Wie vermieten Unternehmen und Privatleute erfolgreich ihre Räumlichkeiten?

Es gibt viele Arten von Vermietern in Deutschland. Viele Menschen planen ihre Zukunft sorgfältig und langfristig. Sie bauen ein Haus und erschließen sich durch die Vermietung einer darin befindlichen Einliegerwohnung eine zusätzliche Einnahmequelle. Größere Unternehmen bauen ganze Häuserblocks oder Mehrfamilienhäuser, um diese als Kapitalanlage zu verwenden. Ältere Mitbürger haben Räumlichkeiten frei, da ihre Kinder aus diesen ausgezogen sind. Konfrontiert mit der für sie neuen Situation als selbstständige Vermieter haben sowohl Verantwortliche in Firmen wie Privatleute häufig wenig Erfahrung. 
 

 

Mieter 

 

Wer eine Vermietung plant, sollte sich darauf angemessen vorbereiten. Ein eigentlich offensichtlicher Faktor, der jedoch manchmal zu wenig beachtet wird und viele Schwierigkeiten verursacht, sind die Mieter selbst. Das gilt nicht nur für Mietnomaden, sondern auch für unseriöse Firmen. Wer hingegen ein bisschen Zeit investiert und die Mieter persönlich kennenlernt, spart sich womöglich monatelangen Ärger. Dazu gehört beispielsweise auch, eine Schufa-Auskunft über die Mieter einzuholen. Ferner kann es viel Ärger sparen, wenn man sich erkundigt, ob der Mieter eine Haftpflichtversicherung besitzt. Dafür sollte der Mieter unbedingt einen Nachweis erbringen. Ansonsten kann es sein, dass der Vermieter Schäden zahlen muss, die der Mieter nicht bezahlen kann. Nach wie vor gilt, dass ein gutes und vertrauliches Verhältnis zwischen Mieter und Vermieter Rechtsstreitigkeiten, finanzielle Schwierigkeiten und nicht zuletzt eine schlechten Atmosphäre im gesamten Mietshaus verhindern kann. 
 

 

 
Mietvertrag 

 

Es ist überdies ratsam, keinen Mustermietvertrag zu verwenden, sondern ein auf die speziellen Räumlichkeiten und Gegebenheiten zurechtgeschnittenes Dokument. Es ist beispielsweise gesetzlich nicht vorgeschrieben, dass die Mieter eine Kaution leisten oder Betriebskosten übernehmen müssen. Das bedeutet, dass diese Posten in einem Vertrag festgeschrieben werden müssen. Dabei ist der sogenannte Abschlag viel sinnvoller als eine Pauschale, da dies manche Mieter gezielt ausnutzen und die Betriebskosten stark ansteigen können. 

 

Bei mehreren Mietern sollten alle im Mietvertrag festgehalten sein. Schließlich sind sie gesamtschuldnerisch für die Miete haftbar und der Vermieter hat bei der Insolvenz eines Mieters die Chance, auf die anderen dokumentierten Personen zuzugreifen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Ausschluss der verschuldensunabhängigen Garantiehaftung (nach Paragraf 536 a Abs. 1, S. 1, 1. Alt. BGB): Egal, ob dem Vermieter anfängliche Mängel bekannt waren, er muss dann nicht dafür haften. Insgesamt sollte man sich als Vermieter darüber im Klaren sein, dass ein korrekter Mietvertrag eine gute Absicherung gegen jedwede Art von Klage im Nachhinein darstellt. Selbst hinzugefügte Klauseln können jedoch andererseits auch rechtlich unwirksam sein, auch wenn sie vom Mieter unterschrieben wurden. 

 

Betriebskosten, Software-Unterstützung 

 

Die Nebenkostenabrechnung sollte auch vor Gericht Bestand haben, es ist darauf größte Sorgfalt zu verwenden. Dies gilt insbesondere, wenn Gesamtkosten auf mehrere Mietparteien umgelegt werden: Schon im Mietvertrag sollte genau festgelegt sein, ob die Quadratmeterzahl der Wohnung oder individueller Verbrauch entscheidend sind. Für Laien unter den Privatleuten oder für Firmenverantwortliche, die viele verschiedene Parteien im Blick behalten wollen, lohnt es sich daher, über speziell für diese Ziele entwickelte Computerprogramme nachzudenken. Entsprechende Softwarelösungen bietet beispielsweise der Freiburger Buchhaltungsdienstleister Lexware mit der Reihe QuickImmobilie. 

 

Einfach bedienbar können Vermieter so die Übersicht über Buchhaltung, Zahlungsverkehr, Abrechnungen und Listen behalten, egal, ob es um Miet- oder Wohneigentumsverwaltung geht. Auch Auswertungen stehen den Nutzern zur Verfügung. Kostenlose Programme aus dem Internet bieten nicht denselben Nutzungsumfang und werden zudem weder – beispielsweise hinsichtlich der kontinuierlich sich ändernden Gesetzgebung – aktualisiert noch unabhängig geprüft. So machen die Trial-Versionen häufig mehr Arbeit als die Lizenzprogramme zum Thema. Wer diese Hinweise beachtet, kann der Vermietung sicherlich ruhiger entgegensehen. 

 

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