Natur auf dem Boden- nachhaltiges Bauen mit ökologischem Bodenbelag

 

 

 
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Nachhaltiges Bauen und Wohnen mit Naturböden

 

Bambus, Kokos, Kork und Linoleum- trotz ökologischer Aspekte kann man sich stilvoll einrichten. Design am Boden. Umweltbewusst einrichten mit den Bio- Werkstoffen.
 
 •    Linoleum: Da denken wir doch gerne an den muffig riechenden Bodenbeläg in alten Amtsstuben oder Krankenhäusern. Gott sei Dank ist das aber vorbei und hat nichts mehr zu tun mit dem modernen Linoleum von heute. Die Zutaten kommen aus der Natur und das sind Leinöl, Baumharze, Kalkstein- und Holzmehl, sowie Pigmente. Unter starkem Druck werden die Bestandteile gepresst. Nach drei Wochen Ruhezeit wird die Oberfläche dann mit einem natürlichen Hartwachs beschichtet. Linoleum ist besonders strapazierfähig und langlebig und eignet sich besonders für den Einsatz in Fluren oder Küchen. Weiterhin ist der Bodenbelag antistatisch, fleckenunempfindlich und resistent gegen Fett. Auch Stuhlrollen können dem elastischen und schalldämmenden Produkt nichts anhaben. Ähnlich dem Laminat kann der Linoleum-Boden im Klick-System verlegt werden und ist somit auch für Laien einfach in der Handhabung. Allergiker werden besonders Ihre Freude an Linoleum haben, denn er ist leicht zu reinigen und Bakterien können sich auf dem natürlichen Boden nicht vermehren.  Auch bei der Farbauswahl hat sich einiges getan. Freundliche Farben, dezente Pastelltöne oder in Natursteinoptik oder als Kroko-Prägung beleben den Wohnraum und setzen farbliche Akzente.
 
 •    Kork: Wasserundurchlässige Baumrinde schafft warme Wohlfühl-Atmosphäre im Eigenheim.
 Zur Freude der Allergiker nimmt die weiche Oberfläche keinen Staub auf. Weitere positive Eigenschaften sind: gut isolierend gegen Kälte, hohe Elastizität, gelenkschonender Polstereffekt, pflegeleicht, schalldämmend, widerstandsfähig gegen Reibung. Durch die Speicherkapazität von Wärme nimmt der Biowerkstoff auf dem Boden positiven Einfluss auf das Raumklima. Moderne Herstellungsprozesse bieten inzwischen sogar die Möglichkeit den Kork Fußboden wie Schifferparkett aussehen zu lassen. Die Oberflächen können naturbelassen, geölt, gewachst oder versiegelt sein. Eine Versiegelung bietet sich zum Beispiel in der Küche oder Feuchträumen an. Die Verlegung von Kork Fertigparkett ein recht einfach, für die Verlegung von Kork Parkett benötigt man jedoch einen Fachmann. Farblich gibt es fast keine Grenzen beim Kork, allerdings sind die Trends warme Brauntöne, Sand, oder Mahagoni
 
 •    Bambus: Härter als Eichenholz und Superstar im schnellen Nachwachsen. Innerhalb von 35 Jahren kann es eine Bambuspflanze auf bis zu 15 Kilometer verwertbare Stämme bringen. Der Bodenbelag aus Bambus hat eine filigrane Struktur, die Farben tendieren zu warmen Brauntönen bis hin zu hellem Sand. Der Öko-Belag ist extrem belastbar, besitzt fast kein Schwind- oder Quellverhalten, langlebig, antistatisch und hochresistent gegen Schimmel und Bakterien. Der Einsatz in Feuchträumen ist kein Problem, da er wesentlich weniger auf Veränderungen der Luftfeuchtigkeit reagiert als andere Bodenbeläge. Die Oberfläche ist geölt, gewachst oder lackiert und im Handel gibt es Massivparkett oder Faserparkett. Ersteres ist deutlich härter, weil stärker gepresst und ist auch in besonders stark genutzten Räumen oder Fluren einsetzbar.  Das Süßgras gehört zu den schnellsten wachsenden Pflanzen unseres Planeten und ist daher ideal als nachhaltiger Baustoff.
 
 •    Kokos: Die Schale ist härter als Tropenholz und daher sind Bodenbeläge aus diesem Material nicht nur sehr robust und widerstandsfähig, sondern faszinieren auch durch eine ganz spezielle Optik. Bei der Herstellung werden die Restprodukte aus der Lebensmittelindustrie in kleine Schalenstücke zu je 2-3cm Größe zerkleinert und dann auf Matten verleimt. Als Mosaik gelegt- in 2 verschiedenen Farbtönen- ergeben sie ein sehr schönes Muster und Blickfang in Ihrem Wohnraum. Im Bad sollte dieser Boden nur mit entsprechender Versiegelung zum Einsatz kommen. Das Material hat einen natürlich hohen Anteil an Lignin, ein Harz, und ist somit der perfekte und vor Allem natürliche Schädlingsbekämpfer. Zum Reinigen reicht das feuchte Wischen vollkommen aus, aber eine kleine Ölpflege, zum Beispiel mit Holzöl, hält den Boden besonders lange glänzend. 
 

 

Mehr Infos unter: www.neutral-bauen.de
 

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