Terrassenüberdachung richtig planen

Die Terrasse kann so viel mehr sein als bloß der Ort, an dem die Gartenmöbel lagern und das Brennholz überwintert. Im Sommer wird sie für viele Familien gar zu einer Art Wohlfühlzimmer mitten im Garten. 
 
Mit dem Bau einer entsprechenden Überdachung können Sie diesen zusätzlichen Raum nicht nur während der warmen Jahreszeit, sondern beinahe ganzjährig nutzen. 
 
Bevor Sie jedoch zu Hammer und Nagel greifen, sollten Sie Ihre Terrassenüberdachung sorgfältig planen – um sich selbst und Ihre Nachbarn vor bösen Überraschungen zu schützen.
 

 

 
 
 
 
 
 

 

Der erste Schritt: Die Rechtslage prüfen 

 

 
 

 

Die Vorteile einer Terrassenüberdachung liegen klar auf der Hand:  

 

 

 

 
Bei so vielen Pluspunkten ist es beinahe verwunderlich, dass nicht bundesweit alle Terrassen überdacht sind. Tatsache ist jedoch, dass es sich bei einer Terrassenüberdachung um eine bauliche Maßnahme handelt, für die –
je nach Bundesland – unter Umständen eine Baugenehmigung einzuholen ist. Grundsätzlich sind Überdachungen bis zu 30m² Grundfläche von dieser Regelung zwar ausgeschlossen, doch in Bundesländern wie Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen (Terrassenüberdachung in der Bauordnung NWR) herrscht eine grundsätzliche Genehmigungspflicht für entsprechende Baumaßnahmen. 

 

 
 

 

Bevor Sie sich also mit der Planung beschäftigen, sollten Sie die rechtliche Lage prüfen. Darüber hinaus ist es gerade bei deutlich sichtbaren Überdachungen ab einer bestimmten Größe ratsam, die Genehmigung der direkten Nachbarschaft einzuholen. Dies mag vielleicht nicht rechtlich relevant, jedoch sicher im Sinne eines harmonischen Miteinanders sein. 

 

 
 

 

Zweiter Schritt: Die konkrete Planung 

 

 
 

 

Nachdem die Rechtslage gesichert ist, erfolgt die Planung hinsichtlich Ausmaß und Beschaffenheit Ihrer Terrassenüberdachung. Die Gesamtfläche richtet sich natürlich nach der Terrassengröße – und zwar derart, dass die Überdachung deutlich über die Ränder der Terrasse hinausragt, damit sie auch bei schräg fallendem Regen oder tief stehender Sonne einen optimalen Schutz bietet. Wichtig ist außerdem, dass Sie das Terrassendach nicht zu flach planen; ein zu flaches Dach könnte sich bei starken Schneefällen durchbiegen und im schlimmsten Falle einbrechen. 

 

 
 

 

Eine weitere Entscheidung in dieser Phase betrifft das Modell, das Ihnen vorschwebt: Benötigen Sie in erster Linie einen einfachen Schutz vor Regen, Schnee und Hagel oder soll Ihre Überdachung außerdem Sichtbarriere und Windschutz sein? Ist Letzteres der Fall, empfiehlt es sich, neben der einfachen Überdachung auch entsprechende Seitenwände einzuplanen. In jedem Fall sollte Ihre Überdachung über einen geeigneten Regenwasserabfluss (beispielsweise eine Regenrinne aus Kunststoff an der Längsseite) verfügen, damit sich das Wasser nicht in etwaigen Vertiefungen auf dem Dach sammeln und dort Schaden anrichten kann. 

 

 
 

 

Wenn Sie sich darüber im Klaren sind, was für eine Art von Überdachung Sie benötigen, können Sie sich überlegen, ob Sie selbst Hand anlegen oder sich lieber für einen Bausatz entscheiden möchten. Entsprechende Modelle mit oder ohne Seitenwände und aus unterschiedlichen Materialien gibt es beispielsweise bei Holzprofi100, wo Sie darüber hinaus auch Markisen, Sonnenschirme und Sonnensegel finden. Der Internetshop des in 3. Generation geführten Familienunternehmens Holzland Jacobsen bietet Ihnen eine professionelle Beratung durch erfahrene Fachkräfte und Zimmerermeister. Ein Bausatz eignet sich besonders für relativ unerfahrene Heimwerker und spart unter Umständen viel Zeit und Material. 

 

 
 

 

Schritt Nummer drei: Die Materialwahl 

 

 
 

 

Bei Terrassenüberdachungen kommen in der Regel Holz, Aluminium, Kunststoff oder Glas – oder auch eine Kombination dieser Materialien – zum Einsatz. Sehr beliebt ist hier eine tragende Konstruktion aus Holzbalken, die mittels Metallstützen fest im Fundament der Terrasse verankert wird. Die Metallstützen sind notwendig, um das Holz vor dem direkten Kontakt mit dem Boden und heraufziehender Feuchtigkeit zu schützen und um die etwaigen Lasten (etwa durch starke Schneefälle) punktgenau auszugleichen. Dies kann natürlich auch durch Konstruktionen aus Aluminium oder verzinktem Stahl erreicht werden. 

 

 
 

 

Für die Bedachung selbst wird gerne ein lichtdurchlässigeres Material wie Glas oder Kunststoff gewählt. Die Kunststoffüberdachungen bestehen meist aus transparenten Polycarbonat-Hohlkammerplatten, die – im Gegensatz zu Glas – ein sehr geringes Eigengewicht haben. Beide Materialien haben den Vorteil, dass die Räume, die hinter der Terrasse liegen, nicht verdunkelt werden, und den Nachteil, dass sich der Terrassenraum besonders im Sommer stark aufheizen kann. Eine probate Gegenmaßnahme wäre hier eine Markise oder ein Sonnensegel, das direkt unter die Verkleidung gespannt wird. 

 

 
 

 

Bei starken Regenfällen kann sich zudem sowohl unter Kunststoff als auch unter Glas eine recht unangenehme Geräuschkulisse entwickeln. Eine Möglichkeit, diese zu vermeiden, wäre eine zusätzliche Holzverkleidung direkt unterhalb der Verglasung beziehungsweise der Polycarbonat-Platten. Hierdurch bekommt die Terrasse insgesamt mehr Wohnraum-Charakter, büßt jedoch sehr viel Helligkeit ein. 

 

 
 

 

Ganz gleich, wofür Sie sich letzten Endes entscheiden: Ihre Terrassenüberdachung sollte in erster Linie zum Stil Ihres Hauses und natürlich zu Ihrem Lebenswandel passen! 
 
 

 

Bildquellen: 
Bild 1: © JSB - Fotolia 
Bild 2: © Aluminium Terrassenüberdachung von Holzprofi100
 

 

 
 

 

 
 

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