Mietshäuser in Berlin mit größtem Marktanteil

Berlin ist nach wie vor eine Mieterstadt. Deshalb ist es keine Überraschung, dass der hauptstädtische Wohnimmobilienmarkt von Mietshäusern dominiert wird. Auch wenn in der Berliner Bevölkerung das Streben nach Wohneigentum wächst, dürfte sich an dieser Besonderheit in den nächsten Jahren wenig ändern.

 

Mietshäuser in Berlin mit verschiedenen Bezeichnungen

Wer sich mit dem Thema Mietshaus befasst, wird auch in Berlin schnell feststellen, dass dafür verschiedene Begriffe verwendet werden. Mietshaus, Zinshaus, Mehrfamilienhaus sind die häufigsten Bezeichnungen, wobei Mietshaus und Zinshaus als Synonyme gebraucht werden. Demgegenüber sind Mietshäuser normalerweise zwar auch Mehrfamilienhäuser, immobilienwirtschaftlich unterscheiden sich beide Wohnimmobilienformen aber deutlich voneinander. Besonders deutlich zeigt das der Umstand, dass ein Mehrfamilienhaus sowie das umgebende Grundstück oft auf verschiedene Eigentümer verteilt ist, während das Mietshaus nur einen Eigentümer besitzt. Außerdem: Anders als ein Mehrfamilienhaus, das ausschließlich privatwohnlichen Charakter besitzt, kann ein Mietshaus sowohl Wohnungen als auch Gewerberäume oder beides enthalten, wobei der Wohnhaus-Charakter überwiegen sollte.

 

Definition

Ein Mietshaus ist ein Wohngebäude, in dem die einzelnen Einheiten vom Vermieter gegen ein Entgelt zur Verfügung gestellt werden. Hierzu wird zwischen Vermieter und Mieter ein Vertrag geschlossen, in dem sich der Vermieter verpflichtet, den Gebrauch der Mietsache einschließlich aller dazugehörenden baulichen und technischen Einrichtungen zu gewährleisten. Der Mieter wiederum ist verpflichtet, die vereinbarte Miete einschließlich aller anfallenden Nebenkosten regelmäßig fristgerecht zu entrichten. Ebenso gebräuchlich ist die Vermietung von Gewerberäumen, -etagen oder ganzen Gebäuden an einen oder mehrere Gewerbemieter. Hierbei wird neben der Miete auch die gesetzlich vorgeschriebene Umsatzsteuer fällig. Die zum Zwecke der Ausübung eines Gewerbes angemieteten Räume dürfen demgemäß in der Regel nicht zu Wohnzwecken genutzt werden.

 

Berliner Immobilienmarkt

In Berlin wechselten im Jahr 2017 insgesamt 1.142 Grundstücke den Eigentümer. 2016 waren es 1.173. Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnete dieser Teilmarkt somit einen leichten Rückgang von drei Prozent. Der Teilmarkt der reinen Mietwohnhäuser – allein dem Wohnen dienende Geschossbauten – erfährt mit 580 Verkäufen eine Steigerung von rund 13 Prozent, während die Zahl der Wohn- und Geschäftshäuser – teils dem Wohnen, teils der gewerblichen Nutzung dienende Geschossbauten – mit 562 Verkäufen deutlich um etwa 15 Prozent zurückging. Die umgesetzte Geldmenge aller Mietwohnhäuser, einschließlich jener mit teilgewerblicher Nutzung, nahm in Höhe von 4.843,8 Millionen Euro mit 13 Prozent merklich zu. Dies ist wesentlich auf den Verkauf großer bestehender Wohnanlagen sowie solcher Wohnanlagen zurückzuführen, deren Bauerrichtung Gegenstand des Kaufvertrages ist. Der Flächenumsatz sank um rund 14 Prozent auf 164,7 Hektar signifikant. (Quelle: Immobilienmarktbericht Berlin 2017/2018, Gutachterausschuss für Immobilienwerte Berlin)

 

Berlin mit Mietshaus der Zukunft

Aus Sicht der zukünftigen Bewohner ist das Mietshaus der Zukunft ein vielversprechendes Projekt. Das Erfordernis, energieeffizient zu bauen, um den Klimawandel zu stoppen, trifft sich mit dem Wunsch der Bewohner nach niedrigen Betriebskosten. Wie beides zusammenpasst, ist seit einigen Jahren am Beispiel eines Leuchtturmprojekts am Arnimplatz in Berlin Pankow zu sehen. Dort wurde ein siebenstöckiges Gebäude im Passivhausstandard errichtet. Das bedeutet, dass der überwiegende Teil des Wärmebedarfs aus Quellen wie Sonne oder Abwärme gedeckt wird. Das Haus widerlegt die Behauptung, wonach solche Gebäude zu teuer für Normalverbraucher seien. Die in Pankow gesammelten Erfahrungen werden künftigen Projekten zugänglich gemacht. Denn klar ist: Um Zeit und Kosten zu sparen, ist sehr viel Know-how erforderlich und das kommt nicht von allein. So können Nachfolger auch von der am Arnimplatz eingesetzten Abwassertechnik lernen. Bevor sie serienreif war und den Betrieb aufnehmen konnte, haben die Entwickler jahrelang getüftelt und viel Kraft investiert. Davon können nun neue Projekte profitieren.

Bild:
Mietshaus in Berlin-Charlottenburg, Fotolia © finecki 
Zinshaus in Berlin: Fotolia © elxeneize

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