Passivhaus im Bauhausstil

Quadratisch, praktisch ─ Passivhaus gebaut mit Bisotherm

Zur Realisierung eines hochwertigen Passivhauses, das allen strengen Anforderungen der Passivhausrichtlinien für dieses Baugebiet entspricht, wird außen wie innen ausschließlich mit Mauerwerksprodukten von Bisotherm gebaut.

In der Koblenzer Passivhaussiedlung auf dem Asterstein sicherte sich der Immobilienfachmann Markus Gerhartz zusammen mit seiner Frau eines der letzten begehrten Baugrundstücke.
Mit dem Lageplan ihres Grundstücks und mit einer selbsterstellten konkreten Vorplanung machte sich das Ehepaar Gerhartz auf die Suche nach einem passenden Hausbaupartner.
Noch offen für alle Möglichkeiten ihr Eigenheim zu realisieren, besichtigte Familie Gerhartz dann auch verschiedene Musterhäuser in Mülheim-Kärlich:

Fertighausausstellung in Mülheim-Kärlich
Im ersten Interview berichtete Herr Gerhartz: „Als Immobilienfachmann mit eigenem Maklerbüro haben meine Frau und ich uns umfassend informiert und in den verschiedenen Medien belesen. Zusätzlich haben wir eigene Skizzen und Wohnvorstellungen entwickelt, um nicht unvorbereitet in Beratungsgespräche zu gehen. Doch unisono können wir im Nachhinein das Fazit ziehen, dass wir in den unterschiedlichsten Musterhäusern, in denen die Gespräche stattfanden, nie das Gefühl der objektiven Beratung hatten. Wir kamen uns vor, wie bei einem „Autoverkäufer“ der uns eines seiner Modelle schmackhaft machen wollte, statt uns mit unseren Ideen und Vorstellungen ernst zu nehmen."

Funktionierendes Netzwerk
Zwischenzeitlich lernte Herr Gerhartz Senior Herrn Koza vom Ingenieurbüro KOZA & ZIMMERMANN bei einem gemeinsamen Besprechungstermin kennen. Er empfahl seinem Sohn, sich von diesem Ingenieurbüro bezüglich seines Bauvorhabens beraten zu lassen. „Im ersten Termin fühlten wir uns mit unserem Konzept der Wohnraumgestaltung verstanden und gut aufgehoben“, so Markus Gerhartz.
„Mit dem Team von KOZA & ZIMMERMANN haben wir den richtigen Partner gefunden“, erzählte Herr Gerhartz im weiteren Interviewverlauf. Die eigenen Pläne der Familie Gerhartz wurden auf Machbarkeit und Verbesserungspotenzial von Herrn Zimmermann überprüft und nach gemeinsamer Abstimmung mit den Bauherren bis zur Genehmigungsplanung ausgearbeitet. „Insgesamt waren wir so zufrieden, dass wir dem Ingenieurbüro unser Vertrauen ausgesprochen haben und die weiteren Leistungsphasen bis einschließlich Leistungsphase 8 beauftragt haben.“

