Neue Fenster - welche Möglichkeiten gibt es in diesem Bereich?

Über die Anschaffung neuer Fenster haben viele Menschen noch nie nachgedacht – auch dann wenn die Mängel der alten schon offensichtlich sind. Dabei lohnen sich neue Fenster vor allem in der kalten Jahreszeit. Wie die Zeitschrift Schöner Wohnen aufzeigt, geht durch die Fenster häufig am meisten Wärme verloren, nach Aussagen des Generalsekretärs der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) sogar durchschnittlich 15 Prozent der Energie.

In diesem Fall ist ein Einbau neuer Fenster nicht nur eine umweltfreundliche Maßnahme, sondern entlastet außerdem den eigenen Geldbeutel, und das langfristig spürbar. Außerdem machen sich neue Fenster durch ein angenehmeres Klima im Inneren bemerkbar. Wer bisher immer darunter litt, dass die kalte Winterluft scheinbar ungehindert ins Zimmerinnere gelangte, kann sich jetzt auf wärmere Winternächte freuen und spart Heizkosten. Allerdings stellt sich bei einem Austausch der Fenster die Frage, welche Varianten im eigenen Fall infrage kommen. Soll es sich um Holz- oder Kunststofffenster handeln oder vielleicht um eine Mischform? Die folgende Übersicht soll Interessenten bei der Auswahl helfen, um die optimale Lösung für die persönliche Situation finden zu können.

Kunststofffenster

Kunststofffenster mögen vielen Menschen im ersten Moment als wenig vielversprechend erscheinen. Schließlich handelt es sich bei Kunststoff nicht um einen nachwachsenden Rohstoff. Kunden können allerdings in dieser Hinsicht unbesorgt sein: Moderne Kunststofffenster bestehen in aller Regel aus dem ungiftigen Polyvinylchlorid (PVC), das sich sehr gut recyceln lässt. Auch darüber hinaus bringen Kunststofffenster viele Vorteile mit sich. So bieten sie in der Regel eine gute Wärme- und Schalldämmung und sind zudem vergleichsweise günstig. Außerdem sind Kunststofffenster im Vergleich zu Holzfenstern pflegeleicht. Eine lange Lebensdauer weisen sie ebenfalls auf.

Nachteilig an dieser Art Fenstern wirkt sich die Tatsache aus, dass sich manche Schäden an Kunststofffenstern gar nicht oder nur unter hohem Kostenaufwand ausbessern lassen. Das gilt zum Beispiel für Kratzer oder Brandlöcher. Außerdem eignet sich das Material nicht für sehr große oder schwere Fenster.

  • Gute Wärme- und Schalldämmung
  • Günstiger Preis
  • Lange Lebensdauer
  • Pflegeleicht

 

  • Manche Schäden lassen sich nicht ausbessern
  • Eignen sich nicht für sehr große und schwere Fenster

 

Holzfenster

Holzfenster sind nach wie vor aufgrund ihrer Natürlichkeit sehr beliebt. Tatsächlich belastet ihre Herstellung die Umwelt nicht, da in Deutschland nur Holz aus nachhaltiger Bewirtschaftung verwendet wird. Einmal eingebaut erfreuen Holzfenster Haus- oder Wohnungsbesitzer mit einer sehr guten Wärmedämmung und auch im Bereich Schallschutz leisten sie gute Dienste. Außerdem lassen sich Holzfenster in den unterschiedlichsten Größen und Formen herstellen und sind außerordentlich stabil.

Damit eine lange Lebensdauer gewährleistet ist, ist allerdings ein vergleichsweise hoher Pflegeaufwand notwendig. Denn Holz ist deutlich empfindlicher gegenüber Frost, Nässe oder UV-Strahlen als Kunststoff. Zudem sind Holzfenster schwer und teurer als Kunststofffenster.

  • Nachwachsender Rohstoff
  • Gute Wärme- und Schalldämmung
  • In unterschiedlichsten Varianten herstellbar
  • Stabil

 

  • Hoher Pflegeaufwand notwendig
  • Hohes Gewicht
  • preisintensiv

 

Aluminiumfenster

Aluminiumfenster weisen eine schlechtere Ökobilanz als Holz- oder Kunststofffenster auf, denn ihre Herstellung ist vergleichsweise energieaufwendig. Auch in der Wärmedämmung können sie mit ihren Konkurrenten nicht mithalten.

Dass sie trotzdem in vielen Fällen Anwendung finden, liegt vor allem in ihrer hohen Stabilität bei einem geringen Gewicht und ihrer Pflegeleichtigkeit begründet.

