Worauf müssen Mieter bei Mieteinbauten achten?

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Wer jahrelang in einer Mietwohnung oder in einem Miethaus lebt, hat oft das Bedürfnis, diese den eigenen Bedürfnissen entsprechend anzupassen. Dies kann durch einen neuen Fußboden, eine neue Küche oder neu gestrichene Wände passieren. Viele Mieter stellen sich in dem Zusammenhang die Frage, wer die Kosten übernimmt - immerhin wohnen sie zur Miete, es ist daher nicht ihr Eigentum, das sie verschönern möchten. Der Begriff Mieteinbau fällt dabei häufig im Gespräch mit dem Vermieter oder Hausverwalter - nur die wenigsten können damit aber etwas anfangen. Der folgende Text beantwortet die häufigsten Fragen zu diesen Einbauten, damit die Bewohner beim nächsten Gespräch wissen, was unter diesem Begriff zu verstehen ist. 

 

 
 

 

     
  1.  

    Was fällt unter den Begriff Mietereinbauten? 

  2.  

  3.  

    Gibt es die Möglichkeit der steuerlichen Absetzbarkeit? 

  4.  

  5.  

    Was passiert bei Auszug des Mieters? 

  6.  

  7.  

    Hat der Vermieter einen Anspruch auf den Mietereinbau? 

  8.  

 

 
 

 

1. Was fällt unter den Begriff Mietereinbauten? 

 

 
 

 

Grundsätzlich gilt, dass alle Veränderungen und Ergänzungen an einer Immobilie, die der Mieter auf eigene Kosten vornimmt, unter den Begriff Mietereinbauten fallen. Der individuelle Mietvertrag gibt Aufschluss darüber, welche Veränderungen zulässig sind und welche nicht. Eine neue Einbauküche ist beispielswiese oft ein erlaubter Mietereinbau, ebenso wie der neue Fußboden. Durch die Regelung im Vertrag muss der Vermieter nicht unbedingt seine Zustimmung zu den Ergänzungen geben. Dies bedeutet aber auch, dass er, sofern dies nicht vertraglich festgelegt ist, keinen Teil der Kosten übernehmen muss - der Mieter bezahlt also jede Veränderung an der Wohnung oder dem Haus selbst. 

 

 
 

 

2. Gibt es die Möglichkeit der steuerlichen Absetzbarkeit? 

 

 
 

 

Wie schon erwähnt, liegt die finanzielle Belastung allein beim Mieter, der den Einbau vornimmt. Der Vermieter hat damit nichts zu tun, sofern es nicht seine eigene Idee ist. Einige der Mieter haben den Gedanken, den Ausbau stattdessen steuerlich abzusetzen, um nicht die gesamten Kosten tragen zu müssen. Dies ist aber nur begrenzt möglich, im privaten Rahmen beinahe gar nicht. Auf http://www.steuerberater-muenchen.de/steuerlexikon/item/mietereinbauten/ ist beschrieben, dass Veränderungen nur dann steuerlich absetzbar sind, wenn die Einbauten nicht die Verbesserung des Wohn- oder Nutzkomforts als Ziel haben. Im gewerblichen Bereich ist die Absetzung von der Steuer deswegen einfacher: Sofern die Umbauten notwendig sind, um den Geschäftsbetrieb aufnehmen zu können, werden sie steuerlich berücksichtigt. 

 

 
 

 

3. Was passiert bei Auszug des Mieters? 
 
 

 

 
 

 

 
 
Es kann durch verschiedene, äußere Umstände passieren, dass der Mieter sich doch eine neue Wohnung suchen muss. In diesem Fall steht er vor der Frage, was mit den Ausbauten passiert. Vor allem, falls er der Mieter eines Hauses war, hat er wahrscheinlich viele Veränderungen vorgenommen. Der Gartenschuppen für die Geräte, das Carport für den Wagen beispielsweise. Diese gehören eigentlich ihm - aber im neuen Zuhause werden sie wahrscheinlich nicht gebraucht. Es stellt sich die Frage, ob er vom Vermieter eine Entschädigung dafür verlangen kann, dass er die Mieteinbauten zurücklässt. Dies ist aber nur zum Teil möglich. Es ist wichtig, am besten schon vor dem Einbau mit dem Vermieter zu sprechen, um den Fall des möglichen Auszugs abzuklären. In dieser Situation sind zwei Alternativen möglich. Die erste ist, dass der Vermieter den Mieter einen Teil der Kosten zurückerstattet und so selbst der Besitzer des Ausbaus wird. Die zweite ist, dass der Eigentümer der Wohnung oder des Hauses darauf besteht, dass der ursprüngliche Zustand wieder hergestellt wird. Dies bedeutet, dass der Mieter seine Veränderungen auf eigene Kosten wieder entfernen muss, berichtet pnhr.de. Dies gilt außerdem für Mieteinbauten, die vom Vormieter ausdrücklich übernommen wurden - nicht jedoch für solche, die der neue Mieter ohne vorherige Absprache vorgefunden hat. 

 

 
 

 

4. Hat der Vermieter einen Anspruch auf den Mietereinbau? 

 

 
 

 

Diese Frage lässt sich durch die vorhergehenden beantworten: Der Vermieter hat zur Zeit des Mietverhältnisses keinen Anspruch auf die Einbauten, sofern dies nicht im Mietvertrag geregelt ist. Ohne eine entsprechende Regelung beteiligt er sich nicht an den Kosten. Demnach gehören alle Veränderungen dem Mieter und dieser ist dafür zuständig. Das bedeutet aber auch, dass der Mieter für die Instandhaltung zuständig ist, nicht der Vermieter, da der Einbau nicht zur Mietsache gehört. Wenn der Vermieter die Ergänzungen nach Auszug des Mieters in der Wohnung behalten möchte, muss er dafür eine Entschädigung zahlen. Hat der Mieter allerdings ein berechtigtes Interesse daran, den Ausbau mit in seine neue Wohnung zu nehmen, erlischt der Anspruch des Vermieters. 

 

 
 

 

Bilder: 

 

Abbildung 1: © Arpad Nagy-Bagoly - Fotolia.com 

 

Abbildung 2: © Dan Race - Fotolia.com 

 

 
 

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