Wände selbst verputzen

Beim Renovieren, aber auch in Neubauten tauchen häufig kleinere und größere Beschädigungen in den Wänden auf. Bauherren, die den Innenausbau oder Renovierungsarbeiten selbst ausführen möchten, können die Löcher auch ohne großen Aufwand in Eigenregie ausbessern und die Wände glatt verputzen. Mit Mineralputzen gelingt das Verschönern der Wände besonders leicht. Sie eignen sich aufgrund ihrer strapazierfähigen und dekorativen Oberfläche für das Verputzen der Wände in Alt- und Neubauten. Mineralputz sorgt außerdem für eine natürliche Regulierung der Luftfeuchtigkeit im Raum. Der Putz kann anschließend mit einer Struktur versehen, tapeziert oder bemalt werden. Danach sind die Wände bereit, um sie weiter mit Möbeln zu gestalten
 

Schritt für Schritt zur glatten Wand 

Das Verputzen der Wände lässt sich in wenigen einfachen Schritten selbst durchführen. Es bietet sich an, bei einer größeren Renovierung auch über den Einbau weiterer Steckdosen nachzudenken. Diese sollten allerdings von einem ausgebildeten Fachmann installiert werden. Die Grundvoraussetzung für erfolgreiche Renovierungsarbeiten ist das passende Werkzeug. Für das Ausbessern der Wände werden folgende Werkzeuge benötigt: 
 
- Maurer- und Glättkelle 
- Richtlatte 
- Schwambrett 
- Filzscheibe 
 
Besonders wichtig ist, dass der Untergrund trocken, fest, staubfrei und sauber ist. Handelt es sich um Renovierungsarbeiten in einem bestehenden Gebäude, heißt dies zum Beispiel Tapeten entfernen und Kleberreste abschaben. Weiterführende Tipps gibt es dazu auf hausliebe.de.Werden dabei Lösemittel verwendet, ist auf eine gute Belüftung des Raums zu achten, damit die Wände schnell trocknen können. Die Tragfähigkeit der Wände lässt sich durch Wischen und Kratzen leicht überprüfen. Lose Teile müssen vor dem Verputzen entfernt werden. 

Wände grundieren und Löcher füllen 

Die Grundierung senkt und reguliert die Saugfähigkeit der Wand und sorgt dafür, dass der Putz optimal auf dem Untergrund haftet. Nach der Überprüfung des Untergrunds wird die Grundierung großzügig und gleichmäßig aufgetragen. Kleine Lücken, Dübellöcher oder Risse lassen sich mit gebrauchsfertigem Reparaturspachtel auffüllen. Der Reparaturspachtel wird vor dem Auftragen gut durchgeknetet und anschließend glatt gestrichen. Sobald die Spachtelmasse vollständig getrocknet ist, lässt sie sich überstreichen. Weniger tiefe Fehlstellen wie abgeplatzter Putz lassen sich mit Flächenglätter ausbessern. Dazu wird der gebrauchsfertige Flächenglätter zwei Millimeter dick aufgetragen und im gleichen Zug glatt gestrichen. Bei Bedarf wird das Auftragen solange wiederholt, bis die Wand ganz eben ist. Die glatte Wand lässt sich danach ganz nach dem eigenen Geschmack gestalten. Der Fantasie bei der Wahl von Farben und Mustern sind dabei kaum Grenzen gesetzt. 

Verputzen von unebenen und schwierigen Untergründen 

Für das Glätten und Spachteln von unebenen oder rauen Putzen sowie für tiefere Löcher und Risse kommt der Flächenspachtel zum Einsatz. Dieser wird fünf Millimeter dick aufgetragen und glatt gezogen. Der Flächenspachtel muss nach dem Anrühren innerhalb von 340 Minuten verarbeitet werden. Beim Verputzen von größeren Flächen und schwierigen Untergründen hilft Haftputzgips weiter. Der Haftputzgips wird innerhalb von 15 Minuten mit der Glättkelle aufgebracht und anschließend gleichmäßig verteilt. Abschließend kann die Fläche auch gefilzt werden. Sobald der Putz einige Minuten angezogen ist, wird die Oberfläche angefeuchtet und mithilfe der Filzscheibe aufgeschlämmt. Dabei lassen sich verschiedene Oberflächenstrukturen erzielen. Wer eine glatte Oberfläche möchte, lässt den Putz erneut antrocknen und zieht ihn mit der Glättkelle ab. 
 
Bild: © die codisten – flickr.com

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