Tipps für angehende Häuslebauer – so klappt’s mit dem Baustrom!

Wer sehnt sich nicht nach den eigenen vier Wänden? Doch nicht selten stehen Bauherren, die aus Kostengründen viel in Eigenregie erledigen wollen, vor einem nicht gerade kleinen Problem. Fast alle wichtigen Baugeräte – vom der Bohrmaschine über das Rührwerk bis zur Stichsäge – funktionieren nur mit elektrischem Strom, aber ein Baustromkasten und die entsprechenden Leitungen sind noch nicht vorhanden. Wie man sich aus dieser prekären Situation elegant retten kann, darum geht es im folgenden Text.
 

Ohne Strom geht praktisch nichts

Was nützen die besten Baugeräte, wenn man sie nicht nutzen kann? Selbst Arbeiten, die man im ersten Moment nicht mit Strombedarf verbindet, sind auf Elektrizität angewiesen. Dazu zählt etwa das Hochziehen einer Mauer, wo der Beton zunächst mit einem elektrischen Mischgerät angerührt werden muss.

Theoretisch könnte man sich einige Zeit mit Akkugeräten über Wasser halten. Diese Lösung hat aber ein paar entscheidende Nachteile: Den Werkzeugen fehlt für gewöhnlich die nötige Power für größere Geräte (z. B. einem Borhammer). Doch selbst wenn es sich um sehr gute Akkus handelt, irgendwann müssen selbst diese aufgeladen werden. Und damit wären wir wieder beim Dilemma der fehlenden Steckdosen.

Jetzt müsste man sein eigenes Kraftwerk parat haben, oder? Kein Problem: Mit mobilen Stromerzeugern, die in Online-Shops günstig zu erwerben sind, verfügt man auch fernab fester Steckdosen über eine gesicherte Stromversorgung. Einfach den Kraftstoff einfüllen, starten und schon kann es auf dem Bau weitergehen. Ein paar Dinge gibt es hier aber noch zu beachten.

 

Augen auf beim Strombedarf!

Vor den Kauf sollte man sich genau überlegen, für welche Arbeiten der Stromerzeuger eingesetzt werden soll. Dabei spielen zwei Punkte eine wichtige Rolle:

  • Wie hoch ist der jeweilige Stromverbrauch der anzuschließenden Geräte?

  • Sollen zeitweise mehrere Stromabnehmer zusammen betrieben werden?

Ausgehend von den Angaben der einzelnen elektrischen Werkzeuge lässt sich dann ermitteln, in welcher Leistungsklasse man seinen Stromgenerator kaufen sollte. Achtung: Auf keinem Fall den benötigten Anlaufstrom außer Acht lassen! Bei Inbetriebnahme sog. induktiver Verbraucher benötigen diese für einen kurzen Moment ein Mehrfaches der angegebenen Dauerleistung (man geht im Allgemeinen vom 2 bis 6-fachen aus). Ist der Stromhunger – wenn auch nur kurz – zu groß, kann das den Stromerzeuger in die Knie zwingen. Am besten also vorab in die Bedienungsanleitung des Verbrauchers schauen oder ggf. den Hersteller kontaktieren, um die genauen Werte in Erfahrung zu bringen. Außerdem empfiehlt es sich, lieber eine Leistungsklasse höher als berechnet zu kaufen, als den Stromgenerator dauerhaft am oberen Limit laufen zu lassen. Das wäre nachteilig für die Langlebigkeit des Gerätes.

 

Die mobilen Stromgeneratoren richtig einsetzen

Wenn die Entscheidung für einen mobilen Stromgenerator gefallen ist, können die weiteren Planungen angegangen werden. Dazu gehören auch die benötigten Kabelverlängerungen (z. B. mittels Kabeltrommeln), um an allen Orten der Baustelle über Strom verfügen zu können. Selbstverständlich sollten alle Beteiligten darüber informiert werden, dass nie mehr Geräte an den Generator anzuschließen sind als unbedingt gerade gebraucht werden. Das könnte sich unter Umständen negativ auf die Stromversorgung der anderen Verbraucher auswirken. Im schlimmsten Fall droht sogar ein Defekt des Stromerzeugers wegen Überlastung. Manchmal kann auch das Thema der Anschlussmöglichkeiten wichtig werden. Auch wenn fast alle Handwerksgeräte mit einem herkömmlichen Schukostecker angeschlossen werden, existieren auch Geräte mit Starkstromsteckern. In diesem Fall muss darauf geachtet werden, dass der favorisierte Generator auch über diese Anschlussoption verfügt.

Mit ein wenig Planung und Kenntnis über die Materie ist es also gar nicht so schwer, eine lückenlose Baustellenstromversorgung auf die Beine zu stellen. So kommt es auch zu keinen unnötigen Unterbrechungen, die die gesamte Bauplanung über den Haufen werfen können. Denn die bekannte Weisheit „Zeit ist Geld“ gilt beim Hausbau ganz besonders.

 

Autor des Artikels: William Güttler / DENQBAR GmbH
Bilder von Pixabay

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