Externer Passivhausprüfer prüft im Auftrag der Stadt jedes Passivhauskonzept
Um die strengen Auflagen der Stadt Koblenz für das Bauen in der Passivhaussiedlung zu erfüllen und der Zielsetzung des Auftraggebers umfänglich gerecht zu werden, wurde der Architekt Heinz Keul  von der Keul Passivhaus GmbH mit der Konzeption der Passivhauskomponenten von den Bauherren beauftragt.
Das von Herrn Keul aufgestellte Konzept wurde nach Fertigstellung zur Überprüfung dem Passivhausprüfer der Stadt Koblenz, Herrn Richter von transformingenieure, vorgelegt.
Konstruktiv beinhaltete das Konzept die Ausführung des Außenmauerwerks mit dem Bisomark 0,060 in der Wanddicke 49 cm. Einschließlich dem üblichen Putz nach DIN 4108-4:2017-03: innen 1,5 cm Gipsputz (= 0,51 W/mK), außen 2,0 cm Leichtputz (= 0,25 W/mK) wird der hervorragende U-Wert von 0,12 W/m²K erzielt.
Unter der tragenden Bodenplatte sind 25 cm Perimeterdämmung mit einer Wärmeleitfähigkeit von λD= 0,037 W/mK eingeplant. Die Trittschall- und Wärmedämmung unter dem Estrich beträgt 12 cm. Fenster und Terrassentüranlage sind mit 3-fach-Verglasung und einer 6-Kammer-Profiltechnik mit einer Bautiefe von 83 mm eingeplant. Die Stahlbetondecke des Flachdaches ist mit 40 cm i. M. Wärmedämmung gegen das Außenklima geschützt.
Das Konzept der Gebäudetechnik beinhaltet eine Wärmepumpe mit Innen- und Außenmodul, eine zentrale Lüftungsanlage mit hohem Wärmerückgewinnungsgrad (93 %) und einem vorgeschalteten Erdregister sowie eine Photovoltaik-Anlage. Das schlüssige Gesamtkonzept fand auf Anhieb die Zustimmung der Passivhausprüfer.

Konstruktive Hüllflächendetails
Der monolithische Wandaufbau gewährleistet dank des hochwärmedämmenden Bisomark-Außenmauerwerks ganzjährigen Schutz gegen Klimaeinflüsse, ohne zusätzliche Dämmmaßnahmen von innen oder außen. Und das ein Hausleben lang. Bedingt durch den massiven, monolithischen Wandaufbau müssen auch keine frühen und teuren Instandhaltungsmaßnahmen befürchtet werden. So spart Familie Gerhartz doppelt – beim Energiebedarf und somit auch bei den laufenden Bewirtschaftungskosten.

In einem Arbeitsschritt zu einer funktionstüchtigen Wand
Ein großer Vorteil von Bisotherm und vor allem dem hier eingesetzten Bisomark ist, dass mit jedem Stein eine voll funktionsfähige Wandkonstruktion entsteht. Die Kerndämmung liegt geschützt in den Hohlkammern der Steine. Der Stein an sich besteht aus hochwertigem Leichtbeton, mit dem Zuschlagsstoff Naturbims.
Naturbims hat von Natur aus schon beste wärmedämmende, sprich klimaregulierende, Eigenschaften. Die bauphysikalischen und baubiologischen Eigenschaften werden lediglich mit dem integrierten Dämmstoff ergänzt, so dass damit auch Passivhäuser gebaut werden können, ohne eine zusätzliche Dämmschicht außen oder innen aufbringen zu müssen.
Bestandteil der Mauerwerkssysteme von Bisotherm ist immer ein speziell abgestimmter Mörtel. Beim Passivhaus der Familie Gerhartz wird passend zum Bisomark der Bisoplan-Dünnbettmörtel (DBM) von der Bauunternehmung Durwen verarbeitet.
Es ist ein spezieller Dünnbettmörtel, abgestimmt auf die wärmetechnischen Spitzenwerte der Bisotherm-Steine. Gemäß den bauaufsichtlichen Zulassungen sind Stein und Mörtel aufeinander abgestimmt und dürfen auch nur in Kombination eingesetzt werden, um alle bautechnischen und bauphysikalischen Eigenschaften vollumfänglich zu gewährleisten.
Auch die hochwertige Bauausführung mit bewährten Baustoffen durch zuverlässige Bauhandwerker, ist dem Ehepaar Gerhartz außerordentlich wichtig. Herr Gerhartz brachte es im Gespräch auf einen einfachen Punkt: „Ich wollte auch mal selbst einen Bilderhaken in der Wand befestigen oder auch mal ein Regal aufhängen können.“

