Lohnt sich Solarenergie noch?

Die Einspeisevergütung ist in den letzten Jahren stetig gesunken und hohe Renditen sind mit der Erzeugung von Solarstrom heute nicht mehr zu erreichen. Dennoch lohnt es für Häuslebauer nach wie vor auf Photovoltaik zu setzen. 

 

Rückgang um mehr als die Hälfte bei der Vergütung 

 

Nach Angaben der Bundesnetzagentur hat sich die Zahl der in Deutschland neu gebauten Solaranlagen im Jahr 2013 um 57 Prozent mehr als halbiert. Schuld daran ist die stark gesunkene Einspeisevergütung: Hatten Besitzer von Solaranlagen Mitte 2009 noch 43,01 Cent für jede Kilowattstunde eingespeisten Strom erhalten, gab es Mitte 2013 nur noch 15,07 Cent - und der Trend geht weiter nach unten. Damit übersteigen die Kosten für die Stromerzeugung per Photovoltaik vielfach schon den Gewinn aus dem Verkauf des Stroms - entsprechend unattraktiv wird es, Solarpaneele auf dem eigenen Dach zu installieren. 

 

Warum sich Solarenergie dennoch lohnt 

 

Es lohnt sich heute offensichtlich nicht mehr, eine neue Photovoltaikanlage mit den Ziel der Volleinspeisung zu installieren. Gewinne können hier nur noch erzielt werden, wenn die Anlage sehr günstig finanziert und eingerichtet wurde, und zugleich in der eigenen Region sehr häufig und lange die Sonne scheint. Anders sieht es jedoch beim eigenen Nutzen der Solarenergie aus. Wer eine kleinere Photovoltaikanlage zur Selbstversorgung installiert, macht sich immerhin unabhängig von den großen Stromversorgern. 

 

Derzeit herrscht in Deutschland Netzparität, d.h. die Kosten für selbsterzeugten Strom und die Kosten für den Kauf des Stroms beim örtlichen Versorger sind ungefähr gleich. Weil die Strompreise jedoch in den nächsten Jahren vermutlich weiter steigen werden, bietet der eigene Solarstrom dann enormes Sparpotenzial. 

 

Ohne Speicher geht es nicht 

 

Allerdings hat die Sache einen Haken: Damit jederzeit Strom im Haus zur Verfügung steht und nicht nur wenn die Sonne steht, muss die eigene Photovoltaikanlage mit einem entsprechenden Speicher ausgerüstet werden. Diese kosten je nach Technologie ab etwa 7000 Euro (Blei) bis zu 13.000 Euro (Lithium). Um den Hausbesitzern den Kauf zu versüßen, bietet der Staat einen Zuschuss über die KfW-Förderbank an. 

 

Fazit: Als Investitionsobjekt, das satte Renditen abwirft, lohnt sich die Solarenergie heute nicht mehr, doch wer ein eigenes Haus baut, das viele Jahre als Heim dienen soll, kann mit der eigenen Photovoltaikanlage auf Dauer viel Geld durch die Unabhängigkeit von den Stromversorgern sparen. 

 

 Bildquelle: © altrendo images/Stockbyte/Thinkstock 

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