Plus-Energiehaus

Eine engagierte Familie hat es geschafft ─ sie bewohnt ein gemütliches Passivhaus und verdient damit Geld.
 
  
 In Zusammenarbeit mit dem Neuwieder Holzhaus-Spezialisten Blum Holzbau wurden alle Anforderungen und Herausforderungen gemeistert. So entstand auf einem innerstädtischen 617 Quadratmeter großen Neubaugrundstück ein gemütliches und hochmodern ausgestattetes Passivhaus, das mittels Fotovoltaikanlage ein Energieplushaus ist. Der überschüssige Strom wird zum vereinbarten Kilowatt-Preis „verkauft“. 
 Nach Wünschen der Bauherren wurden ausschließlich ökologisch unbedenkliche Baustoffe verwendet. Nach Ansicht der Baufamilie ist Nachhaltigkeit mehr als reine Energieeffizienz. Der Baufamilie geht es bei ihrem Eigenheim auch um die Aspekte der Lebensdauer und Lebensqualität. Deshalb war bei der Auswahl des Hausbaupartners mit entscheidend, dass das Unternehmen diese Philosophie mitträgt. Blum Holzbau unterstützte das Bauvorhaben in allen Belangen. Auch bei den intensiven Kontakten mit der Baubehörde und dem Stadtrat brachte sich Stefan Schäfer, Architekt im Hause Blum, aktiv ein. So konnten durch fachmännisches Argumentieren Ausnahmen beim rechtsgültigen Bebauungsplan erreicht werden: durch den höheren Drempel im Dachgeschoss wurde die zweite Etage rechnerisch ein Vollgeschoss. Dadurch konnten die Dachgauben, die wie Kühlrippen wirken, entfallen.
 Heute bietet das in Holzrahmenbauweise errichtete Eigenheim der fünfköpfigen Familie ein Refugium mit Wohlfühlcharakter.
 Der kompakte Baukörper mit seinem besonders günstigen Verhältnis von Volumen zur Gebäudeaußenfläche ist komplett mit einer Keil-Stülp-Schalung, Lärche Natur, verkleidet.
 Die Fensteranordnung und -größen sind konsequent nach den Himmelsrichtungen und der solaren Energiegewinnung platziert. Zum unverschatteten Garten hin sind drei bodentiefe Glaselemente angeordnet, die den ungehinderten Blick in den naturnah angelegten Garten frei geben und gleichzeitig die Wärmestahlen einfangen.
 Der errechnete Jahres-Primärenergiebedarf dieses Passivhauses mit 138,50 Quadratmetern Wohnfläche liegt mit 32,8 kWh/m² pro Jahr um ca. 70 kWh/m² pro Jahr unter dem gesetzlich zulässigen Höchstwert – berechnet nach der derzeit gültigen Energieeinspar-verordnung EnEV 2007.
 Pro Monat werden durchschnittlich 880 kw/peak ins Stromnetz eingespeist.
 
 
 Hintergrundinformation:
 Als Fotovoltaik wird die direkte Umwandlung von Sonnenstrahlung in elektrische Energie verstanden. Die Solarzellen weisen je nach Fertigungsmethode und Material (monokristallin, polykristallin, amorph) Wirkungsgrade zwischen 5-17 % auf.
 Die Solarzellen werden zu Solarmodulen zusammengeschaltet. Bei der netzgekoppelten Fotovoltaikanlage wird der von der Anlage erzeugte Strom in das öffentliche Netz eingespeist.
 Das Fotovoltaiksystem besteht aus Solarmodulen und einem Wechselrichter, der die erzeugte Gleichspannung auf 230 V Wechselstrom wandelt. Die gewonnene Elektroenergie kann entweder direkt im Haushalt verwendet oder in das Stromnetz des Energieversorgers eingespeist werden, der diesen Strom vergütet. Entsprechende Zähler dienen zur Messung der eingespeisten Energiemenge, aus der die Vergütung abgeleitet wird.
 Die Größenordnung einer Fotovoltaikanlage wird unter vorgegebenen Standardbedingungen mit ihrer elektrischen Leistung (Einheit: kWpeak) angegeben. Eine Leistung von 1 kWpeak entspricht ungefähr einem Flächenbedarf von 8-10 m² für mono- und polykristalline Solarmodule.

 
 
 Diese ökonomischen und ökologischen Spitzenwerte wurden mehrfach ausgelobt. Unter anderem erhielt der Bauherr für sein „Vorzeige-Objekt“ die Urkunde der EOR.
 Die EOR hat es sich zur Aufgabe gemacht den effizienten Umgang mit Energie zu fördern. Die 1997 gegründete EffizienzOffensive Energie hat ihren Sitz seit dem 1. Januar 2003 an der Technischen Universität Kaiserslautern. Die Geschäftsstelle der rheinland-pfälzischen Energieagentur ist am Fachgebiet Bauphysik/Technische Gebäudeausrüstung/Baulicher Brandschutz angesiedelt. Sie hat vielschichtige Aufgaben, die von der Erstberatung bis zur Zertifizierung von Unternehmen und Produkten auf dem Energiesektor reichen.
 
  
 Nach den ersten Monaten im Eigenheim und der Erprobungsphase während den harten Wintermonaten 2008/2009 zieht die Baufamilie Resümee: Vor allem die Tatsache, dass die Technik des Hauses so funktioniert wie wir es uns vorgestellt haben macht uns zuversichtlich die richtigen Entscheidungen getroffen und passenden Komponenten gewählt zu haben. Die gemütliche Atmosphäre beglückt uns jeden Tag und macht uns Stolz. Vor allem in den letzten Wintermonaten haben wir erfahren, was es bedeutet in einem Passivhaus aus Holz zu leben. Hier hatten wir es gemütlich und wärmer als in so manchem „Althaus“ bei milderen Wintern.
 
 
 Auf einem 627 m² großen Grundstück entstand ein individuelles Einfamilienhaus im Passivhausstandard für fünf Personen.
 Baujahr:                       2007/2008
 Standort:                      Koblenz, rechtsrheinisch
 Wohnfläche:                 138,5 m²
 Gebäudeabmessungen: 10,25 m x 10,35 m
 Ausrichtung:                 SSW
 Planung/Architekt:       Stefan Schäfer/Blum Holzbau
 Baukosten:                  2.246 Euro/m² Wfl.
 
 
www.blum-holzhaus.de

*Bitte beachten Sie das Copyright und die Urheberrechte! Keine Rechtsberatung! Keine Steuerberatung!
Keine Gewähr für Angaben, Preise sind unverbindlich und direkt beim Hersteller zu überprüfen.