Zügiger Baufortschritt
Mit den Rohbauarbeiten wurde Anfang Dezember 2017 begonnen und im Januar 2018 war der Rohbau für das Erdgeschoss weitestgehend fertiggestellt. Herr Dipl.-Ing. für Bauwesen Rainer Zimmermann schaut auf den Bauzeitenplan und stellt zufrieden fest: „Bis jetzt liegen wir gut im Zeitplan, sodass der Fertigstellung im August 2018 nichts im Wege steht.“ Dann ergänzt Herr Zimmermann, „dass die ausführende Bauunternehmung, mit der schon etliche Bauvorhaben ausgeführt wurden, absolut verlässlich arbeitet und mit dem Mauerwerk von Bisotherm hervorragend zurechtkommt.“
„Die Steinpakete kommen nach Vorplanung korrekt an der Baustelle an, die Steine sind maßhaltig und formgenau, sodass den Maurern die Arbeit leicht von der Hand geht“, so Herr Zimmermann weiter.

Herr Gerhartz, Herr Zimmermann, vielen Dank für das Interview, die Redaktion und Bisotherm.
Ende 2018, wenn die ersten Wohnerfahrungen gesammelt sind, wird weiter berichtet.

Baubeteiligte
Bauherr: Ehepaar Gerhartz, Koblenz.
Markus Gerhartz Immobilien ─ Kompetenz mit Tradition
Neben seiner Tätigkeit als Sachverständiger für Immobilienbewertungen arbeitet Herr Markus Gerhartz erfolgreich in zweiter Generation mit seinem Vater als Immobilienmakler. „In Bürogemeinschaft betreiben wir unser Geschäft im Herzen von Koblenz, gegenüber dem Kurfürstlichen Schloss. Seit 2010 arbeiten wir zusammen. Dank unserer äußerst zufriedenen Kunden genießen wir einen exzellenten Ruf in der Vermittlerbranche in Koblenz und Umgebung.“

Planer: KOZA & ZIMMERMANN GmbH & Co. KG, Koblenz
Das 1998 gegründete Ingenieurbüro für Bauwesen leistet und plant vorwiegend in den Bereichen von individuellen Wohnhäusern, Büro- und Gewerbebauten sowie bei Umbauten und Sanierungen. Geleitet wird das Ingenieurbüro von den beiden geschäftsführenden Diplom-Ingenieuren Bernd Koza und Rainer Zimmermann. Des Weitern besteht das Team aus einem Bauzeichner/Bautechniker und einem jungen Absolventen mit Abschluss als Bachelor of Arts in Architecture.
Das Passivhausprojekt der Eheleute Gerhartz verantwortet schwerpunktmäßig Dipl.-Ing. (FH) Rainer Zimmermann in den Architektenleistungen LPH 1-8

Baustoff-Fachhändler: ED-Baucenter, Andernach

Bauunternehmen: Durwen GmbH & Co. KG, Mayen

Passivhausberatung: Heinz Keul Passivhaus GmbH, Fachbach

Passivhausprüfer der Stadt Koblenz: transformingenieure, Koblenz

Hintergrundinformation zum Koblenzer Passivhausgebiet:
Nach rund 15 Jahren ist die Koblenzer Passivhaussiedlung doch noch eine Erfolgsgeschichte geworden. Auf den letzten Grundstücken sind die Handwerker zugange, sodass das Baugebiet als fertig bebaut gelten kann.
Häufig war das Gebiet „Asterstein II“ Gegenstand von Diskussionen im Koblenzer Stadtrat. Die führten dann auch dazu, dass der Rat 2011 grundlegend der Änderung zustimmte, sodass Grundstücke zusammengelegt werden durften und somit freistehende Häuser ermöglicht wurden. Dies und die Tatsache, dass die Energiestandards bei Neubauten insgesamt stiegen und sich dem Passivhausstandard zumindest annäherten, führte dann doch noch zur Erfolgsge-schichte. Allerdings wurde die prognostizierte Häuserzahl von 200 deutlich unterschritten.

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