Walzblei richtig lagern und transportieren

Nur selten wird Walzblei vom Fachhandel direkt auf die Baustelle geliefert. Viele Handwerksbetriebe lagern in ihren Räumen einige Rollen Walzblei, um jederzeit darauf zurückgreifen zu können. Schließlich ist das Baumetall nahezu unbegrenzt haltbar und universell einsetzbar. Oft wird Walzblei in der Werkstatt vorgefertigt und im richtigen Zuschnitt oder vorgekantet zur Baustelle transportiert. Hier lagert das Baumetall manchmal noch einige Tage, bevor es seinen eigentlichen Verwendungszweck findet. 
 
Die besonderen Materialeigenschaften von Walzblei erfordern eine sachgemäße Handhabung. Schon mit kleinen Vorkehrungen können Handwerker das Baumetall flexibel lagern und transportieren, ohne dass die Qualität leidet. Die Gütegemeinschaft Saturnblei e.V. hat einige wichtige Praxistipps zusammengefasst: 
 
Lagerung in der Werkstatt: Walzblei ist während der Lagerung vor Feuchtigkeit zu schützen. Kommt unbehandeltes Material mit Feuchtigkeit in Kontakt, bilden sich weißliches oder bräunliche Verfärbungen. Zur Lagerung ist jeder trockene, gut durchlüftete Raum geeignet. Die Transportverpackung sollte entfernt werden, um eine Kondensation in der Verpackung zu vermeiden. Das Baumetall sollte auf Paletten mit ausreichend Bodenabstand gelagert werden; bei Bleirollen kommen auch Keile als Unterlage in Frage. 
Praxistipp: Werden Bleibleche bereits in der Werkstatt mit Patinieröl vorbehandelt, ist die Gefahr von Verfärbungen grundsätzlich gebannt. 
 

 

Transport zur Baustelle: Aufgrund seines hohen Eigengewichts ist Walzblei beim Transport sorgfältig abzusichern. Die Ware ist mit Folie abgedeckt auf Paletten zu befördern und mit Spanngurten zu befestigen. Bleirollen sollten zusätzlich mit Holzkeilen fixiert werden, um ein Abrutschen zu verhindern. Werden Zuschnitte transportiert, sind sie je nach Größe und Form individuell zu verpacken und zu sichern. 
Praxistipp: Vorgekantete Bleibleche kommen mit innen- und zwischenliegenden Holzbrettern ohne Verformungen ans Ziel. 
 
Zwischenlagerung auf der Baustelle: Während der Einbauarbeiten stellt Regen- oder Tauwasser eine latente Gefahr dar. Tückisch ist Spritzwasser von den einzelnen Gerüstebenen: Neben Nässe können auch Materialpartikel vom Gerüst auf die Bleibleche gelangen und chemische Reaktionen auslösen. Der Baustoff sollte nicht unterhalb von Gerüsten, sondern möglichst in umbauten Räumen oder auf geschlossenen Anhängern gelagert werden. 
Praxistipp: Bei der Zwischenlagerung auf der Baustelle ist das Blei unbedingt zusätzlich mit rissfester Kunststoff-Folie rundum abzudecken.
 
 

 

Quelle: Gütegemeinschaft Saturnblei e.V., www.saturnblei.de 

 

Die Gütegemeinschaft Saturnblei e.V. ist die zentrale Vereinigung von Walzbleiproduzenten und Vergabestelle des RAL-Gütesiegels „Saturnblei“ (www.saturnblei.de). Der Verband bietet technische Unterstützung in allen Anwenderfragen und qualifiziert Handwerker und Architekten weiter. Am bundesweiten Schulungsangebot der Gütegemeinschaft nehmen jährlich rund 400 Fachkräfte teil. Interessenten können sich online anmelden oder für neue Termine vormerken lassen 
 

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