  • Langlebig und widerstandfähig
  • Pflegeleicht
  • Geringes Gewicht

 

  • Energieaufwendige Herstellung
  • Vergleichsweise schlechte Wärmedämmung

 

Alu-Kunststofffenster

Mischformen werden immer beliebter bei Fenstern, da sie die Vorteile verschiedener Materialien miteinander verbinden. Das gilt auch für Alu-Kunststofffenster. Denn während der Kunststoff für eine gute Wärme- und Schalldämmung sorgt, leistet die außen angebrachte Aluminiumschale einen wichtigen Beitrag zur Witterungsbeständigkeit. Auf die natürliche Optik von Holz müssen Käufer dabei natürlich verzichten.

  • Gute Wärme- und Schalldämmung
  • Witterungsbeständig

 

  • Kein natürliches Material

 

Holz-Alu-Fenster

Eine Alternative zu Alu-Kunststofffenstern ist die Kombination von Holzfenstern mit einem Alurahmen. Auch hier ergänzen sich die Stärken verschiedener Materialien. Holz-Alu-Fenster verbinden Natürlichkeit und gute Wärme- und Schalldämmung mit Langlebigkeit und Witterungsbeständigkeit. Auch die Pflege fällt hier weniger intensiv aus als bei reinen Holzfenstern. Für diese Vorteile müssen Haus- oder Wohnungsbesitzer allerdings tiefer in den Geldbeutel greifen.

  • Gute Wärme- und Schalldämmung
  • Langlebig und witterungsbeständig
  • Pflegeleicht

 

  • Teuer

 

Welches Fenster ist wann die richtige Wahl?

Wohl kaum jemand möchte nicht in den Genuss von wärme- und schalldämmenden Fenstern gelangen. Allerdings gibt es bei der Wahl von passenden Fenstern noch einige andere Aspekte zu beachten. Dazu gehören:

  • Bauliche Gegebenheiten
  • Preis
  • Eigene Vorlieben

Wer Fenster austauschen möchte, achtet in der Regel darauf, dass die neuen Fenster optisch zu ihrer Umgebung passen. Davon abgesehen eignen sich manche Materialien nicht für besonders große oder eigentümlich geformte Fenster. Wer in den Genuss von hochwertigen Holz- oder Alu-Holz-Fenstern kommen möchte, spart zwar langfristig. Bei der Anschaffung muss er allerdings tiefer in die Tasche greifen. Nicht jeder kann sich dies leisten. Zudem spielen eigene Wünsche und Vorstellungen eine zentrale Rolle. Viele Menschen bevorzugen die natürliche Optik von Holzfenstern. Dann müssen sie allerdings auch bereit sein, mehr Zeit und Mühe für eine regelmäßige Wartung in Kauf zu nehmen. Wer damit Schwierigkeiten hat, greift besser gleich zu Kunststofffenstern oder auch zu Alu-Holz-Fenstern. Weitere Informationen und eine Übersicht bietet weiterhin folgende Fensterfabrik auf Neuffer.de.

Mischformen von Fenstern werden mittlerweile immer beliebter, da Vorteile verschiedener Materialien miteinander verknüpft werden können.

 

Von Förderungsmöglichkeiten profitieren

Sanierungen sind teuer. Das gilt auch für den Austausch von Fenstern. Allerdings müssen Wohnungs- oder Hausbesitzer nicht unbedingt alles aus der eigenen Tasche bezahlen. Wer eine energetische Sanierung vornimmt und dabei gesetzliche Vorgaben erfüllt, kann von verschiedenen Formen finanzieller Förderung profitieren. Wie die Zeitschrift Focus berichtet, hält vor allem die sogenannte Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) eine ganze Reihe an Förderprogrammen bereit. Diese greifen sowohl bei einer umfassenden energetischen Sanierung als auch bei einzelnen Maßnahmen wie eben dem Einbau neuer Fenster. Informationen einzuholen lohnt sich, denn auf diesem Weg lassen sich schon beim Umbau beträchtliche Summen einsparen. Da die Vorgaben jedoch mitunter recht kompliziert sind, sollten sich Interessenten vorher ganz genau anschauen, in welchem Maße sich der Energieverbrauch mit welchem Fenster senken lässt. 

 

Bildquellen:

Vorschaubild © Nikiko (CCO-Lizenz) / pixabay.com

Textbild: © Unsplash (CCO-Lizenz) / pixabay.com

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