Tipps zum Schornstein verkleiden

Die Schornsteinverkleidung schützt den Schornsteinkopf zuverlässig vor Wind und Wetter. Doch welche Möglichkeiten gibt es und welche Kosten kommen auf einen zu?

Warum man einen Schornstein verkleiden sollte, liegt auf der Hand. Da Schornsteine über Jahre Abgase der Heizung entlassen und zudem verschiedenen Wetterverhältnissen schutzlos ausgeliefert sind, empfiehlt sich eine qualitative Verkleidung. Nur so lassen sich teure Reparaturen vermeiden. Denn durch Risse im Schornstein kann das Mauerwerk durch eindringende Nässe Schaden nehmen. Hausbesitzer stellen sich daher oft die Frage, welches Material am besten schützt. Die Verkleidung ist in vielen verschiedenen Materialien erhältlich, so dass sich für jedes Dach die passende Schornsteinverkleidung finden lässt. Die gängigsten Materialien sind Zink, Kupfer, Schiefer, Edelstahl, Kunststoff oder aber Faserzementplatten. Neben Schutz spielt natürlich auch die Ästhetik für viele eine wichtige Rolle. Zu den wohl beliebtesten gehört Schiefer. Das natürliche Material passt zu vielen Dächern, ist langlebig und schützt dank einer Hinterlüftung auch vor Staunässe. Die Anbringung ist allerdings zeitintensiv, da bei den einzelnen Plättchen besonders präzises Arbeiten erforderlich ist.

Um Kosten zu sparen bietet es sich an, die Schornsteinverkleidung selbst anzubringen. Geübte Fachleute schaffen die Aufgabe in wenigen Stunden. Auch Hobbyhandwerker können die Arbeit unter bestimmten Bedingungen selbst erledigen. Voraussetzungen sind jedoch absolute Schwindelfreiheit sowie eine professionelle Sicherung während der Arbeit auf dem Dach – sonst kann die Sparsamkeit lebensgefährlich werden. Bevor Sie mit der Arbeit beginnen, muss der Schornstein auf seine Standfestigkeit überprüft werden. Anschließend wird, außer bei einer Ummauerung mit Klinker oder der Anbringung eines Stülpkopfes, ein Grundgerüst aus Dachlatten gebaut. Für eine Selbstanbringung bietet sich beispielsweise eine Aluminiumverkleidung an. Diese kann mit wenigen Handgriffen angebracht werden und ist ebenso langlebig und stilvoll wie Schiefer. Beim Anbringen sollte jedoch unbedingt darauf geachtet werden, die Kanten sauber zu verarbeiten. Wenn Sie sich als versierter Handwerker für eine Verkleidung aus Blech aus Zink, Alu oder Kupfer entscheiden, können Sie diese mit entsprechendem Werkzeug sogar selbst aus großen Blechtafeln herstellen. Dazu benötigen Sie unter anderem eine Schlagschere für das Blech, eine Abkantbank sowie eine Handblechschere zum Zuschneiden. Die Maße der Verkleidung müssen dabei exakt stimmen.

Alternativ kann der Schornstein auch durch einen Putz vor Schnee und Regen geschützt werden. Dabei sollte unbedingt darauf geachtet werden, mehrschichtig zu verputzen. Ansonsten können schon nach kurzer Zeit Risse entstehen und dementsprechend Nässe durchdringen.

Mit welchen Kosten man bei einer Schornsteinverkleidung rechnen muss, hängt vor allem von der Größe des Schornsteins sowie des verwendeten Materials ab. Ebenso sind teilweise große Preisunterschiede zwischen Bau- und Fachmarkt sowie Internethändler möglich. Ein Preisvergleich lohnt sich daher fast immer. Während für Latten, OSB-Platten und Befestigungsmaterial wie Schrauben und Nägel vergleichsweise geringe Kosten anfallen, liegt der Löwenanteil bei den Platten für die Verkleidung. So sind Kunstschiefer oder Faserzementplatten beispielsweise etwas günstiger als Naturschiefer mit 0,10 €/Stk. Aufschlag. Falls Sie sich für einen Stülpkopf entscheiden, müssen Sie mit etwa 400 € rechnen, wobei auch hier die Angebote teilweise stark variieren können.

Bildquellenangabe: Hokan von Bülow  / pixelio.de

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