Laufende Nebenkosten realistisch einschätzen

Geht es um die Finanzierung und Finanzplanung für das Eigenheim spielen die Nebenkosten eine erhebliche Rolle. Die Höhe der Ausgaben beim Bauen oder Kaufen von Immobilien für Grunderwerbssteuer, Notargebühren, Maklercourtage und vieles mehr dürfen keinesfalls unterschätzt werden. 10% des Kaufpreises sind hierfür einzuplanen. Neben derartigen Nebenkosten werden die laufenden Nebenkosten von vielen potenziellen Käufern und Bauherren vernachlässigt. Doch die finanzielle Belastung, die Immobilien nach Einzug monatlich verursachen, haben bereits viele Familien in den Ruin getrieben. Damit Sie davon verschont bleiben, müssen sie alle laufenden Kosten kennen und korrekt berechnen, um zu gewährleisten, dass Sie diese Zusatzkosten neben der monatlichen Darlehensrate decken können. Nachfolgend erfahren Sie welche laufenden Nebenkosten auf Sie zukommen und wie Sie sie realistisch einschätzen. 

 

Laufende Nebenkosten 

 

Die laufenden Nebenkosten bei Immobilien können eine erhebliche monatliche Belastung darstellen. Daher müssen sämtliche Posten im Voraus aufgeführt und in die Finanzplanung einkalkuliert werden. Ansonsten besteht die Gefahr, dass Sie von den Ausgaben überrascht werden und die gesamte Finanzierung ins Wanken gerät. Die laufenden Hausnebenkosten setzen sich hauptsächlich aus Kosten für 

 

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  • Wasser und Abwasser
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  • Strom
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  • Müllentsorgung
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  • Heizung
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  • und Versicherungen zusammen.
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Eine gängige Faustregel dient zur Orientierung und erleichtert die Kalkulierung der monatlichen Belastung: Pro Quadratmeter Wohnfläche sollten Sie für laufende Nebenkosten rund 2 bis 2,5 Euro berechnen. Bei einer Wohnfläche von 150 Quadratmetern entspricht dies 300 bis 375 Euro im Monat. Damit Sie durch unregelmäßige, aber durchaus mögliche Zusatzkosten nicht in Bedrängnis gebracht werden, ist es zudem empfehlenswert monatlich 50 Cent pro Quadratmeter in Rücklagen zu investieren. Reparaturen am Gebäude und ähnliches lassen sich mit dem finanziellen Polster begleichen. Beim Kauf einer Eigentumswohnung ist es ratsam drei Euro pro Quadratmeter Wohnfläche einzuplanen, um laufende Nebenkosten zu decken. Denn anders als beim Eigenheim muss das sogenannte Hausgeld hinzugerechnet werden. Das Hausgeld wird unter anderem zur Finanzierung der Gartenpflege, Straßenreinigung und Hausverwaltung von der Eigentümergemeinschaft eingesetzt. Gleichzeitig dient es für die Bildung von Rücklagen für Instandhaltungsarbeiten oder Renovierungen. 

 

 

 

Höhe der laufenden Nebenkosten reduzieren 

 

Die Höhe der laufenden Nebenkosten hängt individuell von Ihrer Wohnsituation ab. Zustand, Alter, Größe und Ausstattung der Immobilie beeinflussen die Nebenkosten unmittelbar. Auch die Personenanzahl spielt eine Rolle. Um die finanzielle Belastung zu minimieren, sollten Sie von Anfang an Sparmaßnahmen in Angriff nehmen. Alltäglich lassen sich Kosten einsparen, die anderweitig sinnvoller eingesetzt werden können. Bei Strom und Heizung ist das Sparpotenzial besonders groß. Durch die Wahl und den regelmäßigen Wechsel des Stromanbieters lassen sich jährlich einige hundert Euro ohne großen Aufwand sparen. Beim Verbraucherportal Strompreis.org können Sie die aktuellen Tarife der Stromanbieter direkt miteinander vergleichen, die Strompreisentwicklung beobachten und den Wechsel komfortabel vornehmen. Neben einem günstigen Stromlieferungsvertrag ist es der Umgebung mit Strom, der zur finanziellen Erleichterung beiträgt. Sparsame Leuchtmittel, Master-Slave-Steckdosenleisten und effiziente Elektrogeräte sollten selbstverständlich sein, um Stromverschwendung zu vermeiden. Ein verantwortungsvoller Umgang mit den Ressourcen Wasser und Heizenergie ist nicht weniger wichtig. Im folgenden Video wird verdeutlicht mit welch einfachen Tricks sich Energie sparen lässt. Vom Heizverhalten über den Stromverbrauch bis hin zum Umgang mit Wasser sind diverse Tipps aufgeführt. 

 

  

 

Weitere Tipps um Energie zu sparen, wurden vom WWF zusammengefasst. Über wirkungsvolle Maßnahmen zum richtigen Heizen informiert dagegen die Bundesregierung. Auf der offiziellen Webseite heißt es unter anderem: „1 Grad weniger Raumtemperatur, senkt die Heizkosten um rund 6 Prozent. 
Beispiel: Wer die Raumtemperatur von 24 auf 20 Grad senkt, spart zwischen 20 und 25 Prozent der Heizkosten.” 

 

Quelle Bilder: pixabay.com / geralt & pixabay.com /schibi234 

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