Warum auch Energiesparen bei der Baufinanzierung eine Rolle spielt

Die Verwirklichung des Traums vom Eigenheim stellt jeden Bauherrn vor verschiedene Herausforderungen: So sind verschiedenste Regularien einzuhalten. Eine zentrale Rolle kommt hierbei der Energieeinsparverordnung (EnEV) zu. Sie legt fest, wie viel Energie ein neues Gebäude maximal verbrauchen darf. Es gilt: Je höher die Einsparquote ist, desto besser sind die Chancen einer Unterstützung bei der Baufinanzierung.

 

Die Verschärfung der EnEV führt zu einem weiteren Baukostenanstieg

Anfang 2016 wurde die EnEV aktualisiert: Nun müssen Architekten und Bauherren bei der Realisierung von Neubauten darauf zu achten, dass diese 25 Prozent weniger Energie verbrauchen als ältere Bauwerke. Entscheidend ist hierbei der Jahresprimärenergiebedarf. Dieser gibt an, wie viel Energie notwendig ist, um den Gesamtbedarf an Heizwärme und an Warmwasser eines Gebäudes zu decken. Hinzu kommen noch neue Grenzwerte für den Wärmeverlust durch die Gebäudehülle, die ebenfalls die Energiebilanz beeinflussen.

Dies führt zu erhöhten Anforderungen an die Heiz-, Luft- und Kühltechnik, die Sanitärtechnik und an die Dämmwerte der Außenwände, Fenster, Decken und dem Dach. Deshalb rechnen Fachleute damit, dass die diesjährige Verschärfung der EnEV einen Anstieg der Baukosten von rund acht Prozent mit sich bringen wird.

 

Der Bau eines Gebäudes, das Energie spart, wird gefördert

Zum Glück können Bauherrn mit Zuschüssen bzw. niedrigeren Zinsen bei Finanzierung ihres Neubaus rechnen, wenn der Jahresprimärenergiebedarf die vorgeschriebenen Grenzwerte der EnEV einhält. So fördert die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) den Bau und Kauf von Gebäuden, welche den Vorgaben der EnEV entsprechen. Dies geschieht in der Form von Krediten mit günstigen Konditionen oder der Bezuschussung der Baufinanzierung. Es gilt: Je mehr Energie eingespart wird, desto höher ist die Förderung.

Hierbei teilt die KfW Neubauten bestimmte Effizienzgrade zu: So wird ein Musterhaus nach EnEV als Effizienzhaus 100 definiert. Ein Effizienzhaus 55 spart pro Jahr 45 Prozent an Energie und ein Effizienzhaus 40 Plus verbraucht lediglich 40 Prozent des vorgeschriebenen Energiebedarfs und erzeugt und speichert zudem auch selbst Energie. Beratung durch einen Baufinanzierer ist bei diesem komplexen Thema stets hilfreich. Im Internet findet sich hier eine erste Anlaufstelle.

 

Wer Energie spart, spart auch Geld

Durch die diesjährige Verschärfung der EnEV wir die Lage für Bauherrn nicht einfacher. Aber wer klug vorgeht, und bei seinem Neubau auf dessen Energieeffizienz achtet, erhält die Möglichkeit zu teils großzügigen Förderungen.

Bild: Thorben Wengert  / pixelio.de

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