchenplaner. Online stehen dafür zahlreiche Portale bereit. Diese Punkte müssen unter anderem im Küchenplan vertreten sein: 

 

     
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    exakter Grundriss des Raums 

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    Wasseranschlüsse 

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    Elektroanschlüsse 

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    Fenster 

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    Türen 

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Angebote einholen 

 

Haben Sie eine gute Vorstellung von Ihrer neuen Küche, können Sie sich ergänzend zur eigenen Recherche von verschiedenen Anbietern anhand des erstellten Plans Angebote einholen. Für eine bessere Vergleichbarkeit, sollten Sie bei jeder Anfrage die identischen Angaben machen. Beziehen Sie beim Gegenüberstellen der Händler neben dem Preis auch Faktoren wie Service, Lieferung und Garantieleistungen ein. Übernimmt der Hersteller den Einbau kostenlos? Werden Ausbesserungsarbeiten angeboten? Ist der Anschluss von Elektrogeräten im Preis inbegriffen? Diese Fragen und einige mehr müssen beantwortet werden, bevor der günstigste und gleichzeitig beste Anbieter gefunden ist. 

 

Fazit 

 

Die Planung einer modernen Küche erfordert Zeit und viele Überlegungen. Von der Stauraumgestaltung über die Materialwahl bis zum Kauf effizienter Elektrogeräte reicht das Aufgabenspektrum. Entscheidend ist, dass sämtliche planerischen Erledigungen am persönlichen Bedarf ausgerichtet werden. Nur dann ist gewährleistet, dass die fertige Küche den individuellen Familienalltag optimal unterstützt.  

 

Weitere Anregungen und Tipps zur Küchenplanung gibt Kirk Mangels, Küchenexperte beim Arbeitsgemeinschaft Moderne Küche e.V. in der Sendung ARD Buffet: 
 
 
Bildquelle Grafik Energielabel: die-stromsparinitiative.de 
 

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