So viele Fußleisten braucht man für sein Haus. Wie wird der Bedarf errechnet?

Sockelleisten werden unter anderem auch als Fußleisten oder Scheuerleisten bezeichnet und fehlen heutzutage kaum mehr in einem Haushalt. Sie stellen den Übergang zwischen Bodenbelag und Wand dar und dienen in erster Linie dazu, die Dehnungsfuge abzudecken - so gelangt kein Schmutz hinein. Gleichzeitig lassen sich Sockelleisten dazu nutzen, um Kabel unauffällig dahinter verschwinden zu lassen. Darüber hinaus sind sie inzwischen in so vielen verschiedenen Designs erhältlich, dass sie inzwischen längst zu Recht zu einem ernst zu nehmenden Stilelement geworden sind.

Trotzdem sollte nicht vergessen werden, wie wichtig die Funktionalität der Sockelleisten ist: Reinigt man den Boden feucht oder wischt Staub, würde man den Schmutz ohne Sockelleisten nur in die Dehnungsfuge drücken. Das wird durch eine Fußleiste gezielt verhindert und unterstützt somit eine optimale Hygiene.

Die meisten Menschen entscheiden sich dabei für Sockelleisten, welche farblich zum Fußboden passen und mit dem Einrichtungsstil harmonieren. Natürlich hat man aber ebenso die Möglichkeit, sich bewusst für ein Modell zu entscheiden, das einen Kontrast zum Boden bildet und sich farblich davon abhebt. Es gibt viele verschiedene Kombinationen - erlaubt ist dabei stets, was gefällt. Haben Sie Ihr Haus zum Beispiel eher modern eingerichtet, bietet es sich an, einen Parkett- oder Laminatboden mit glänzenden Leisten aus Aluminium zu kombinieren. Wer einen Fliesenboden verlegt hat, kann stattdessen auch dieselben Fliesen als Sockelleiste nutzen, natürlich in passend zugeschnittenem Maß. Weiterhin lassen sich ebenso Holzleisten für Fliesen nutzen, sofern sie optisch miteinander harmonieren.

Als gestalterisches Mittel kann aber auch bewusst eine Sockelleiste gewählt werden, die farblich im Kontrast zum Boden steht. Sie können die Leisten auch in Form und Farbe an die Zimmertüren abstimmen. Kombinationsmöglichkeiten gibt es viele. Ein modern eingerichtetes Haus kann beispielsweise durch eine Kombination aus Vollholzboden und Aluminiumleisten gestaltet werden. Bei gefliestem Boden nutzt man meist auch Sockelleisten bzw. so genannte Riemchen aus Fliesen. Oft fertigt man diese aus den gleichen Fliesen, die man auch verlegt hat. Man kann aber auch bei gefliestem Boden Holz-Sockelleisten anbringen, wenn es optisch und stilistisch passt.

Bedarf an Fußleisten und Verschnitt richtig berechnen

Die richtige Menge an Sockelleisten berechnen - so funktioniert es

Eine Frage, die sich viele Hobby-Heimwerker vor der Verlegung von Sockelleisten stellen,
ist die nach der richtigen Menge für den jeweiligen Raum.
Grundsätzlich gilt hier, zunächst den Raumumfang auszumessen. Erst dann wird die Menge berechnet - inklusive etwas mehr als Verschnitt. Berücksichtigen Sie beim Vermessen, dass auch Nischen oder Türlaibungen mit Sockelleisten ausgestattet werden müssen.
Misst der Raum also zum Beispiel 20 m² bzw. 4 x 5 m, dann sollte man mindestens 20 m als Sockelleisten einplanen. Dazu kommt noch etwas Verschnitt von rund 10% - insgesamt sind es also 22 Meter, die Sie benötigen, um den Raum sauber und passend mit Sockelleisten auslegen zu können. Meist ist es so, dass Räume mit sehr langen Wänden weniger Verschnitt ergeben als verwinkelte Räume, bei denen die Leisten zugeschnitten werden müssen.

Bevor es losgeht, sollten Sie außerdem einen Blick in die Angaben des Herstellers der Fußleisten werfen, um herauszufinden, wie viele Meter sich in einer Packung befinden. So können Sie direkt die benötigte Menge einkaufen und haben am Ende nicht zu viel oder zu wenig übrig.

Sockelleisten in den verschiedensten Materialien kaufen

Sockelleisten gibt es heutzutage in allen nur vollstellbaren Materialien, Formen, Höhen und Farben. Ein Großteil der im Handel erhältlichen Varianten besteht dabei aus Massivholz bzw. zumindest aus einem Massivholzkern. Diese eignen sich vor allem für edlere Bodenbeläge wie Parkett. Darüber hinaus ist es ideal, wenn die Sockelleiste mit dem Boden ein einheitliches Bild ergibt. Achten Sie also darauf, dass die Farbtöne sich untereinander nicht beißen, sondern möglichst identisch sind - oder eben einen gewollt stärkeren Kontrast zueinander bilden. Besonders elegant sind Sockelleisten mit Hamburger bzw. Berliner Profil: Dabei handelt es sich um eine Variante, die zwischen 10 und 12 cm hoch ist und ein besonders markantes, dekoratives Bild ergibt. Diese auffälligen, meist ganz in Weiß gehaltenen Sockelleisten kommen besonders in Altbauwohnungen mit hohen Decken zur Geltung und unterstreichen den edlen Charme des Baustils.

Fußleisten können Sie allerdings ebenso in anderen Materialien, wie aus Kork, Kunststoff oder auch aus Metall kaufen. Selbst für Teppichböden sind unterschiedliche Produkte erhältlich. Eine andere Möglichkeit ist, den Teppichboden bewusst etwas großflächiger zuzuschneiden. Er wird dann an den Wänden einfach nach oben geklappt und ersetzt damit die Sockelleiste komplett.

Beim Bauprofessor finden wir die passende allgemeine technische Vorschrift für Bauleistunungen im Teil C der VOB.

Allgemeine Hinweise für DIN-gerechte Verlegung von Fußböden finden Sie hier.

Bildquellenangabe: Rainer Sturm  / pixelio.de

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