Bauarten Fertighaus

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Zunächst muss gesagt werden, dass sich der Fertigbau nicht allein auf Holzhäuser beschränkt. Auch Massivhäuser, zumindest Teile davon, werden zunehmend in Werkshallen vorgefertigt. Dazu widme ich mich im Kapitel "Massivhaus". Aber wenn vom Fertighaus die Rede ist, dann meinen die Hausbau-Interressenten umgangssprachlich ein Holzhaus. Nachfolgend die Vorteile der Fertighäuser aus Holz.

1. Das Fertighaus hat eine verkürzte Bauzeit

Moderne Fertighäuser haben gegenüber konventioneller Bauweise eine kürzere Bauzeit: Nach Vertragschluss erfolgt die industrielle Vorfertigung im Werk. Währenddessen erfolgt die Erstellung der Bodenplatte oder des Kellers. Die vorgefertigten Bauteile, Wände, Decken, Dachteile  werden dann zur Baustelle geliefert und in der Regel am selben Tag komplett aufgestellt, sodass am Abend des ersten Bautages bereits Richtfest gefeiert werden kann. Je nach gewählter Ausbaustufe erfolgen danach die Innenarbeiten durch den Hersteller, das Hausbauunternehmen, auf Wunsch bis zur schlüsselfertigen Übergabe oder der Bauherr beginnt mit seinen Ausbauarbeiten in Eigenregie. Eine Austrocknungszeit wie bei der konventionellen Herstellung mit Beton und Mörtel ist nicht erforderlich. Die schnelle Bauzeit schont das Budget der Baufinanzierung, denn Sie hält die Zeitspanne der Doppelbelastung durch Mietzahlung und Ratenplan kurz.

2. Das ganze Fertighaus aus einer Hand

Beim Fertighaus oder Fertigbau wie die Fachleute sagen, kann man alle Leistungen aus einer Hand bekommen. Die führenden Fertighaus-Hersteller bieten Ihre Unterstützung bei der  Grundstückssuche an, übernehmen die Beantragung der Baugenehmigung, Unterhalten zumeist Kontakte zu Baufinanzieren und selbstverständlich übernehmen sie die  Bauüberwachung der Bauausführung aller Gewerke, also viele Leistungen die der Bauherr sonst selbst bewältigen müsste. Der Bauherr hat nur einen Ansprechpartner der alle Leistungen koordiniert, und der für alle Leistungen gleichermassen verantwortlich ist. Das macht den privaten Hausbau zu einer entspannten Angelegenheit.   

3. Fertighäuser haben industriell überwachte und gleich bleibende Bauqualität

Die Qualitätsgemeinschaft Deutscher Fertigbau gewährleistet die gleichen hohen Anforderungen an die Bauqualität seiner Mitglieder, weil seine Richtlinien für alle angeschlossenen Unternehmen gleich und verbindlich sind, und ausserdem auch höher sind als die gesetzlichen Vorschriften. Auch die Vorfertigung in wetterunabhängigen Werkshallen vermeidet Verarbeitungsfehler und sichert die massgenaue Fertigung der Bauteile vom Fussboden bis zum Dachfirst. Bei Mitgliedsunternehmen des "Bundesverband Deutscher Fertigbau" wird die Fertigung im Werk und die Montage auf der Baustelle von Sachverständigen überwacht.

4. Das Fertighaus ermöglicht einen fester Baupreis und einen fest planbarer Einzugstermin

Der Fertigbau bietet dem Bauherrn hohe Planungssicherheit weil die Abläufe im Werk genau planbar sind, das ermöglichst die Einhaltung eines fixen Fertigstellungstermins des schlüsselfertigen Hauses und damit auch den festen Einzugstermin des Bauherrn. Bei Vertragsabschluss kann man also den Einzugstermin vereinbaren und in den Vertrag schreiben. Bei einer Ausbaustufe bekommt man einen festen Termin wann der Bauherr mit seiner Eigenleistung, also den Ausbauarbeiten beginnen kann. Feste Termine sparen Geld bei der Finanzierung. Abhängig von der Ausstattungsvariante wird ein Festpreis für das Haus vereinbart der unabhängig vom Wetter ist. Preisaufschläge und Bauunterbrechung wegen schlechten Wetters oder Terminverzögerungen im Bauablauf sollte es beim Fertigbau nicht geben. Die Zahlung erfolgt üblicherweise nach Baufortschritt und das ist für beide Seiten eine faire Sache.

