Risikolebensversicherung: Unverzichtbarer Schutz

Wie sinnvoll ist eine Risikolebensversicherung für Bauherren und Immobilienbesitzer?  

 

Auch wenn es nicht mehr dem modernen Familienbild entspricht: Tatsächlich sorgt in den meisten Fällen einer der Partner für den Hauptteil des Lebensunterhalts. Der Lebensstandard der Familie lastet auf seinen Schultern; fällt der Verdienst weg, ist das mit Mühe finanzierte Eigenheim in Gefahr. Eine Risikolebensversicherung federt zumindest die wirtschaftlichen Folgen eines plötzlichen Todes ab. 
 
Risikolebensversicherung: Unverzichtbarer Schutz für Hinterbliebene 
 
Eine
Risikolebensversicherung zahlt im Falle eines Ablebens des Versicherten eine vereinbarte Summe aus, die den Hinterbliebenen die Finanzierung der Lebenshaltungskosten ermöglicht. Die Frage, wer eine solche Lebensversicherung abschließen sollte, ist demnach schnell beantwortet: Jeder, der mit seinem Einkommen andere Menschen mitfinanziert, wie das bei eigenen Kindern unweigerlich der Fall ist. Für Branchenfachleute gehört diese Police zu den essenziellen Versicherungsverträgen, deren Verzicht fahrlässig ist. 

 

Kommt es zum Tod des Hauptverdieners, muss die Immobilie in der Regel verkauft werden. Können laufende Kreditverpflichtungen oder Hypothekendarlehen nicht mehr bedient werden, droht der wirtschaftliche Abstieg - insbesondere dann, wenn es sich um Konsumkredite handelt, für die kaum ein Gegenwert vorhanden ist. 

 

 
 

 

Wie hoch muss die Versicherungssumme sein? 

 

 
 

 

Leider kommt es häufig zu einer sogenannten Unterdeckung, also einer zu geringen vereinbarten Versicherungssumme. Empfehlenswert ist es, einen monatlich notwendigen Betrag zu kalkulieren und diesen mit dem Faktor 200 zu multiplizieren. Andere Kalkulationen gehen vom vier- bis fünffachen Jahresgehalt zuzüglich noch offener Darlehens- und Hypothekenverpflichtungen aus. Wichtig: Direkt beim Versicherer muss eine jährliche Steigerung von drei Prozent vereinbart werden, um die Inflation aufzufangen. 
 
Was kostet eine Risikolebensversicherung? 
 
Die Risikolebensversicherung wird für den Zeitraum abgeschlossen, in welchem die eigenen Kinder noch nicht auf eigenen Beinen stehen können und eine Immobilienhypothek oder ein weiterer Kredit noch nicht getilgt sind. Kommt es in diesem Zeitraum nicht zum Tod des Versicherten, muss die Versicherungsgesellschaft auch nicht zahlen - was den Regelfall darstellen sollte. Im Unterschied dazu erfolgt bei einer kapitalgedeckten Lebensversicherung in jedem Fall eine Auszahlung der Versicherungssumme. Aus diesem Grund fallen die Beiträge zur Risikolebensversicherung vergleichsweise moderat aus.
 

 

Grundsätzlich ist dann noch zwischen dem Tarifbeitrag und dem zu zahlenden Beitrag zu unterscheiden: Ersteres meint die tariflich vereinbarten Beiträge; bei Letzterem wird jene Summe abgezogen, die die Versicherung durch das Anlegen der eigenen Beiträge erwirtschaften konnte. Tatsächlich muss faktisch also weniger gezahlt werden als vereinbart. In welchem Maße diese Reduktion stattfindet, hängt vom Geschick der Versicherung und der Entwicklung auf den Kapitalmärkten ab. Die tatsächliche Höhe des Beitrags richtet sich nach Risikopotenzial des Versicherten, der Versicherungssumme und der Laufzeit. 

 

 
 

 

Die Berechnung der Risikolebensversicherung im Detail: 

 

 
 

 

Für einen 28 jährigen Mann liegt die Beitragshöhe etwa 8 Euro monatlich, sofern es sich um einen Nichtraucher handelt, die Summe auf 100.000 Euro und die Laufzeit auf 30 Jahre veranschlagt ist. 
 
 

 

Alter: 28 Jahre 

 

Geschlecht: Mann 

 

Raucher: Nein 

 

Vertragslaufzeit: 30 Jahre 

 

Garantierte Summe im Todesfall: 100.000 Euro 

 

Berufsgruppe: Angestellter (Berufsgruppe B) 

 

3% Beitragsdynamik: Ja (Entgegenwirken der Inflation) 

 

 
 

 

Auf Basis der o.g. Daten ergibt sich eine jährliche Zahllast von 98,95 Euro. Mit diesem Betrag wären die Angehörigen im Todesfall gegen finanzielle Engpässe geschützt. Die Berechnung erfolgte mittels des Tarifrechners der AllSecur Deutschland AG. 

 

 
Gesundheitsprüfung: Ehrlich währt am längsten 
 
Bei möglichen Vorerkrankungen fällt das Risiko und damit auch der Beitrag zur Risikolebensversicherung entsprechend höher aus - dennoch müssen diese Fragen unbedingt wahrheitsgemäß beantwortet werden. Ansonsten darf die Versicherungsgesellschaft im Falle eines Todes die Leistungen verweigern, was die Hinterbliebenen zusätzlich zu dem menschlichen Verlust auch finanziell in eine existenzbedrohende Lage bringen dürfte. Die Frage, ob es sich beim Versicherten um einen Raucher oder Nichtraucher handelt, ist übrigens schnell beantwortet: Als Nichtraucher gilt, wer mindestens 12 Monate auf den Glimmstängel verzichten konnte.
 

 

 
 

Bildquelle: Maik Schwertle  / pixelio.de 
 

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