Wohnen im richtigen Licht - So gelingt die Planung

Bauen mit Glas heißt Bauen mit Licht. Diesen Satz bekommen Architekturstudenten schon innerhalb der ersten Semester gepredigt. Dies liegt auch daran, dass tatsächlich erst das Licht dafür verantwortlich ist, dass ein Haus am Ende wohnlich und einladend wirkt. Ein gut durchdachtes Konzept ist dabei wichtig, um das Licht schließlich dort hinzubringen, wo es innerhalb der eigenen vier Wände gebraucht wird. Doch leider ist genau dies eine Komponente, die im Rahmen der Planung auch von den Architekten als wenig wichtig eingestuft wird.

Künstliches und natürliches Licht nutzen

Wie genau ein Raum ausgeleuchtet wird, sollte stets auch von der jeweiligen Nutzung abhängen. In einem Schlafzimmer reicht in der Regel eine schummrige Ausleuchtung mit optionalen Leselampen aus, während die Küche und der Essbereich etwas besser ausgeleuchtet werden sollten. Auf der anderen Seite gibt es Büros und Arbeitszimmer, wo die Ausleuchtung deutlich stärker sein sollte, wie sie beispielsweise durch Osram Leuchtstofflampen möglich ist. Im Bad hat sich dagegen eine Kombination aus großen Deckenleuchten gemeinsam mit einigen gezielten Lichtspots als passend erwiesen. Die klassische Glühbirne kann dabei zwar nicht mehr in Betracht gezogen werden, doch andere Leuchtmittel bleiben weiterhin eine Alternative. Wer über einen solch gezielten Einsatz nachdenkt, bekommt dadurch zugleich die Möglichkeit, im Laufe der Zeit viel Energie zu sparen. Eine professionelle Beratung kann deshalb ebenso in Betracht gezogen werden, um eine gesunde Struktur zu erreichen, mit der sich in der Folge auch Kosten gezielt regulieren lassen. Gleichzeitig konnten Forschungen zeigen, dass die Beleuchtung eines Hauses auch einen klaren Einfluss auf die Stimmung der Menschen hat, die sich darin befinden. Diese Analysen gehen bei manchen Experten sogar so weit, dass sie die hohen Selbstmordraten in skandinavischen Ländern auch darauf zurückführen, dass die dort lebenden Menschen in der kalten Jahreszeit nur selten einen Blick auf die Sonne werfen können.

Die Bedeutung der Lichtplanung

Des Weiteren muss stets die Kombination aus natürlichem und künstlichem Licht beachtet werden. Ziel beim Bauen sollte es stets sein, möglichst lange mit dem Licht der Sonne auskommen zu können, um erst am Ende auch das elektrische Licht für sich in Betracht zu ziehen. Gerade die Südseite sollte dabei mit möglichst großen Fenstern versorgt werden, um große Teile des Sonnenlichts für sich einzufangen und zugleich eine offene und ästhetische Optik des Hauses zu erzielen. Zugleich muss über Möglichkeiten nachgedacht werden, um zugleich den Sonnenschutz mit einzubeziehen. Je größer die gläsernen Fronten oder Dachfenster am Haus sind, desto schneller heizt sich der Innenraum in der Folge auf. Markisen, Sonnensegel und Rollos müssen daher ebenfalls mit eingeplant werden, damit sowohl im Sommer als auch im Winter eine entsprechende Regulierung möglich ist. Zugleich muss bei größeren Fenstern stets auf die energetische Bilanz geachtet werden. Eine gute Dämmung durch einen doppelten Aufbau ist daher auf jeden Fall notwendig. Dabei macht es sich auf lange Zeit auch bezahlt, wenn zunächst ein etwas höherer Preis mit in Kauf genommen wird.

Das passende Licht für jeden Raum

Der gezielte Einsatz von Licht beim Bauen kann sich zugleich auf die optische Größe eines Gebäudes auswirken. Je mehr Galerien oder Wintergärten integriert werden, desto größer wirkt am Ende die faktisch gleiche Zahl an Quadratmetern. Bei einem guten Architekten lohnt es sich aus dem Grund auch, diesem etwas mehr Freiraum zu geben. So kann er mit diesen Komponenten spielen und dadurch selbst ein möglichst ansprechendes Flair im Inneren des Raums schaffen. Das Tageslicht sollte gerade bei einem beengten Bauplatz optimal genutzt werden. So kann beispielsweise das Schlafzimmer direkt an die Nordseite gesetzt werden, da es dort ohnehin nicht wichtig ist, viel Helligkeit in das Innere des Raums zu bringen. Je nach Belieben bleibt so viel Raum, um zum Beispiel Wohnzimmer oder Esszimmer in Richtung Süden auszurichten und dort einige Sonnenstrahlen einzufangen. Inzwischen gibt es sogar externe Anbieter, die professionelle Lichtkonzepte erstellen, die sich später auf das eigene Traumhaus übertragen lassen. Auch in diesem Bereich hat sich also in den vergangenen Jahren viel getan.

Fazit

In der Summe zeigt sich deutlich, wie sehr wir uns doch auf diese Möglichkeiten konzentrieren sollten. Nur in der Ganzheitlichkeit der Betrachtung kann die wohl größte Investition des eigenen Lebens am Ende auch die richtige Wahl sein. Da Änderungen später nur noch im Bereich des künstlichen Lichts möglich sind, ist es umso wichtiger, sich frühzeitig mit diesen Punkten zu befassen, die oben auf der Agenda stehen sollten.

 

Bild: Rainer Sturm  / pixelio.de

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