5. Mit dem Fertighaus lässt sich Energiesparen optimieren

Das Fertighaus bietet beste Voraussetzungen für eine hervorragende Wärmedämmwirkung. Der Grund sind die Eigenschaften des Baustoffs Holz und die konstruktionsbedingte Bauweise, indem mehrere Schichten Dämm- und Baustoffe übereinander verbaut werden aus dem die Wände bestehen. Die Häuser der Mitgliedsfirmen des „Verband Deutscher Fertigbau“ übertreffen selbstverständlich die Vorgaben der Energieeinsparverordnung. Um wie viel ist je nach Bautyp unterschiedlich. Das 3-Liter-Haus verbraucht maximal 3 Liter Heizöl je m² Nutzfläche. Selbst Passivhäuser sind als Fertighaus problemlos möglich und brauchen keine Heizung mehr im herkömmlichen Sinne.

6. Viele Fertighäuser können als Musterhäuser besichtigt werden

Die Fertighaushersteller unterhalten eine Vielzahl von Musterhaus-Ausstellungen mit fertigen Haustypen zur Besichtigung in Musterhausparks als auch in Ausstellungsräumen der eigenen Betriebe. Hier kann der Bauherr sein Wunschhaus real betreten, das Raumgefühl geniessen  und Details anfassen und in Ruhe anschauen. Speziell an Wochenenden sind diese Ausstellungen geöffnet und selbstverständlich auf Familien eingestellt. Die über 600 Musterhäuser sind über ganz Deutschland verteilt und bieten einen besonderen Anziehungs- und Ausgangspunkt für künftige Bauherren und Bauherrinnen.   

7. Architektur und Ausstattung der Fertighäuser sind variabel

Fertighäuser sind keineswegs starre Typenhäuser, sondern individuell planbar. Hinsichtlich der Architektur, als auch bei der Ausstattung stehen den Bauherren unzählige Varianten und  Umsetzung eigener Wünsche offen. Die Bemusterungszentren der Hersteller halten alles bereit, vom gewünschten Bodenbelag bis zur individuellen Ausstattung der Badezimmer. Die passende Haustechnik ebenso wie Kamine und farbige Dachziegel. Mit dem Hausberater kann hier das Wunschhaus individuell zusammengestellt werden. Selbstverständlich kann man einen Hautyp auch so kaufen wie der Hersteller ihn im Original anbietet.

8. Fertighaus-Varianten zwischen Schlüsselfertig oder Eigenleistung

Ein Fertighaus gibt es von beliebigen Ausbaustufen bis schlüsselfertig, oder wohnkomplett. Was in welcher Stufe enthalten sein soll, muss mit dem Bauherrn abgesprochen werden. Je nach Eigenleistung ist ab Rohbauhaus sozusagen alles möglich. Eigenleistung im grossen Umfang spart Eigenkapital und Baukosten. Viele Hersteller bieten Ausbaupakete mit Unterstützung eines erfahrenen Bauleiters an. Wer handwerklich weniger geschickt ist kommt mit einem schlüsselfertigen Haus wahrscheinlich preiswerter weg wenn er sein Haus von Fachleuten erbauen lässt.

9. Viel Service durch Fertighaus-Hersteller

Die führenden Haushersteller bieten viel Service vor, während und nach dem Hausbau. Bei der Grundstückssuche, der Erschließung, der Baufinanzierung, und nach Fertigstellung übernehmen viele Unternehmen auch auf Wunsch die Wartung des Eigenheims. Für eine Beratung bei späteren Umbauten oder für eine Modernisierung halten viele Hersteller ihren Kundendienst bereit. Wartung und Pflege trägt zur Werterhaltung und zu einer langen Lebensdauer des Hauses bei. Moderne Fertighäuser erreichen damit die gleiche Lebensdauer wie so genannte Massivhäuser.

10. Die Ökobilanz der Fertighäuser spart CO2

Die Ökobilanz der Fertighäuser ist vorbildlich, da beim Wachstum des Holzes der Umwelt CO2 entzogen wird. Auch die Verarbeitung des Baustoffes Holz ist weniger energieaufwendig als bei konventionellen Baustoffen. Die physikalischen Eigenschaften von Holz begünstigen die Wärmedämmung und schaffen so noch einmal eine günstige Ökobilanz in Sachen CO2 durch geringen Heizenergiebedarf. Über die gesamte Lebensdauer hinweg.

Direkt von den Fertighaus-Herstellern kann man mehr über die Vorteile der Holzhäuser erfahren.

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